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GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen KOOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von Kooperation (Coop) verstanden. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig an-gepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination / Redaktion: Gerd K. Schaumann
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22.11.2015

Genossenschaft oder Fonds – Verständnis und Verständigung


Veranstaltungsreihe „Genossenschaft trifft Fonds“ des MMW Bundesverbandes Cooperationswirtschaft soll aufklären und Kompetenz zusammenführen.

In der Fondswirtschaft „verdaut“ man die Folgen zahlreicher Regulierungsmaßnahmen des Staates. Sicherlich waren zahlreiche staatliche Eingriffe im Interesse des Verbraucherschutzes gerechtfertigt, über die „Intensität“ und die Folgen wird weiterhin vehement gestritten. Zahlreiche Fonds-Strategen haben bei der Suche nach Alternativen längst nachvollzogen, dass Genossenschaften wahrscheinlich eine interessante Option sein könnten, längst nicht nur dazu dienend, um diesem „Druck“ auszuweichen.  „Heute in Fonds – Morgen in Genossenschaft?“ – eine solche Denkweise wäre jedoch wenig zielführend, sowohl für „Fonds-Strategen“, wie auch für wichtige Teile des Genossenschaftswesens. Denn das würde – zeitversetzt – den Verbraucherschutz erneut auf den Plan rufen. Eine Sichtweise „vertrauensbildender Verständigung“ entspricht dem Anliegen des MMW Bundesverbandes und seiner angeschlossenen Verbände. Spezielle Veranstaltungsreihen, sollen Vertreter beider Gruppen in einen regelmäßigen Diskurs bringen, um nachhaltig Vorteile für beiden Gruppen zu schaffen. MMW nennt das „Intelligente Cooperation“ (SmartCoop), weil beide Seiten – bewusst oder unbewusst – eine Allianz bilden, die entweder für beide Seiten Risiken oder für beide Seiten nachhaltige Chancen beinhalten.

