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GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen KOOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von Kooperation (Coop) verstanden. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig an-gepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination / Redaktion: Gerd K. Schaumann

25.09.2020

Intelligente Interessenvertretung in (Groß-) Genossenschaften

 


 

 

Wer sich die „theoretischen Möglichkeiten von Interessenvertretungen in Genossenschaften (Aufsichtsräte, Vertreter- oder auch Generalversammlung) ansieht könnte zunächst der Meinung sein, dass sowohl Kontrolle (nachher), wie auch Initiativen (vorher) recht gut geregelt seinen. Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist jedoch oft gravierend. Festzustellen ist, dass es meist neben den gesetzlichen und satzungsmäßigen Reglungen wie z.B. Geschäftsordnungen, recht wenig „Gestaltungswerkzeug“ gibt, um sozusagen „vorausschauend“ Antworten auf potenzielle (wahrscheinliche) Situationen (Konflikte, etc.) zu regeln. Eine Art „Wenn-Dann-Liste“ lässt sich leicht zusammenstellen, wenn man Mitglieder und Gremienmitglieder der eigenen Genossenschaft,  anderer Genossen oder Interessengemeinschaften für Genossenschaftsmitglieder befragt. Wir halten viel davon, vorausschauend zu wirken, anstatt von Konflikten „gehetzt“ zu werden. Man muss endlich erkennen, dass Verbände – in welchem Genossenschaftsbereich auch immer, stets die Interessen der Genossenschaften und nicht deren Mitglieder vertreten. Auch das Stimmrecht auf den Verbandstagen der Verbände wird meist von den Vorständen und Aufsichtsraten der Mitgliedgenossenschaften wahrgenommen. Wieviel wirkliche „Neutralität“ wird da wohl aufkommen? Prüft die Antworten von dort und ihr werdet es erkennen. Es ist wie das „Hase-Igel-Spiel“, nur werden die „Hasen“ gut bezahlt und die Interessenvertreter noch beschimpft. …

Wenn die Rollen so klar verteilt sind, macht es wenig Sinn, sozusagen „systemkonform“ zu wirken. Ihr benötigt andere Wege, und „Werkzeuge“, die zugleich effektiv und risikoarm aber dennoch hochwirksam sind. Eines davon könnte sein, sich einem Interessenverband anzuschließen für Genossenschaftsmitglieder anzuschließen, dort eine Fachgruppe (je nach Geno-Art) zu gründen und mit eurer Genossenschaft eine Vereinbarung zur Übernahme der Mitgliedschafts- u. Weiterbildungskosten zu schließen. Eine gewisse Analogie zur Arbeit der Gewerkschaften und Betriebsräte sollte man auswerten. Statt „Betriebsvereinbarungen“ würde man „Genossenschafts-Vereinbarungen“ abschließen. Wie bei Betriebsvereinbarungen üblich, wäre darin auch die Kostenübernahme für Weiterbildung oder gar Verdienstausfall zu regeln. … Also beginnt mit der Erstellung einer „Mustervereinbarung“ und lasst eure Kollegen in anderen Genossenschaften daran mitwirken. Danach beginnt ihr mit intelligent mit der „Umsetzungsphase“. Effektiv wird Interessenvertretung dann, wenn man beginnt, das „Hasen-Igel-Spiel“ umzukehren. …      

     

GenoGenial – Wir sind die Zukunft

Situation:

Wir kommen aus dem Bereich Wohnungsgenossenschaften. Dort erleben wir immer wieder, wie mit engagierten Interessenvertretern umgegangen wird. Es gibt meist mehrere Strategien. Man hat den Eindruck, das sei durch die Verbände in Schulungen den Vorständen „antrainiert“ worden:

·       Eingaben an die Vorstände werden erst gar nicht beantwortet.

