Willkommen

GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen KOOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von Kooperation (Coop) verstanden. ...
Unser Berater in Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V.
Weitere Informationen zu den Themen Genossenschaften, Coop, CoopGo, SmartCoop, WirKraft-Werke, usw. finden sie z.B. auf der Homepage des Bundesverband MMW e.V. (Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft). Gern können Sie uns Ihre Fragen, Hinweise oder Beiträge zusenden.
Anmerkungen: Wir arbeiten mit der Kooperationsbewegung CoopGo zusammen. Sie ist unabhängig und überparteilich. Sie vereint Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft. Diese eint Vision und Erkenntnis, dass Kooperation den Menschen mehr entspricht als Konkurrenz. Deshalb gibt sie Anregungen für eine "Welt in Kooperation".
Kooperation - auf den Punkt gebracht - ist: Die geniale Erfindung des nachhaltigen VORTEILS für Menschen.
Zu den neuen Entwicklungen im Bereich Genossenschaften lohnt sich auch ein Besuch bei GenossenschaftsWelt - GenoNachrichten - CoopGo

Koordination: Gerd K. Schaumann

14.09.2021

WAS bzw. WO ist dieser Mehrwert - der Kooperationen und Genossenschaften unschlagbar erfolgreich macht? - Teil 1 -


 

Frage (Essenz)

Genossenschaften unterliegen – im Gegensatz zu anderen Rechtformen – einer (indirekten) Staatsaufsicht. Umgesetzt wird diese Aufsicht durch (Prüfungs-) Verbände. …

Unklar bleibt, worin diese „Besonderheit“ wirklich begründet liegt. Noch unklarer bleibt, worin der „Mehrwert“ für die Genossenschaften besteht. Wofür genau bezahlen die Genossenschaften – durchaus recht gutes Geld – an die Verbände? Und solche Prüfungen bringen welchen Nutzen, für wen und wodurch?

Eigentlich bringen solche Prüfungen für die Genossenschaften nichts Bedeutendes oder Wertvolles. Warum nicht? Weil das „Prüfungs-System“ völlig überaltert, innovationsarm bzw. wirklichkeitsfremd ist und weil das „Prüfungs-Personal“ kaum über Fähigkeiten verfügt, die wirklich zu „Mehrwert“ bei den Genossenschaften führen. …

Und das alles wird dann noch – völlig ohne Nutzen für die Genossenschaften, durch eine „Kammer“ überprüft, die Wirtschaftsprüfer betreut, aber nichts von „Kooperativen Mehrwert“ versteht …

So kann sich absolut kein innovatives Genossenschaftswesen in Deutschland entfalten, das eigentlich – weil kooperativ – anderen Rechtsformen überlegen sein sollte bzw. müsste. Aber genau dieser „kooperative Vorteil“ wird weder erkannt noch an Genossenschaften weitergeleitet. Es ist alles nur „banal“, nicht innovativ und schon gar nicht geeignet, um Genossenschaften zu „Leucht-Türmen“ für die Zukunft in unserem Land zu machen. …

Seht ihre eine Möglichkeit, diesen „Blödsinn“ in mehr Sinn zu verändern?   

Was wir jetzt brauchen, sind Genossenschaften, die aufgrund des „Kooperativen Gens“ (wie man sagt), endlich dieses auch zur Entfaltung bringen können. …

Die Staatsaufsicht scheint bestens dafür geeignet, dass Genossenschaften nie – auch nicht versehentlich – zu wirklichen bzw. „signalgebenden“ Kooperationen „mutieren“ können. …

Die „Konkurrenz-Gesellschaft“ lässt grüßen!

Fragt sich nur wie lange noch?

Antwort (Essenz)

Wir ermahnen immer wieder unsere Fragensteller, keine Kritik zu üben. Das ist unfruchtbar für beide Seiten. . …

Beginnen Sie in ihren Genossenschaften damit, gemeinsam mit den Mitgliedern, die „neuen Bilder“ zu kreieren; je deutlicher, umso besser.