Um den Diskurs zu erleichtern, besonders die speziellen Bedürfnisse und Anliegen der potenziellen „Neu-Genossenschaften und Neu-Initiatoren“ aus Fondsbereichen zu berücksichtigen wurde im MMW Bundesverband eine spezielle Fachgruppe „GrowthGeno“ eingerichtet. „Growth-Geno“ umschreibt, dass „Wachstum“ ein wesentliches Element ist, das diesen Genossenschaftsbereich kennzeichnet. Das bedeutet nicht – so für den MMW Bundesverband dessen Vorstand Gerd K. Schaumann -, dass andere Genossenschaften ohne „Wachstum“ sind. Wachstum bezieht sich besonders auf die Start- und erste Konsolidierungsphase solcher Genossenschaften, in denen die Bildung von Eigenkapital vorrangig ist, um geplante Investitionen realisieren zu können. Der Begriff „Wachstum“ bedeutet auch eine Andersartigkeit des Managements, denn es geht dort nicht – vorrangig - um Fachkenntnis bezogen auf Führung einer der bekannten Genossenschaftsarten, vielmehr sind „Querschnitts-Kompetenzen“ gefordert, die sich aus dem jeweils speziellen Förderzweck ergeben. Eine Agrargenossenschaft, Wohnungsbaugenossenschaft oder Energiegenossenschaft steht in enger Verbindung mit ihren (speziellen) Erfolgspotenzialen. Eine Wachstumsgenossenschaft benötigt jedoch eher ein Wissen über „Chancen-Potenziale“ allgemein. Die Führungs-Kompetenzen einer Wachstumsgenossenschaft sind eher finanzwirtschaftlich ausgerichtet, während das Management einer „Branchengenossenschaft“ besonders betriebswirtschaftliche und fachbezogene Elemente benötigt. Verkürzt könnte man sagen, dass Genossenschafts-Manager einen speziellen Markt kennen mussten, während genossenschaftliche „Wachstums-Manager“ eher „markt-indifferent“ ausgerichtet sind, die Wechselbereitschaft, sozusagen ein „Wandern zwischen den Märkten“ ihrem Management-Bild immanent sind.
Aber auch in einer weiteren Hinsicht hat eine „GrowthGeno“ eine „Spezialität“, wie Herr Haubold (Cooperative Consulting eG und Berater der Fachgruppe) erläuterte: In Genossenschaften gilt die gesetzliche Besonderheit der Verpflichtung zur Mitgliederförderung. Dieser Förderzweck ist jedoch nicht auf „Rendite“ (zuvörderst) ausgerichtet, sondern umfassender zu sehen.
Den Teilnehmer der MMW Auftakt-Konferenz „Fonds oder Genossenschaft?“ in Halle wurden dazu verschiedene Lösungsmodelle aufgezeigt. Da investierende Mitglieder den Förderzweck einer Genossenschaft eher nicht nutzen, könnte – eine von vielen anderen aufgezeigten Lösungsmöglichkeiten darin liegen, vorrangig „renditeorientierte“ Mitglieder im Staus eines investierenden Mitgliedes aufzunehmen.
Der Finanzmarkt-Experte Michael Oehme wies besonders darauf hin, dass das Kleinanlegerschutzgesetz eine „ertragsabhängige Vergütung“ (Provision) für Einwerben von Genossenschaftskapital ausschließt. Das dürfte viele „vertriebsorientierte“ Fonds-Strategen vor „unerwartete“ Probleme stellen. Oehme präsentierte – als beispielhaftes Lösungsmodell -eine verstärkte Ausrichtung auf „Online-Beziehungen“. Die Homepage mag ein Ausgangspunkt sein, die entscheidende Frage ist jedoch, wie werde ich überhaupt wahrgenommen, wie findet man ausgerechnet „mich“ oder „uns“. An einigen Beispielen erläuterte überzeugend Herr Oehme, wie wichtig auch eine professionelle, permanente Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist, ein Handlungssegment, das in dieser Form, sowohl bei Genossenschaften, wie auch bei Fonds, bisher relativ unberücksichtigt geblieben ist.
Herr Evertz (DEUS eG, Berater des Fachbeirates) stellte sein Konzept „Mit Zertifizierung überzeugen“ vor, das für Genossenschaften allgemein, für Growth-Geno im Besonderen von Bedeutung ist, weil damit eine verlässliche Grundlage für potenzielle Neumitglieder geschaffen wird. Das befristet erteilte Zertifikat (des zuständigen Prüfungsverbandes) berücksichtigt vor allem das Grundelement genossenschaftlichen Handels, die Mitgliederförderung.
Den Abschluss der Konferenz bildete ein Diskurs mit genossenschaftlichen Prüfungsverbänden aus dem Organisationsbereich des MMW Bundesverbandes. Hier sollte es vor allem darum gehen, die Prüfungsverbände in Stand zu setzen, verstärkt den Betreuungsaspekt in das Prüfungsgeschehen zu integrieren.
Das Resümee des MMW Vorstandes fasst Gerd K. Schaumann zusammen: Es hat sich gelohnt, frühzeitig aufeinander zuzugehen. Wir setzen auf Cooperation. Das ist am besten zu erreichen, wenn man miteinander direkt kommuniziert. Wir sind sicher, dass offene Worte und wechselseitiger Verständnisbereitschaft, wichtige Grundlage dafür sein, dass „GrowthGeno“ zu einem interessanten Genossenschafts-Element wird und wir freuen uns auf die Herausforderung, zum Gelingen beizutragen, Genossenschaften und Kapitalmarkt zu harmonisieren.
Dazu wird MMW weitere solcher Veranstaltungen anbieten. MMW ist dabei, sich als CoopPartner für „GrowthGeno“ anzubieten. Die notwendige Sach- und Fachkompetenz aufzubauen, wird dabei wesentlich vom MM-Fachbeirat „GrowthGeno“ getragen werden, in dem bereits jetzt Genossenschafts-Manager und Fonds-Manager – als SmartCoop - eng zusammen wirken.    
Der Fachbeirat „GrowthGeno“ wird seine nächste Fachkonferenz am 27.11.2015 im Raum Dessau-Roßlau durchführen. Adressaten sind vor allem bestehende Genossenschaften, denn auch diese sind tendenziell „GrowthGeno“, oder repräsentieren zumindest einige der Elemente von GrowthGeno. Anmeldungen bitte an: info@menschen-machen-wirtschaft.de
  
         



18.12.2011

EnergieGenossenschaften im Fokus von Versicherungen und Finanzdienstleistung

Makler berichten: Genossenschaftliche Prinzipien werden beim Vermögensaufbau für Kunden immer gewichtiger!

