Willkommen

GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen KOOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von Kooperation (Coop) verstanden. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig an-gepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination / Redaktion: Gerd K. Schaumann
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04.05.2019

Genossenschaften – Lediglich die „Grundschulen“ für Kooperationen?



Junge Menschen sollten, dürfen, müssen kritisch sein …


Bereich
Genossenschaften - Perspektiven

Frage
- Auszug -

Als Student der Wirtschaftswissenschaften habe ich „Bauchschmerzen“, wenn manche Menschen bereits „feuchte Augen“ bekommen oder sich als etwas „Besonderes“ fühlen, nur weil sie in einer Genossenschaft Mitglied sind. …
Genossenschaften, die ich im Rahmen einer „Hausarbeit“ im Studium besucht und interviewt habe, konnten mich nicht davon überzeugen, „Genossenschaften“ eine Art „Human-Management-Heiligenschein“ zu verleihen …
Gewiss, es gibt bei der einen oder anderen Genossenschaft schon Tendenzen, mit Mitgliedern bzw. Mitarbeitern etwas anders umzugehen, aber das nahm in der Tendenz ab, je größer die Genossenschaften sind. …
Wenn ich z.B. Mitglieder danach fragte, wie aktiv sie in die Zukunftsentwicklung ihrer Genossenschaft einbezogen seien, wie die Mitgliederförderung aussehe, etc. war ich recht erstaunt, wie wenig „bewusste“ Genossenschaftler ich antraf. Sprach ich jedoch mit Vorständen, Aufsichtsräten oder gar Verbandsvertretern, wurde mir eine völlig neue (andere) Welt erzählt. Bei denen erfuhr ich „Phantasien“, fast wie aus einem Lehrbuch der „Politischen Ökonomie des Sozialismus“. …
Besonders deftig war meine Enttäuschung, wenn ich Fragen nach modernen Managementkonzepten stellt, besonders solchen, die auf den Genossenschaftsbereich „zugeschnitten“ sind. Bah – überall nur „Bla. Bla oder heiße Luft. …
Die erzählten alle gern über „Prüfungspflicht“, Aufsicht und sonstigen politischen Vorgaben und Vorteilen, nie von MENSCHEN, um die es eigentlich geht. Und von „mittelfristiger Unternehmensplanung“ haben zwar einige schon gehört, aber keine einzige Genossenschaft hatte wirklich eine, die man als solche bezeichnen könnte. …
Ich habe in Genossenschaften viel über Recht und Rechtsform gehört (viel mehr als in anderen Rechtsformen!) , aber wenig über die ökonomischen und humanen Vorteile. …
Eigentlich wollte ich den Nachweis erbringen, dass Genossenschaften so etwas wie eine „Hochschule für Kooperation“ sein könnten. Diesen Ansatz habe ich fallengelassen und besser nicht weiter thematisiert. …
Meine Erfahrungen zusammengefasst könnten vielleicht so lauten:
„Genossenschaften sind gerade mal wie Grundschulen. In Grundschulen werden die Schüler mit den Lerngrundlagen für den weiteren Schulweg vertraut gemacht. …
Überträgt man diesen „Film“ mal auf Genossenschaft und Wirtschaft, könnte man das so ausdrücken:
Genossenschaften sind die Grundschulen“ für Kooperation. Hier erfährst du – hoffentlich wenigstens das – wie die Grundlagen für echte Kooperationen aussehen. Genossenschaften bieten höchstens den Grundschulabschluss für Kooperations-Unternehmen, den Sekundarabschluss, gar die Hochschulreife oder ein Master … - das musst du dir – wenn du willst oder kannst, besser selbst beibringen …
Stell dir vor, eine Art „Kooperations-Abiturient“ käme in eine Genossenschaft und sollte – aufgrund seiner Erfahrungen seinen Kommilitonen ein Unternehmen empfehlen, in dem man gut arbeiten könnte oder einen Startup in Genossenschaft zu beginnen. …
Macht euch endlich selbst ein Bild, wie es wirklich um „St. Geno“ aussieht und hört auf damit, andere Unternehmen, wegen ihrer Rechtsform an den Pranger zu stellen. …
Auch wenn dort sicherlich nur scheinbar der Mensch im Mittelpunkt steht und die fortschrittliche Unternehmensführung jederzeit von den „Entscheidern“ gekippt werden kann. Auch wenn „Management in Konkurrenz“ nie wirklich den Menschen im Blick hat – trotz alledem – man bemüht sich wenigstens. Bei Genossenschaften suchte ich sogar solche „Papiere“ vergeblich. …    