Wir sehen ihre deutlichen Worte eher als Aufforderung, eine umfassendere – sektorale - Bestandsaufnahme durchzuführen. Das ist etwas anderes als Kritik. Eine Bestandsaufnahme wird benötigt, um daraus konstruktive Veränderungen abzuleiten. …

Wir sind euren Hinweisen nachgegangen, um Spuren zu finden, wie Genossenschaften (und auch andere Kooperationen) den augenscheinlichen  „Coop-Form-Vorteil“ (Mehrwert) zur Entfaltung bringen. Und das sogar dann, wenn Verbände und Politik diesbezüglich unwillig wären.  …

In diesem Zusammen spielt „QuantenManagement“ eine nicht unbedeutende Rolle, weil:

·         In kooperativen Unternehmen zu vermuten ist, dass eine stärkere und dauerhaftere „Bündelung“ (Synchronisation) der „Quanten“ (Energie-Teilchen) zu erreichen ist.   

In „nicht-kooperativen“ Unternehmen – so ist nachvollziehbar ebenfalls zu vermuten – muss diese (gerichtete) „Quanten-Bündelung“ immer wieder „künstlich“ erzeugt und ständig erneuert werden.

Man bedient sich dazu geschickter „Kunstwerkzeuge“. Dazu gehören z.B. alle Maßnahmen, die „motivationsbezogene“ Funktionen haben.

Solche Formen der „Aktivitäts-Mobilisierung“ haben zwar scheinbar den Menschen im Sinn, dienen jedoch stets (zuvörderst) den Interessen der Eigentümer. …

 Wir vereinfachen bewusst und nennen das – durchaus herausfordernd:

·         „Glänzender Lack auf dünnem Rost“.

Gemeint ist damit – vereinfacht gesagt – der Unterschied, der in der Personal-Psychologie als „extrinsische“ von „intrinsische“ Motivation bezeichnet wird. …

Die höchst interessante Folge:

·         Es werden geschickt die Grundlagen (Mechanismen)einer Konkurrenz-Gesellschaft aufrecht erhalten.

Bewusst oder unbewusst? …

Man modernisiert lediglich das „Betriebs-Klima“, damit es den Beschäftigten leichter fällt - was zu tun?

·         Im weitesten Sinne – und vor allem unbemerkt - dem Erhalt der Konkurrenz-Gesellschaft zu dienen. …

 

Wir fassen zusammen:

 

·         Jeder Mensch, der etwas beobachtet, seine Aufmerksamkeit auf etwas richtet, setzt – ob gewollt oder nicht gewollt – letztlich immer „Quanten“ (kleinste Teilchen)in Bewegung.

·         Er „steuert“ sogar diese „Teilchen“.

 

Das dazu stimmige „Quanten-Gesetz“, das z.B. auch für das Phänomen „Placebo“ sorgt, heißt:

 

·         „Quanten-Verschränkung“

 

Das „Geheimnis“ jedes Erfolges liegt also letztlich darin:

 

·         Diese „gerichtete Aufmerksamkeit“ bei so vielen Menschen, wie möglich (in einem Unternehmen)  zu synchronisieren und – quasi - stabil aufrecht zu erhalten.

 

Wir unterscheiden derzeit mehrere „Wirk-Ebenen“:

A.  Künstliche Erzeugung von „Synchron-Effekten“.

 

Das ist die Situation, wie sie in „Konkurrenz-Unternehmen“ besteht. Deshalb wird dort kräftig mit (künstlichen) Motivatoren nachgeholfen. Auch Seminare, die „Wohlfühlen“ etc. erzeugen sollen, gehören dazu. …

 

B.  Gemischte, d.h. variable  „Synchron-Effekte“.

 

Diese finden wir bei Unternehmen aller Rechtsformen, aber auch bei Genossenschaften, die lediglich vorgeben, dem Gesamt-Interesse zu dienen, was jedoch nicht von den „Teilhabern“ wirklich nachvollzogen wird (z.B. bei Banken). Hier wird die formale Identität der Interessen von den „Teilhabern/Mitgliedern“ nur bedingt nachvollzogen und damit auch nur teilweise in Wirkung gebracht.