Dieser Entwicklung entsprechend hat der seit einiger Zeit regelmäßig stattfindende Direktkontakt im VerbändeNetzwerk der Deutschen Kooperations- und Genossenschaftswirtschaft (MMW),  zwischen Genossenschaften, Genossenschaftsverbänden einerseits und Versicherungen sowie anderen Finanzdienstleistungs-Gruppen andererseits, bereits gute Ergebnisse gezeigt, wie die MMW-Fachkonferenz „Kooperative Finanzierungsinstrumente“ in Leipzig deutlich zeigte.

Was vor zwei Jahren noch unvorstellbar war, ist heute zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die sich für alle Seiten vorteilhaft zu entwickeln scheint, so resümierte Gerd K. Schaumann vom Vorstand des MMW-Netzwerkes in seiner Begrüßungsrede. Gemeint war, dass es heute keine Berührungsängste zwischen Maklern, Versicherungen, Fondsakteuren und anderen Finanzgruppen mit Genossenschaften mehr gibt - besonders gilt das natürlich für den Energiesektor.

Im VerbändeNetzwerk gibt es inzwischen die fest installierte gemischte Fachgruppe „Kooperativer Vermögensaufbau“, in dem Vorstände und Aufsichtsräte von größeren Genossenschaften gemeinsam mit Verbandsvertretern und Vertretern der Finanz-, Versicherungs- und Kreditwirtschaft, neue Modelle zum Vermögensaufbau entwickeln. Dabei ist der selbst gewählte „Verhaltens-Kodex“ recht beachtlich, denn es geht nicht nur um irgendeinen Vermögensaufbau, sondern dieser Vermögensaufbau basiert auf ethischen, nachhaltigen, transparenten und ganzheitlichen Bezügen, er verbindet z.B. Teilhabe und Ertrag mit den Werten Klimaschutz und Atomausstieg.

Ein Vertreter eines Maklerverbandes brachte es auf den Punkt: Die Interessen unserer Kunden haben sich zum Teil dramatisch gewandelt. Während es früher ausreichte, auf eine relativ hohe Rendite zu verweisen, möchte der Kunde von heute, genau  wissen, welchem (guten) Zweck sein Engagement dient.

In einer Umfrage, die MMW jüngst in Kooperation mit über 15 größeren Maklerbüros durchführte, wurde deren Klientel nach der den vorrangigen Motiven bei ihrem privaten Vermögensaufbau befragt. Das Ergebnis war mehr als überraschend:  Wurde ein positiv besetzter Zweck, wie z.B. „Förderung des zügigen Umbaus der Energieversorgung in Richtung ……“  Erneuerbare Energien,   CO2-Reduzierung, rasche Reduzierung des Atomstroms, etc. angeführt, waren die Interessenten durchaus bereit, auch eine geringere Rendite in Kauf zu nehmen.

Auch wenn die Umfrage nur bei gut 350 Kunden erfolgte, die Teilnehmer der Fachkonferenz konnten die Tendenz der Ergebnisse in Bezug auf  ihre eigenen Branchen- bzw. Erfahrungsbereichen bestätigen.
Im VerbändeNetzwerk werden solche Umfragen zwar gern zur Kenntnis genommen, dennoch entsprechen sie nicht unbedingt den Zielen von MMW. Der Vorstand begründete das sinngemäß damit, dass es weniger Sinn mache, Rendite gegen Werte „aufzurechnen“, weil das wirtschaftlich unnötig sei, da z.B. Energiegenossenschaften inzwischen längst unter Beweis stellen, dass sie als Wirtschaftssubjekte schlechthin konzeptionell und ertragsbezogen attraktiv genug sind, um von den Menschen akzeptiert zu werden. Wenn zusätzlich auch gesellschaftlich Wertbezüge die Beteiligungsmotive zusätzlich steigern, sei allerdings dagegen nichts einzuwenden; nur sollte der Eindruck nicht erweckt werden, dass die Mitgliedschaft / Beteiligung an dieser oder jener Unternehmensform zuförderst an Wertbezügen festzumachen sei.