FragestellerIn: Student der Wirtschaftswissenschaften, engagierter „Nachwuchspolitiker“

Antwort
(Auszug)

Wie Sie sehen, treffen Ihre Befürchtungen in Ihrem Brief an uns nicht zu. Wir veröffentlich durchaus – wie Sie es formulieren – „kritische“ Beiträge und fügen hinzu: „Kritisch plus konstruktiv“ wären uns noch lieber gewesen … Aber das wird/kann noch werden. …
Genossenschaften „schön zu reden“, wäre so ziemlich das „Dümmste“, was man tun sollte, denn „Genossenschaften“ sind lediglich eine „Hülle“ bzw. Rechtsform, wie eine AG oder GmbH auch. Kein Mensch käme auf die Idee, zu meinen, dass die gewählte Rechtsform irgendetwas mit dem angestrebten Unternehmenserfolg zu tun haben könnte. Die gewählte „Hülle“ sollte allerdings auch nicht behindern. …
Auch käme niemand auf die Idee, einen „GmbH-Verband“ eine besondere Bedeutung beizumessen. Diese – z.B. (Lobby-) Aufgaben – übernehmen „Wirtschaftsverbände“, oftmals auch Kammern. Und wenn es um wirtschaftliche Angelegenheiten geht – was zu vermuten ist bei Unternehmen, unabhängig von ihrer Rechtsform – dann spricht man – falls das nützlich sein könnte - natürlich mit Abgeordneten, die für den Bereich Wirtschaft zuständig sind, um den es gerade geht. …
Bei Genossenschaften – vor allem deren Verbänden – scheint diese Sicht noch nicht besonders gut ausgeprägt zu sein, außer bei Banken und Wohnungsbau, denn diese „unterhalten“ sich lieber über Rechtsfragen …
Kommen wir zurück auf Ihre Kritik. …
Lassen Sie uns in zwei – fiktive – Gründungssituationen „einsteigen“. Nehmen wir dazu – um es für Sie einfacher zu machen – an, dass es sich in beiden Fällen um Initiativen von Studenten Ihrer Universität handelt:

  1. Die Gruppe 1 – bestehend im Kern aus 5 Studenten - überlegt sich, gemeinsam ein Unternehmen zu initiieren, z.B. ein Beratungsunternehmen für „Stopp den Absentismus“. Sie finden es als eine „Geniale Geschäftsidee“, denn das „Kranksein aus Frust“ verursacht für Unternehmen und Krankenkassen „Millionen-Kosten“, Jahr für Jahr. Und genau dazu haben Sie jetzt den „wirksamen Weg schlechthin“ gefunden. Ihre potenziellen Kunden sind schnell definiert: Unternehmen mit hohen „Krankheits-Ständen“ (vor allem Montags) und die Krankenkassen, die bei längeren Abwesenheitszeiten „einspringen“ müssen.
  2. Die Gruppe 2. Sie besteht aus 2 Studenten ihrer Hochschule (Fachbereich Wirtschaft), 2 Studenten aus einer Fachhochschule für Technik (150 Km von Ihrer Uni entfernt – alle männlich). Außerdem kommen hinzu 3 Mädchen, die in einem Handwerksbetrieb Facharbeiterinnen für Holztechnik sind. Die drei Frauen arbeiten in einer großen Tischlerei, die wiederum ca. 100 Km von beiden Hochschulen entfernt liegt. Alle – also 7 Personen - haben sich im letzten Urlaub gut befreundet. Das Problem der Frauen: Ihre Arbeitsplätze sind vakant, denn es gibt keinen Unternehmensnachfolger. Der Tischlermeister scheint gezwungen, den Betrieb „aufzugeben“. Das sehen – zumindest die Frauen und 2 Studenten - völlig anders. 2 Studenten sind jedoch unschlüssig, denn als „umweltbewusste“ Menschen, gefällt ihnen einiges nicht, womit die Tischlerei derzeit arbeitet, z.B. beim Holzschutz. …

Na, wie wäre dazu Ihre Lösung?
Wir wollen gern einige Impulse für Ihre – hoffentlich intensive Diskussion miteinander – geben …

Fall-Beispiel A.