 

C.     Natürliche „Synchron-Effekte“

 

Dies ist die Idealform von Genossenschaften und Kooperationen. Hier erkennen und vollziehen die Teilhaber – in Theorie und Praxis – nach, dass das „Gesagte“ identisch ist mit dem wirklich „Gemeinten“.

 

Abschließend noch einige kurze Hinweise:

 

·         Mitarbeiter-Beteiligung würden wir zunächst der Kategorie A. zuordnen wollen. Sie kann jedoch – je nach Ausgestaltung – durchaus auch zu Kategorie B. gehören.

 

·         Bewegungen, die mehr oder weniger intensiv mit „Wir-Kategorien“ arbeiten, jedoch trennen zwischen Beschäftigungs- und Teilhaber-Status, sind eigentlich „unbeholfene“ Versuche, die Vorteile der Kategorie zu erreichen, ohne jedoch diese wirklich „anbieten“ zu wollen oder zu können.

 

·         Genossenschaften würden wir erst dann in Kategorie C. sehen, wenn der formale „Teilhaber-Status“ auch nach innen wirklich – aus der Sicht der Menschen - gelebt und damit erfahren wird.

 

Fazit:

 

Quanten-Management adaptiert und integriert die Erkenntnis der Quantenphysik und ist somit „bewusster Beweger“ in Richtung des definierten Erfolgs.

Wer sich mit der Bedeutung „nachhaltig synchroner (gedanklicher) Zielausrichtung“ befasst, wird schnell erkennen,

·         dass und weshalb eine Kooperations-Gesellschaft“ die „intelligentere“ und damit auch erfolgreichere Form ist:

Richtig verstanden und angewandt, macht sie quasi ERFOLGE unvermeidbar, sofern bei den Teilnehmern/Teilhabern keine Zweifel an der Authentizität und Integrität der Ziele und Absichten besteht.

 

Hinweis:      

Ihr werdet sicherlich erkannt haben, dass wir eher indirekt oder (noch) nicht auf euere Fragen eingegangen sind.

Der wesentliche Grund dafür:

 

·         Wir haben mit Erstaunen festgestellt, dass weder sog. Genossenschafts-Institute, noch irgendein Genossenschafts- oder Prüfungsverband überhaupt die „Quanten-Einsicht“ nachvollzogen hat/haben.

Auch wenn diese Institutionen es – im Allgemeinen - „gut“ meinen, bleibt ein nachdenkliches Resümee, das wir in einer Frage kleiden:

 

·         Sollte es nicht wichtigste Aufgabe solcher Einrichtung sein, das Beste und Optimalste Erfolgswerkzeug zu Kennen und dann seinen Mitgliedern „anbieten“?!

 

Wenn es eine Genossenschaft oder Kooperation – trotz Information -„ablehnt“, damit zu wirken, ist das etwas völlig anderes, als dem „Kunden“ ein „Erfolgs-Potenzial“ vorzuenthalten. … 

Das werden wir im Folgebeitrag näher erläutern.

Ein – bewusst herausforderndes - Zwischenergebnis:

 

·         Wer die Grundlagen der Quanten-Steuerung nicht kennt bzw. diese ignoriert, kann nicht ernsthaft meinen, Genossenschaften bzw. Kooperationen „Erfolgs-Strategien“ anbieten zu können.

 

„QuantenKooperation“ – Ist die geniale Erfindung des nachhaltigen, ganzheitlichen Vorteils für Alle!

Redaktion: FG QuantenManagement im SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) „ThinkTank“ des MMW (Bundesverband der Cooperations- und Genossenschaftswirtschaft e.V.) i.V. mit Experten aus Theorie und Praxis des Kooperations u. Genossenschaftswesens.