Eine solche Differenzierung würde aus Sicht von MMW den derzeit rasanten Zustrom in kooperatives Kapital möglicherweise unnötig blockieren. Ein Vergleich, ob Fonds-Engagement, Versicherungen oder Mitgliedschaften in Genossenschaften nun „besser“ sei,  eine solche Diskussion möchte man bei MMW nicht führen. Es geht nicht um gegeneinander, so das Fazit des MM-Vorstandes, sondern um einen offenen Wettbewerb, wo zukünftig das Vertrauen der Menschen bei ihrer Geldanlage hin tendiert. "Wir wollen die Menschen überzeugen, nicht überreden", so verlautete es bei MMW selbstbewusst zum Abschluss der Konferenz und man wertete es als wichtiges Signal für die Zukunft, dass immer mehr Makler, Versicherungs- und Finanzvermittler, sich darum bemühen, das „Geheimnis Genossenschaft“ zu erschließen.

Die Zeit scheint reif, für Neues Denken, so Gerd K. Schaumann, und wir bei MMW sind offen für neue Projekte, wie diese sich in dem begonnen Dialog mit einigen Versicherungen bereits abzuzeichnen beginnen.     

Anhand von ausgewählten Beispielen von Energiegenossenschaften wurde erläutert, dass eine Rendite von 8 und mehr Prozent auch dann gut zu erwirtschaften sein, wenn man sich marktüblicher Energie-Erzeugungs-Technik bediene.

Seit einiger Zeit bemüht man sich deshalb im VerbändeNetzwerk allerdings auch verstärkt um die Effizienz der Erzeuger-Technik.  Unter dem Slogan „Das Beste ist das Richtige für den Förderzweck“ (von Genossenschaften) wird inzwischen systematisch – in Verbindung mit Fachhochschulen und Ingenieurbüros – nach technischen Innovationen quasi „gefahndet“.

Der dem Netzwerk angeschlossene pvdp Prüfungsverband hat dazu eine „Wirkungsgrad-Analyse“ durchgeführt und die verschiedenen (marktüblichen) Erzeuger-Techniken untereinander und mit denen von Innovationen verglichen, die sozusagen kurz vor der Marktreife stehen.  Das Ergebnis war überzeugend: Wenn allein die „Stellschrauben“ Jahres-Stunden-Leistung und Wirkungsgrad (Input-Output-Relation) nur relativ geringfügig nach oben zu verschieben sind, lassen sich relativ problemlos Renditen auch von über 10% stabil erzielen, wobei auch gute Rücklagen zu bilden sind, den Unternehmenserfolg nachhaltig stabil zu machen. Dabei müssen auch keineswegs Kompromisse an guten CO2-Werten gemacht werden!

Da der Zusammenhang von Technik-Effizienz und Rendite für alle Teilnehmer der Konferenz signifikant und offenkundig war, wurde beschlossen, in die künftige Zusammenarbeit auch (innovative) Technik-Hersteller einzubeziehen, um Möglichkeiten zu prüfen, aussichtsreiche Entwicklungen systematisch zu forcieren, was z.B. auch die Gründung gemeinsamer Entwicklungsgesellschaften beinhalten kann.

Die nächste gemeinsame Fachkonferenz wird sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Finanzdienstleister-Richtlinie und Genossenschaften“ befassen.         




05.08.2011

Beteiligungen an ENERGIE-GENOSSENSCHAFTEN

Frage:

Ich höre viel über Energie-Genossenschaften und trage mich mit dem Gedanken, mich mit einem oder mehreren Anteilen an einer solchen zu beteiligen. Vor allem möchte ich damit auch einen Beitrag zum Energie-Umbau und Umweltschutz leisten und noch ein bißchen meine Rente aufbauen. Was spricht dagegen - Was spricht dafür?