Bei Fall A. sieht alles wirklich recht einfach aus, sofern Konsens über den „Markteintritt“ besteht und jeder die Rolle findet, bei der er oder sie sich „angesprochen“ fühlen. Das Startkapital wäre überschaubar und man kann bereits zeitnah an eine Umsetzung denken. …
Viel spricht dafür, dass jede Person (zunächst) prüft, ob sie (freiberuflich) selbständig mitwirkt und man sich insgesamt mittels einer gemeinsamen Firma am „Markt“ präsentiert. Dann könnte man eine Genossenschaft gründen und bestellt – was durchaus (theoretisch) möglich wäre – 5 Vorstände. Problem dabei: Man müsste weitere Personen einbeziehen, denn eine solche Genossenschaft benötigt zwar keinen Aufsichtsrat, aber eine/ Bevollmächtigte/n der Generalversammlung, was natürlich nicht ein Vorstand sein kann/sollte/dürfte?  Man ist unter sich und wird deshalb eine Lösung finden, die alle zufriedenstellt – zumindest solange, wie das TEAM wirklich sich als TEAM versteht. Natürlich gibt es für diesen Fall eine „genossenschaftliche Lösung“, die wir hier nicht weiter thematisieren wollen …
Etwas „komplizierter“ sieht die Lösung aus, wenn man das Thema „Sozialversicherungspflicht“ intelligent berücksichtigen will bzw. muss …

Wenn alle „Teilhaber“ in allen wesentlichen – personellen und unternehmensbezogenen Fragen synchron sind, würden die Gründung einer „Beratungs-Genossenschaft“ die einfachste „Lösungs-Form“ sein.

Wir erinnern Sie – rein vorsorglich – an Ihre Kritik. Genossenschaften sind „nur“ die Rechtsform, nicht das Unternehmen an sich …
Insoweit können wir Ihre Kritik an der „Politik“ von Genossenschaftsverbänden gut nachvollziehen, denn von dort können Sie kaum wirklich Wichtiges für den genossenschaftlichen Unternehmenserfolg erfahren. Bedauerlich auch, dass dieses (kooperativen) Geschäftsfeld erst wenige Unternehmensberater für sich entdeckt haben …

Fall-Beispiel B.

Um zu dieser Situation einen sinnvollen Beitrag leisten zu können, muss es – im Vorstadium - zu  intensiven Begegnungen zwischen allen potenziell beteiligten Personen kommen. Die Mitwirkung eines „sachverständigen“, und neutralen Coachs wäre sicherlich angebracht, auch wenn das etwas „Geldeinsatz“ erfordern könnte. …
Die Biographie aller Beteiligten ist höchst unterschiedlich, sodass auch die Erwartungen unterschiedlich, divergent oder gar sachfremd sein könnten, wahrscheinlich sogar, eher sein werden. ….
Wir würden uns ungern ähnlichen Vorwürfen aussetzen wollen, dass das „kooperative Niveau“ von Genossenschaften – zumindest die, die Sie selbst beurteilt haben – nicht über „Grundschul-Maßstäbe“ hinausgeht. Das würden wir aber vermutlich tun, wenn wir – quasi vom „grünen Tisch“ - aus „Handlungsempfehlungen geben würden.
Lassen wir hier auch mal die „Feinheiten“ beiseite, wie z.B. die Frage zu stellen, welche „Vergleichsmaßstäbe“ Sie bei Ihren Untersuchungen in Genossenschaften nutzten. Tatsache ist, dass bisher so etwas wie  „Handreichungen für Manager in Genossenschaften“ nicht wirklich vorgelegt wurde (zumindest ist uns keine bekannt).  Auch ist uns nicht bekannt, dass es andere Veröffentlichungen oder Untersuchungen gäbe, die sich mit diesem Thema lösungsorientiert auseinander gesetzt hätten.
Man scheint – in der Tat – im Coop-Bereich - so zu tun, als würde problemlos  Management-Konzeptionen von/für „Konkurrenz-Unternehmen“ auf  „Kooperations-Unternehmens“ zu übertragen sein.
Wer eine solcher Idee anhängt, hat wirklich „Kooperation“ nicht verstanden und tut auch Genossenschaften keinen Gefallen, weil damit – um nur ein Beispiel zu nennen – die wichtigste Erfolgs-Basis jeder Kooperation, die „WIR-KRAFT-VORTEILE“ - leichtfertig und unnötig - verspielt werden. …