 Kontakt: info@menschen-machen-wirtschaft.de

Unser Partner in Fragen des QuantenManagements: IMWC QuantenInstitut

  

04.09.2021

Wirksame Werkzeuge in Genossenschaften für einen Kooperativen Wandel.

 


 

Frage (Essenz)

In unserer Uni-AG wird immer wieder diskutiert, mit welchen „Werkzeugen“ der Coop-Wandel beschleunigt werden kann. Auf was sollte man z.B. bei der Gründung einer Modernen Genossenschaft besonders achten, um im konsequenten Miteinander auf Erfolgskurs zu kommen und zu bleiben? Wir wollen anders sein, als allgemeine „Startups“. …

Was wäre zu tun, was wäre zu vermeiden?

Antwort (Essenz)

Die „frohe Botschaft“ lautet:

·       Alles wird einfacher, alles geht leichter.

Klingt irgendwie so, als sei plötzlich „Magie“ oder „Zauberei“ ins Spiel gekommen?! …

Klingt zwar so, ist es aber eigentlich nicht. Wir lehren lediglich das „Überschreiten“ von „Denk-Grenzen“, die uns – bewusst oder unbewusst – die traditionellen Wissenschaften auferlegen; besser: wir uns (unbekümmert) selbst auferlegen lassen. …

Lasst uns ganz einfach beginnen und fragen: Warum sagen wir:

·       „SEI der Erfolg“

oder

·       „Sei das Ergebnis, das du beabsichtigst?

Wir sagen nicht:

·       Tue dies, dann das, dann wieder jenes und wenn das logisch ist, steht am Ende der erwünschte Erfolg. …

Wir sagen aber auch nicht:

·       Es geht ohne Tun.

Natürlich funktioniert auch „Tun“ und  funktioniert „Logik“ oder „Planen“.

Das kennt ihr, das wird schon in der Schule gelehrt. Und wenn es dann doch nicht funktioniert, dann hast du irgendwo „unterwegs“ eben einen Fehler gemacht oder eben nicht genug für den Erfolg getan. …

Wir nutzen z.B. quantenhaftes Denken. …

Setzen wir voraus, dass z.B. der Begriff „Placebo-Effekt“ bekannt ist.  Was „tut“ dieser Beobachter?

Er richtet seine Aufmerksamkeit auf das von ihm „definierte“ Ergebnis. Der „Glaube“ des Patienten (an die Lösung mittels einer besonderen „Pille“) ist vollständig gegeben und das erwartete Ergebnis tritt tatsächlich – wie von dem Patienten „geglaubt“ - bei ihm auch ein.  

Hier versetzt der

·       „Glaube – an den erwarteten Erfolg - die Berge“.

Aber auch hier gibt es natürlich einen „Absender“, einen „Beobachter“ des erwarteten Erfolgs. Selten ist dieser „Adressat“ bekannt. Das beabsichtigte Ergebnis ist sozusagen „allgemeiner adressiert. …

Wichtig zu erkennen:

Es gibt kein „TUN“, es gibt nur das „SEIN“. Alles sind sozusagen „absichtsvoll geformte Gedanken“.

Der „Glaube“ des „Patienten“ ist ebenfalls kein „TUN“, es ist „SEIN“ (gesund sein). …

Nach den Regeln unserer „materiellen“ Welt, der Welt des „Tun“, dürfte es eigentlich „Placebo“ nicht geben. …

Die Besonderheit von sog. Doppel-Blind-Effekten lassen wir hier unbeachtet, uns genügt der Effekt an sich. ….

Was geschieht aber nun, wenn wir sagen:

·       SEI bereits das Ergebnis, also das, was du erwartest (bevor du etwas tust)?

Hier wirkt das „Resonanz-Gesetz“ oder auch als „Gesetz der Anziehung“ (law of arraction) bekannt.