Antwort:

Grundsätzlich würden wir sagen: "Wir vermögen eigentlich nur Vorteile zu erkennen".

Lass uns das kurz begründen:
  • Solche Energie-Genossenschaften sind nicht nur regional, sondern auch überregional tätig, manche haben einen landesbezogenen Schwerpunkt, andere bevorzugen eine bestimmte Technologie. Du kannst also inzwischen aus zahlreichen Angeboten, das für dein Interesse passende Angebot gut auswählen.
  • Es gibt Energie-Genossenschaften, die organisieren dir günstigen Energieeinkauf, andere sind eher als Energie-Erzeuger tätig, wieder andere unterstützen z.B. Gemeinden bei dem Bemühen, ihre Ausgaben für Energieerzeugung nicht unerheblich zu senken, Einsparungen von bis zu 40 % werden signalisiert. Du siehst, auch hier entwickelt sich eine Vielfalt von Ausrichtungen.
  • Im Gegensatz zu einem FONDS, der vielleicht in der Rechtsform einer AG&Co KG betrieben wird, in dem man Teilhaber als Kommanditist werden kann und der meist größere Einlagen erwartet (i.d.R. ab 50.000 EUR aufwärts), ist eine Mitgliedschaft in einer Genossenschaft schon bei wesentlich geringeren Summen möglich, was wahrscheinlich eher dem Interesse und den Möglichkeiten der Mehrheit der Bevölkerung entspricht. Und weil du - entsprechend deinen Möglichkeiten oder Erfordernissen - jederzeit deine Anteile erhöhen (auch recht zeitnah reduzieren) kannst, bist du sehr flexibel. Natürlich könntest du auch solche Höhen von Geldern einlegen, wie sie einem Fonds entsprechen - du hast die Wahl!
  • Bei einer Genossenschaft hast du die Möglichkeit mitzuwirken, wo und wie genau die Mittel eingesetzt werden; das kannst du direkt über deine Teilnahme an der jährlich stattfindenden Generalversammlung aller Mitglieder oder über einen durch die Generalversammlung gewählten Aufsichtsrat.
  • Die Genossenschaft als Rechtsform, gehört in Deutschaland zu den bei weitem sichersten Unternehmensformen. Mit einer gerade unwahrscheinlich klingenden Insolvenzquote von nur 0,1 % (!) ist sie fast als "insolvenzsicher" zu bezeichnen, was die Frage:  "Wie sicher ist mein Geld"? - bereits beantworten könnte
  • Recht unterschiedlich sind die "Renditen", die in einer Genossenschaft auf vielfältige Weise zustandekommen können, und nicht nur auf die Gewinnausschüttung begrenzt sind, denn Genossenschaften können auch Rückvergütungen an ihre Mitglieder auszahlen . Hier stellen wir erhebliche Unterschiede fest, was auch mit der Größe der Genossenschaft oder den konkreten Unternehmenszielen zusammenhängen kann. Das musst dir im Einzelfall näher erklären lassen, oft geben die Homepages auch dazu Auskünfte.
  • Die Marktprognose für Energie-Genossenschaft ist äußerst günstig, denn der Bedarf an Erneuerbaren Energien steigt ständig. Der Bedarf ist jedoch nicht nur der einzige Grund, denn das positive Image der Genossenschaften an sich, hat geradezu "boomartig" zugenommen. Einen Vergleich mit Anlagen in Banken, Fonds, Versicherungen, etc, müssen Genossenschaft längst nicht mehr scheuen, eher schein sich so etwas wie ein Gegenteil anzubahnen...
  • Eine vorteilhafte Besonderheit einer Genossenschaft wollen wir nicht unerwähnt lassen, das der Transparenz. Denn jede Genossenschaft in Deutschland muss - gesetzlich bestimmt - einem Prüfungsverband angehören, der jährlich unabhängig die Geschäftsentwicklung verfolgt, auswertet und darüber - natürlich besonders den Mitgliedern - berichtet. Dieser Prüfungsverband hat auch das Recht, z.B. an allen Generalversammlungen der Genossenschaft teilzunehmen und erstellt einen Prüfungsbericht; die Mitglieder werden also kompetent, offfen und unabhängig informiert.
Wir haben uns auf einige wenige  Punkte begrenzt, die dir aber bereits gut zeigen, warum wir dich vorbehaltlos zu einem Engagement in einer Energiegenossenschaft ermuntern können.