Auf einen weiteren Punkt – auf den Sie bei unserem Telefonat hinwiesen – wollen wir noch kurz eingehen. Sinngemäß äußersten Sie, dass es wohl einen Unterschied gäbe, wie eine Genossenschaft (oder ein Coop) ihr Selbstverständnis sähe, besonders aus Sicht der Initiatoren oder Entscheidungsträger. Sie sprachen zwei Wege an, die zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen würden bzw. könnten, womit Sie sicherlich Recht haben:

Weg a.

„Wir machen das FÜR euch“

Weg b.

„Wir machen das MIT euch“    
      
Hierbei handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Konzepte.

Weg a.

Dieser führt vielleicht zu einer Genossenschaft, an der Menschen beteiligt sind. Durchaus ein nicht unwichtiger „Einstieg in den (kooperativen) Umstieg“, aber mehr nicht, weil die „WIR-VORTEILE“ nicht gesehen und wahrscheinlich auch dann nicht genutzt werden.

Weg b.

Dieser Weg stellt die beabsichtigten „WirKraft-Vorteile“ in den Vordergrund.
Problem ist, dass hierfür eine verbindliche ZIEL-KLARHEITS-SYNCHRONISATION erforderlich ist.
Vereinfacht gesagt, befinden wir uns dann in einer Situation, die man oft bei (Partnerschafts-) Beziehungen vorfindet. Eine Partnerschaft kann nur wirklich funktionieren, wenn bei keinem der Partner ein „ungestilltes Bedürfnis“ nach etwas besteht. „Wenn wir zusammen kommen, dann ….“
Wer aus dieser Position eine Beziehung anstrebt, wird sich auch auf ein baldiges Scheitern einstellen dürfen.  Denn nach den „Flitterwochen“ wird keiner der Partner mehr bereit sein, „Kompromisse“ einzugehen ….
Dann beginnt die Erosion der Partnerschaft und die Aussagen mehren sich, wie „früher warst du netter“, usw…..
Auf eine (kooperative) Firmengründung angewandt, konnte das etwa so heißen: „Ich mache mit, weil ich ein Einkommen brauche“. …
Später sagt man dann, das Einkommen sei zu wenig, etc. …und der Stress beginnt.
Anders ausgedrückt:
Achte konsequent auf Zielklarheit und Zielkongruenz und schaffe (vorab) auch Voraussetzungen, dass eine „Kooperation“ auch wieder (problemlos) beendet werden kann ( ohne Schaden für den COOP und natürlich auch die betroffenen Menschen).
Wirklich miteinander effektiv zu kooperieren, muss trainiert werden. Dabei hilft es auch nicht, wenn man „befreundet“ ist, oder sich bereits länger kennt, wie z.B. in unserem obigen Beispiel mit der „Unternehmensnachfolge. …

Aus unserer Sicht ist „Coop“ sowohl Chance, wie auch Wagnis, zumal in einer Zeit, in der noch sehr dominant die Gesetzmäßigkeiten der „Konkurrenz“ in Wirksamkeit sind. …

Wenn Sie mögen, übersenden Sie uns doch einfach mal Ihre
„5 Wichtigsten Gründe“, weshalb für Sie nur eine Unternehmensgründung in „Coop-Form“ in Frage käme.
Und wenn es Ihnen gelänge, auch diese Frage von potenziellen Mitmachern Ihres Konzeptes zu haben, wären wir auch daran interessiert (natürlich anonymisiert!) …