·       Werden sie dann nach viel Zeit und unsinnigen Zwischenantworten endlich beantwortet, gibt es dennoch keine Lösungsvorschläge

·       Man sagt, man müsse erst beim Verband nachfragen. Von dort erhält man dann meist eine „ablehnende“ Antwort, im besten „Juristen-Deutsch“.

So kann man wirklich keine konstruktive Interessenvertretung durchführen. Viele überlegen sich, ob sie ihre Zeit nicht besser verbringen könnten, ihre Ämter niederlegen oder nicht mehr kandidieren.

Gibt es einige nützliche Hinweise mit dieser Situation umzugehen?

Impuls-Geber: AK Genossenschaft von unten

Lösungs-Hinweise:

 

In unserem „Intro“ haben wir bereits wesentliche Teile unserer Antwort zusammengefasst. …

Wir wollen hier nur insoweit ergänzen, wie etwas missverständlich sein könnte. Zunächst geht es in Genossenschaften natürlich nicht um „Gegeneinander“, auch nicht zwischen den Gremien.

Aber das Selbstverständnis für wahres „Genossenschaften“ ist erheblich „unterentwickelt“. Dies hat verschiedene Ursachen. Eine davon ist hat wohl etwas mit (Selbst-) Bewusstsein zu tun. Prüft selbst: Ist „autoritäres Gehabe“, in welcher Form auch immer, eher ein Fall von „Schwäche“ oder ein Fall von „Stärke“?

Schaut euch auch genauer an, nach welchen Gesichtspunkten solche Gremien „zusammengewerkelt“ werden. …

So könnte man durchaus sagen: Viele Aufsichtsräte sind irgendwie Teil des „Geschäfts-Konzeptes“! …

Sobald in irgendeiner Form eine Art „Abhängigkeit“ besteht, minimiert das die Fähigkeit zur offenen/neutralen Wahrnehmung einer Funktion. Das ist bei Bankgenossenschaften besonders ausgeprägt, weil dort auch zugleich persönliche „Geschäfte“ (Kredite, etc.) einfließen…

Von besonderem Interesse ist deshalb, eine Art – vorgelagertes „Hearing“ durchzuführen, möglichst eine Zeit vor den offiziellen Wahlen. Diese „Hearings“ könnten z.B. mit „Fallbeispielen“ konkretisiert werden, zu deren Problem-Lösung“ der/ die Kandidaten befragt werden. Solche „Problemfälle“ kann man z.B. aus anderen Genossenschaften „entleihen“. Die Grundfrage wär z.B.:

·       „Angenommen, wir würden in unsere Genossenschaft folgendes Problem haben. Wie würden Sie/Du mit einer solchen Situation umgehen?“

 

Wenn wir sehen, wie oberflächlich die meisten Genossenschaftsmitglieder mit der „Kandidatenauswahl“ umgehen, wundert es kaum, dass man ein mehrfaches von Zeit damit verbringen wird, sich zu „ärgern“, statt vorausschauend etwas Zeit zu investieren, eine wirkliche „Personalauswahl“ für Gremien zu planen. …

Wir würden anregen, grundsätzlich über mehr qualifizierte Weiterbildung zu sprechen. Wie wäre es dazu mit einer „Weiterbildungs-Richtlinie“, in der festgelegt wird, welche Art von Weiterbildung, von wem durchgeführt, in welchem Umfang, erfolgen kann und wer das z.B. bezahlt. …

Wie wäre es z.B. einen Teil der „Ausschüttungen“ in einen „Qualifizierungs-Fonds“ fließen zu lassen …

  

Auch scheinbar hoffnungslose Fälle, führen wir zurück zur Geno-Quelle

 

Redaktion: Fachgruppe GenoGenial- im MMWCoopGo (Bundesverband der Cooperations- und Genossenschaftswirtschaft)   (info@menschen-machen-wirtschaft.de)

Unsere Experten für Quantenwissenschaft: QuantenInstitut (IWMC Internationale Wissenschafts-u. MedienCooperation) info@quanteninstitut.de