Hast du noch Fragen, dann wende dich einfach mit einer mail direkt an uns: inf@genossenschaftswelt.de  oder info@menschen-machen-energie.de

20.05.2011

GENOSSENSCHAFTEN werden immer populärer …

Als Prof. Kreibisch (Weltzukunftsrat) vor einiger Zeit im VerbändeNetzwerk Menschen machen Wirtschaft über wichtige ökonomische Trends referierte und Genossenschaften (sozusagen als strukturierte Kooperationen) in einem langfristigen, nachhaltig dynamischen Aufwärts-Trend sah, ahnten die Teilnehmer noch nicht, wie Recht Kreibisch behalten sollte.

Sicherlich haben äußere Einflüsse dazu mehr beigetragen, als notwendig, drohte doch das Land von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch zu einem „genossenschaftlichen Entwicklungsland“ zu verschlafen….

Hier soll es nicht um theoretische Ausführungen zum WARUM  und  WESHALB gehen, sondern soll am JETZT, den aktuellen faktischen Gegebenheiten angesetzt werden.

Vereinfacht ausgedrückt, waren Genossenschaft noch bis vor Kurzem als erfolgsorientierte Unternehmensformen so bedeutungslos, dass sie manche Kammer gar vergaß, überhaupt erst als Rechtsform für Existenzgründer vorzusehen und selbst Anwälte konnten es sich leisten, mit rechtlicher Inkompetenz zur „GENO“ zu brillieren …

Man „quälte“ und mühte sich ab, Genossenschaften zumindest in sozialen Sektoren als „salonfähig“ einzustufen, denn die Begriffe GENOSSENSCHAFT und ERFOLG schienen nicht so recht in die Wirtschaftslandschaft zu passen.

Das alles hat sich innerhalb von wenigen Jahren geradezu dramatisch schnell gewandelt, der Anstieg beim Verkauf der marktbeherrschenden Beck-Taschen-Texte „Genossenschaftsrecht“ eines großen deutschen Verlags ist mehr als nur ein Indiz.

Dies alles hat offensichtlich auch etwas mit einer neuen Wertehaltung in Wirtschaft und Gesellschaft zu tun: Kooperieren ist „in“! - Transparenz macht Sinn und Einfluss darauf zu nehmen, was mit dem eingesetzten (Eigen-) Kapital geschieht, zeugt von mehr Sensibilität und Selbstverantwortungs-Bewusstsein der Bürger.

Natürlich hat die Gründung von Energiegenossenschaften etwas mit aktuellen Ereignissen zur Atomsituation zu tun, aber das musste nicht automatisch zu einer Ansehensaufwertung von Genossenschaften führen, wäre auch in den bekannten Formen von „AG / GmbH & Co KG – Modellen“ gegangen.

Diese jedoch hatten sich in der jüngsten Vergangenheit nicht gerade als stabile Wert-Bildner geoutet, sodass die Kombination von Neuer Energie und „Fondsstruktur“ nicht zur Akzeptanz zu „vertreiben“ war. Die Vertriebs-Systeme merkten das recht schnell, kannten den Grund, aber waren irgendwie ohne Lösung.

Auch die „Genossenschafts-Traditionalisten“ schienen irgendwie befangen, denn diese neue Entwicklung schien nicht so recht konform zu gehen, mit dem, was Raiffeisen und Schulze-Delitzsch vor Jahrzehnten äußerten.