Und:
Schauen Sie doch zwischendurch auch mal auf zwei Blogs von „QuantenInstitut“, die Blogs „Coop-Impulse-Tests“ und „Vital-Impulse-Testing“. Dann können Sie sehen, dass es durchaus gute Methoden gibt, wie Sie (und jede/r) recht schnell ermitteln kann, ob die „Team-Auswahl“ funktioniert oder eben nicht. …
Man muss wirklich nicht warten, bis ein COOP auf die „Bahn der Erosion“ gerät. Man kann solche Entwicklungen schon viel früher ermitteln, ob man – vor und während des Startups  – wirklich zusammen passt. …

Ihre Kritik ist insgesamt richtig und wichtig, auch wenn sie vielleicht recht „harsch“ und etwas undifferenziert war.
Ein interessiertes, kritisches „Publikum“ ist sinnvoller, als eines, das – mehr oder weniger interessenlos – Tag für Tag zur „Arbeit“ geht und still vor sich „hinleidet“. …

Auch wir haben noch eine Bitte:
Wie wäre es, wenn Sie an Ihrer Universität dafür „werben“ würden, einen Studiengang „Kooperationswissenschaft“ oder „Kooperations-wirtschaft“ einzurichten. …
Dazu stellen wir Ihnen gern „Argumentationsmaterial“ zur Verfügung oder beteiligen uns aktiv an erforderlichen Aktionen oder Hearings. ,,,
Auch die Einrichtung einer „Studenten-Genossenschaft“ (mit welchen Inhalten auch immer) wäre ein wirklich gutes „Trainingsfeld“ für Studenten, um „Praxiserfahrung“ zu simulieren. …

Lassen Sie uns abschließend eine Art kleinen „Pakt“ schließen:

Sie billigen fortan den Genossenschaften den Status der „Sekundar-Schulreife“ zu und wir verzichten darauf, Ihnen zu erklären, dass Sie nur aus dem „Elfenbein-Turm“ heraus argumentieren …

Wir freuen uns auf eine kritisch konstruktive Zusammenarbeit und geben Ihnen gern Kontakt zu solchen Menschen, die zumindest das „Coop-Abi“ bereits erreicht haben …       


Redaktion:
Fachbereich „CoopCreation“ im „IWC QuantenInstitut“
(Internationale Wissenschafts- Cooperation für angewandte Quantenphysik)


Hinweis von MMW CoopGo:

Der vorstehende Artikel wurde uns freundlicherweise vom IWC QuantenInstitut zur Verfügung gestellt. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Artikel und Beiträge von Dritten, nicht bzw. nicht in allen Punkten mit der Meinung von MMW CoopGo übereinstimmen müssen. Sofern solche Artikel sich im Kontext unserer kooperativen Zielsetzungen bewegen, drucken wir sie ab. Solche Artikel dienen dazu, das gesamte Spektrum von Kooperation (Coop) in die Meinungsbildung einzubeziehen.     

11.04.2019

Wie finden – potenzielle – CoopStarter zueinander und können recht sicher sein, dass der erwarteten Erfolg auch eintritt?


Eine – bundesweite – Coop-Gründer-Börse wäre der erste Baustein, dem weitere folgen sollten …   

Bereich
Coop – Entstehung

Frage
- Auszug -

Jemand hat z.B. eine Idee. Die möchte er oder sie gern kooperativ umsetzen. Wo oder wie findet man die Menschen, die dazu passen? Ich kenne keine „Vermittlungseinrichtung“, die Menschen mit gleichgelagerten Idee zusammenführt.
Und wenn ich sie hätte, woher will ich wissen, dass sie zum Projekt oder zu mir wirklich passen?
Also bleibt es doch irgendwie dabei, dass ich die anspreche, die ich bereits kenne. …
Auch bei der „Job-Agentur“ und bei Handelskammern habe ich vergeblich nachgefragt. Nirgendwo gibt es einen „Treffpunkt“, wo sich Menschen begegnen können, die – irgendwo in Deutschland – über die Gründung einer Genossenschaft oder eines Vereins nachdenken und sich dazu austauschen können.
Optimal erscheint mir dies nicht!