Auch hier wirkt die „Quantenverschränkung“. Der (feste) Glaube ist quasi wie ein „Magnet“, der sozusagen absichtsvoll die absichtsvoll (bildhaft) „formatierten“ „Quanten“ in sein Energiefeld „zieht“. …

 

Wir wollen noch kurz auf das „Gegenteil“ von absichtsvollen Erschaffen eingehen, nennen wir das mal „unbeabsichtigtes Verhindern“ von positiven Ergebnissen:

Der absolute „Hits der Verhinderer“ sind „Zweifel“, Kritik und – wie auch immer begründete – Ängste. …

Achtung: Auch sie sind eigentlich „Beweise“, dass „Creation“ funktioniert.

Achtet genau darauf, was mit den „Quanten“ passiert.

·       Bei den „Zweifeln“ wird die „Quantenverschränkung“ sozusagen (unbeabsichtigt) „gekappt“.

·       Bei „Kritik“ fließt die „Quanten-Energie“ (unbewusst) sozusagen in die „falsche“ Richtung. Der Effekt: Wir stärken das, was wir eigentlich eher „schwächen“ wollten.

·       Bei „Angst“ blockieren wir sozusagen den „Fluss der Quanten“ zum beabsichtigten „Ziel“. …

Nutzen wir einfach unsere Erfahrungen mit dem uns bekannten Routenplaner:

·       Der funktioniert nur, wenn wir das Ziel eingeben, also wo wir wirklich hin wollen – nicht wohin wir nicht wollen. Ändern wir das Ziel, kommen wir eben zu dem veränderten Ziel. ….

Alles klar:

Die Quanten-Gesetze funktionieren immer und immer präzise!

·       Also achtet bitte stets darauf, konsequent nur bei euren wirklichen Absichten zu bleiben  ….

Hinweis:

Der Kooperative Wandel ist wesentlicher Teil des Bewusstseins-Wandels.

Redaktion: FG „EinsSichten – Einsichten zur Effizienz des Kooperativen Wandels“ im IWMC QuantenInstitut (Internationale Wissenschafts- und Medien-Cooperation zur „quantenpysikalischen“ Erforschung des „Kooperativen Wandels“). info@quanteninstut.de

In Fragen der Kooperation werden wir vom SmartCoop-ForschungsInstitut – „ThinkTank“ des MMWCoopGo Bundesverbandes für Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft  e.V., beraten.

 

18.08.2021

Verfassungsrechtliche Bedenken bei der Verschmelzung von Genossenschaften. Die Lösung: Kooperation statt Verschmelzung!


 

Der Kern des Themas:

Die Anzahl der Genossenschaften in Deutschland scheint zu stagnieren, während in anderen Ländern der EU die Genossenschaften enorm aufwachsen. Vergleichen wir Deutschland (unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bevölkerungszahlen) mit Frankreich oder Italien, dann ist zu konstatieren: Wir sollten ca. 35.000 bzw. sogar 81.000 Genossenschaften in Deutschland haben. Tatsächlich sind es jedoch nur zwischen 7.700 bzw. 8.000 (!). Einer der Gründe, weshalb der Zuwachs an Genossenschaften stagniert, ist eine systematische „Verschmelzungs-welle“. Dabei entsteht ein interessantes Paradoxon: Die „Gralshüter“ des Genossenschaftswesens scheinen sogar aktiver „Motor“ in diesem „Genossenschafts-Verschmelzungs-Monopoly“ zu sein. Deutlich dabei erkennbar: Das Verbandsinteresse.