Und doch, Raiffeisen und Schulze-Delitzsch stehen ganz und gar dieser neuen Entwicklung nicht so fremd gegenüber, wie man meinen könnte, sofern man bereit ist, sie in die JETZ-ZEIT zu stellen. „Alle für einen – einer für Alle“ -  kann auch im „Ich für mich – Wir für uns“ wiedererkannt werden, eine Formel, in der individuelles Interesse und Gemeinschaftsgeist zu einem Synergieeffekt „mutieren“.

Nimm man moderne semantische Anleihen, so muss man erkennen, dass Begriffe wie SELBSTVERANTORTUNG oder TeamGeist wenig mit einem Menschenbild zu tun haben, das den Blick in Richtung „Opfer der Verhältnisse“ lenkt, sozusagen „betreutes Wirtschaften“ im Blick hat.

Diejenigen, die zuerst Wirtschaft und Ethik miteinander verbanden, bedurften dieser „Dritt-Betreuung“ nur wenig, eine Veränderung, die manche Gruppen nur schwer nachvollziehen wollen.

Banken, Versicherungen, Währung, etc., ehedem  verlässliche Größen für sichere Geldmehrung, mussten immer mehr passen, wer diese heute als „sicher“, „wertebewusst“ oder „effektiv“ tituliert, kann sich eines Schmunzelns gewiss sein.

Geübte Institutionen büßen dramatisch an Glaubwürdigkeit ein,  das Ansehen der Politiker und Banker  in der Öffentlichkeit befindet sich im untersten Bereichen der beruflichen Anerkennungs-Skala, Bürger die Politik durch Wahlenthaltung schlicht ignorieren, das alles fügt sich in eine Richtung der vermehrten Selbstorganisation.

Hinzu kommt, dass diese gesellschaftlichen Strukturen gewohnheitsmäßig als anonym und weit weg vom Einzelnen wahrgenommen werden – dies und noch einiges mehr signalisiert so etwas wie einen gesellschaftlichen Wertewandel in Richtung Kooperation („Was der Einzelne nicht allein vermag, dafür schafft oder bedient er sich fortan der Gruppe“).

Zugegeben, das Genossenschaftswesen lebt neu auf in diesem Umfeld, das beinahe so etwas wie einen Paradigmenwechsel andeutet, in dem das „Wir machen das schon für euch oder dich“ abgelöst wird von einem „Wir wollen das, und dafür suchen wir das richtige Umfeld“ (was wir auch kontrollieren und beeinflussen können).

Auch bei einer weiteren Ausdifferenzierung im Wertekontext der Gesellschaft, bieten kooperative Strukturen beste Antworten, sind bestens integrationsfähig.

Die neuen Theoretiker einer solchen Entwicklung sind noch nicht zu erkennen, die zeitgemäßen „Raiffeisens“ nicht in Sicht….

Das tut aber der Veränderung keinen Abbruch, denn hier ist  Wirklichkeit  schlicht und einfach das, „was wirkt“ (oder bewirkt).

Wenn Fonds-Manager ernsthaft darüber nachdenken, Investments zukünftig – zumindest   a u c h – in Form von Genossenschaften darzustellen, dann ist dies mehr als nur ein Aufbruch in neue Zeiten….

Was wäre das für ein Signal der Politik, in Deutschland das zu tun, was andere EU-Staaten längst getan haben: Genossenschaftliches und kooperatives Engagement gezielt zu fördern und damit nachhaltig zu stärken.

Die Adepten der Marktwirtschaft sehen wieder, dass Markt (im wohlverstandenen Sinn des Wortes) möglich wird … Was würde Ludwig Erhard wohl dazu sagen, wenn er heute Friedrich Wilhelm Raiffeisen begegnen würde …

Wir gehen wirklich spannenden Zeiten entgegen, Zeiten in denen die Mensch wieder in den Mittelpunkt kommen und nicht auf punktuelle Abstimmungen reduziert werden (Wahlen, etc.), sondern dabei sein können, wo sich etwas für sie Wichtiges ereignet…- z.B. beim schnellen Umbau vom Atom zu Beherrschbar, Nachhaltigkeit und zugleich auch noch preiswert …