FragestellerIn:  Existenzgründer (in „Vorbereitung“)

Antwort
(Auszug)

Sie sprechen ein wichtiges Thema an, das leider immer noch leichtfertig „umgangen“ wird.
Man ist bisher gewohnt, mit den Menschen in Beziehung zu treten, die man bereits kennen. Das ist in der Tat recht „unteroptimal“, wie sie treffend anmerken.
Leider gibt es bisher nicht so etwas wie eine „Coop-Gründer-Börse“ oder einen „Treffpunkt für potenzielle CoopStarter“. …
So etwas zu kennen und nutzen zu können, wäre sicherlich ein erster Schritt. Aber angenommen, wir hätten bereits eine solche „Zentrale“. …
Dann wäre das sicherlich ein erster Schritt, um sich kennenzulernen. Und weiter angenommen, sie finden dort tatsächlich einige Menschen, die – wahrscheinlich verstreut in der Republik – ihre Idee gut fänden und sich als Ergänzung für ihr Team anböten. …
An dieser Stelle könnte sich ein erster „Fehler“ einschleichen, der dazu führt, dass der Coop unteroptimal funktioniert. Nennen wir das „Fehlende“ einmal – verkürzt – gesagt, die „Abwesenheit“ von (möglichst absoluter) Zielklarheit oder Defizite bei der Synchronisation der Projekt-Absichten.
Das Projekt, das bei ihnen bereits seit langem „gewachsen“ ist, hat ursprünglich mit einem „Impuls“ begonnen. Je mehr sie dann darüber nachdachten, umso klarer wurden ihre Gedanken und „Bilder“ zu dem, was sich aus dem „Projekt“ entwickeln könnte.
Sie fühlten sozusagen etwas wie eine „Leidenschaft“, die sie beflügelte, beharrlich ihre Idee weiter zu verfolgen. Was sie – sozusagen – dadurch „kreierten“ war und ist „ihr“ Ding.

Um es mal zu vereinfachen.
Angenommen,  ihr „Energie-Level“ bezüglich ihres Projektes hätte - auf einer Skala von 1-10 - den Wert 8. Für eine Gründung könnte dieser „Energie-Level“ schon recht gut sein. Werte die unter „5“ liegen – was nicht unüblich ist - würden wir nicht unbedingt weiter verfolgen wollen. Das heißt jedoch nicht, das „Projekt“ abzuhaken. …
Eher geht es darum, dann zunächst den „Level“  - bei allen „Initiatoren“ entsprechend aufzubauen.
Prof. Faltin (Berlin) spricht eher von „dem“ Gründer (Entrepreneurship), nicht von „denen“. Damit meint er, dass ein Gründungsprojekt kein „Team-Projekt“ sein könnte, weil nur „die“ Gründerperson die Idee in „Reinkultur“ voranbringen könnte. Jedes „Team“ wäre für Prof. Faltin sozusagen ein „Gründer-Kompromiss“ zu Lasten der Projekt-Dynamik und deshalb schwächend für das Gesamt-Projekt. …
Diese Annahme von Faltin ist zunächst durchaus nachvollziehbar und klingt stimmig. Diese „Dynamik-Bremse“ kann jedoch dann vernachlässigt werden, wenn das CoopStarter-Team – jedes Team-Mitglied für sich – mindestens einen „Energie-Level“ von „8“ einbringt. …
Lassen sie uns – verkürzt – erklären: 
Eine „Coop-Starter-Börse“ (CSB) wäre also (lediglich) ein erster Schritt in die richtige Richtung. …
Diese „CSB“ macht jedoch erst wirklich Sinn, wenn sie mehr ist als nur eine „Begegnungs-Plattform für Coop-Fans“. …
Natürlich macht eine „CSB“ bereits Sinn für Erfahrungsaustausch. Wir meinten jedoch, dass über eine „CSB“ optimierte „CoopStarts“ mit hoher Zukunftsfähigkeit entstehen sollten, die zugleich den Nachweis erbringen sollten, dass das „System COOP“ erfolgreicher ist, also „Konkurrenz-Modellen“ überlegen. …
Würde man das hinbekommen, würde man nicht nur Prof. Faltin zum Nachdenken bringen, sondern auch politisch einiges in Bewegung bringen können …
Wir erproben dazu – in Verbindung mit externen Fachberatern – den Einsatz von „quantenphysikalischen“ Methoden.
Eine dieser Methoden ermittelt z.B. den „Energie-Level“ von Personen, Institutionen und Projekt-Ideen.
Wir kürzen ab, weil dies nicht Teil der Frage ist:
Ja, den „Energie-Level“ von Menschen kann man durchaus ermitteln. Man kann diesen sogar für Unternehmen und Organisationen insgesamt – oder segmentbezogen (Märkte, Kundenbeziehungen, usw.) ermitteln. …
So kann man z.B. bereits lange bevor ein Unternehmen in eine (ungewollte) „Konsolidierungs-Lage“ kommt, das Absinken des „Energie-Level“ erkennen und rechtzeitig „gegensteuern“ …
Das „Messen“ von Energie-Levels ist eine der neuen Methoden eines innovativen Managements, das auch bereit ist „quantenbasiert“ zu wirken. …
Man kann natürlich – auch eine „Coop-Gründer-Börse – lediglich mittels Einsatz der „tradierten“ Methoden „betreiben“. Dann dauert es eben länger, verursacht mehr Zeit und Kosten und endet möglicherweise in Unzufriedenheit. Dann hätte sich Prof. Faltins Skepsis „bewährt“.
Wenn „Coop“ wirklich „WirKraft-Vorteile“ – für jeden nachvollziehbar – entfalten will, benötigt es auch der Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Einer davon wird durch die „Quantenphysik“ eröffnet. …
Nachvollziehbar, dass am Anfang jeder Innovation, stets die „Skeptiker“ das Wort führen. …
Für diese Skeptiker sagen wir:
Erprobe es selbst, bevor du es ablehnst – denn du könntest dich sonst vielleicht ärgern …
Es ist schließlich ihr Projekt, ihr Geld und ihr Erfolg. …
Zusammengefasst sagen wir:
Die „Why not – Neugierhaltung“ ist eigentlich die geeignetere Haltung für erfolgreiche „CoopStarter“ … 
Beginnen sie einfach auf diesem Wege nach den passenden „Coop-Partnern“ für ihren „Coop-Erfolg“ zu suchen. …
 