Das wäre vielleicht nicht zu kritisieren, wenn dabei nicht originäre Mitgliederinteressen zur Disposition gestellt würden. Um solche und ähnliche – gewiss unbequeme – Vorhaltungen auszuräumen, sollten alle Seiten ein virulentes Interesse daran haben, zumindest Klarheit zu bekommen, dass so etwas verfassungsrechtlich in Ordnung ist. Eine Vertreterversammlung ist die Ausnahme, das Original ist und bleibt die Mitgliederversammlung (Generalversammlung). Wie wäre es, wenn alle Seiten erkennen würden, dass jetzt das Verfassungsgericht Klarheit bringen sollte. Der Beitrag ist nicht „für“ oder „gegen“ jemand, er dient einzig dazu, die Rechte der Souveräne in Genossenschaften (die Mitglieder) wieder zur Geltung zu bringen. Wie wäre es, wenn sich ALLE,  die qua Gesetz sich um ein zukunftsfähiges Genossenschaftswesen in Deutschland bemühen wollen, jetzt einen würden:

·         Gemeinsam Klarheit zu bekommen über die Stellung der Souveräne, die Mitglieder in den Genossenschaften!

Denn: Nur um die Mitglieder kann es gehen!

Wir laden alle Politiker, Verbandsfunktionäre, Vorstände, Aufsichtsräte und Mitglieder in Genossenschaften ein - hier und jetzt - mittels Verfassungsbeschwerde Klarheit zu schaffen. Was den deutschen Genossenschaften jetzt am wenigsten nützen würde ist:

·         Der bittere Nachgeschmack, Genossenschafts-Verbände könnten selbst ein Teil des Problems sein.

Das würde automatisch die Kräfte stärken, die seit längerem die Frage stellen:

·         Wäre es nicht dringend notwendig, das deutsche Genossenschaftsrecht endlich an die EU-Standards anzugleichen? …       

Frage (Essenz)

Ich bin Mitglied einer Genossenschaft, die nunmehr beabsichtigt, mit einer anderen Genossenschaft zu verschmelzen. Aufgrund dieser beabsichtigten Verschmelzung, deren Sinn ich und viele andere Mitglieder nicht erkennen,   habe ich – in Abstimmung mit anderen Mitgliedern – Vorstand und Aufsichtsrat gebeten, die Gründe - aus der Sicht der Mitglieder - für diese Maßnahme darzulegen. Dies ist jedoch abgelehnt worden und man verweist auf die Gesetzeslage, wonach die Vertreterversammlung zu entscheiden hätte.

Wir haben jedoch Zweifel, ob die Vertreterversammlung überhaupt befugt sein kann, faktisch über eine Auflösung unserer Genossenschaft zu entscheiden.

Sicherlich ist es gesetzlich möglich, eine Vertreterversammlung statt einer Generalversammlung (Mitgliederversammlung) einzurichten. Das Gesetz sieht aber auch vor, dass jederzeit die Vertreterversammlung wieder in eine (übliche) Generalversammlung „zurückgewandelt“ werden kann. Zahlreiche Mitglieder haben Bedenken, ob eine Vertreterversammlung überhaupt hinreichend befugtt sein kann, komplett die ursprüngliche Genossenschaft sozusagen aufzulösen. …

Ich und alle anderen Mitglieder sind in unsere Genossenschaft eingetreten, weil sie sich mit ihr identifiziert haben. Sie wären sicherlich kaum Mitglied geworden in einer weitaus größeren Genossenschaft, die unseren ursprünglichen Interessen kaum mehr entsprechen kann.…

Wir haben den Vorstand aufgefordert, zu einer Informationsveranstaltung einzuladen, was abgelehnt wurde, ebenfalls mit dem Hinweis, die „Vertreter“ wären informiert und das würde ausreichen.

Nunmehr ist erkennbar, dass man sogar mit Prozessen droht, wenn Mitglieder mit Mitgliedern in Kontakt treten wollen. Es werden Maßnahmen der Einschüchterung eingesetzt. Sogar der Datenschutz wird funktionalisiert. Das sind alles Maßnahmen, die einer Genossenschaft unwürdig sind und man argumentiert mit „Datenschutz“. Er dient aber nicht dem Schutz der Mitglieder und soll Angst auslösen, damit sich in der Mitgliedschaft kein „Widerstand“ formieren kann, der dazu führen könnte, dass die Genossenschaft letztlich doch eigenständig bleibt. …

Wir machen einzig von unseren Rechten als Mitglieder Gebrauch. ….

Inzwischen haben wir den Eindruck, dass es eigentlich nicht um das Wohl unserer Genossenschaft geht, sondern um die Interessen Dritter, in diesem Fall wohl die Verbände. …

Mit dem Vollzug einer Verschmelzung, wird unsere ursprüngliche Mitgliedschaft zur Genossenschaft A derart gravierend verändert, dass es angemessen wäre, wenn dazu alle Mitglieder besonders informiert und das Votum aller Mitglieder eingeholt würde. Nur dann wäre es z.B. möglich, dass die Mitglieder den von ihnen gewählten Vertretern Hinweise und Aufträge erteilen könnten. Bei der damaligen Wahl der Vertreter wurde den Mitgliedern nicht mitgeteilt, dass innerhalb der Wahlperiode diese Vertreter befugt sein könnten, sogar über eine Verschmelzung unserer Genossenschaften mit weitreichenden Folgen zu entscheiden. Es ist zu bezweifeln, dass die Zusammensetzung der Vertreter in der jetzigen Form überhaupt zustande gekommen wäre, wenn damals bekannt gewesen wäre, dass innerhalb der Wahlperiode quasi „Auflösungsentscheidungen“ bezüglich unserer Genossenschaft zu treffen wären. …

Es kann nicht hingenommen werden, dass z.B. bei solchen Entscheidungen einer Aktiengesellschaft, alle Aktionäre an der Entscheidungsfindung und Willensbildung teilnehmen können, während man in einer Genossenschaft fast alle Mitglieder ausschließt und die Entscheidungen von wenigen „Vertretern“ getroffen werden. …

Wir sehen insbesondere folgende Probleme, bei denen massiv in unsere Grundrechte (z.B. Eigentum, Vereinigungsfreiheit) eingegriffen wird:

·         Ohne Mitwirkungsmöglichkeit der Mitglieder wird ihre Genossenschaft sozusagen aufgelöst. Daraus entstehen zahlreiche Nachteile, auf deren Vermeidung die Mitglieder jedoch kein Recht haben, einzuwirken.

·         Man kann durchaus sagen: Das Grundrecht jedes Mitglieds auf Vereinigungsfreiheit wird durch eine Verschmelzung ausgehöhlt.

·         Außerdem erfolgt ein enteignungsgleicher Eingriff, denn für den Fall einer Auflösung unserer Genossenschaft (z.B. Liquidation) wären die Mitglieder durchaus am aufgebauten Gesamtvermögen beteiligt.

Außerdem gibt es genügend Möglichkeiten, andere Formen zu wählen, um ggf. unsere Genossenschaft zu stärken. Diese wurden jedoch überhaupt nicht zur Wahl gestellt. Es wird zwar behauptet, ist aber nicht bewiesen, dass eine Verschmelzung der beste und einzige Weg ist, um dauerhaft unsere Genossenschaft zu sichern. …

Wir haben den Eindruck, dass die Verschmelzung gezielt von außen „gesteuert“ wird und es nicht um die „Sorge“ um unsere Genossenschaft und/oder die Mitgliederinteressen geht, sondern um Interessen Dritter.

Wir erkennen immer mehr, dass „Verbandsinteressen“ vorrangig und Mitgliederinteressen nachrangig Bedeutung haben. …

So kann die grundgesetzlich geschützte Vereinigungsfreiheit einfach nicht gemeint sein!

Wie wäre dazu Ihre Meinung? 

 

Hinweis:

(Der Geamttext wird in der Zeitschrift ZfuGK veröffentlicht)  

Redaktion: Fachgruppe  Genossenschaftskommentar im SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) dem ThinkTank des MMWCoopGo Bundesverband der Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft e.V. (i.V.m. Experten aus Theorie und Praxis) www.bundesverband-mmw.de   gks@menschen-machen-wirtschaft.de