Hinweis:
Wir danken dem SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) für die Genehmigung des Abdrucks dieses Beitrages.


Redaktion:
SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI)
(MMW CoopGo Bundesverband der Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft e.V.)


03.04.2018

Geno-2.0 - Raiffeisen - CoopGo (Teil 1)



Frage:

Unsere Genossenschaft hat die Ideen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen intensiv diskutiert. Uns ging es vor allem darum, zu erkennen, was Genossenschaft heute bedeutet. Dann haben wir uns die „Westwälder Erklärung“ angeschaut und versuchten zu erkennen, was die „Nachfolger“ dazu für Ideen haben. Dort wird festgestellt: „Die Genossenschaften in Deutschland nehmen den 200. Geburtstags Raiffeisen zum Anlass, sich auf gemeinsame gesellschaftliche Ziele zu verständigen. Für diese Ziele wollen wir arbeiten und die Menschen begeistern. …

Fortsetzung der Frage(n)

Dann folgt das 1. Ziel:

„Die soziale Marktwirtschaft erhalten“.

Als wir das gelesen haben, brach nur noch Gelächter aus ….
Das kann doch nicht im Ernst die Aufgabe von Genossenschaften oder Genossenschaftsverbänden sein. …

Hört sich nicht an wie: „Wir wollen unsere Krankheiten erhalten, damit es unseren Ärztegenossenschaften weiterhin gut geht“? ….

Haben diese Funktionäre überhaupt nicht begriffen, dass Genossenschaft eine „Miteinandervereinigung“ ist und „Marktwirtschaft“ nur eine bessere Umschreibung von „Konkurrenz“, und dass „Markt“ immer „Gegeneinander“ heißt, auch wenn er manchmal so „sozial“ auftritt? ….

Wenn man genauer in der Geschichte hinschaut, kann man dann nicht auch sagen, die „Raiffeisen-Ideen“ dienten – neben den betroffenen Menschen – zugleich auch dem Staat, dem es dadurch möglich gemacht wurde, so „nichtdemokratisch“ und „nichtsozial“ bleiben zu können, wie er damals war, ohne dass der Widerstand der Menschen diesen undemokratischen Staat „dahinraffte“? …

Kann das nicht auch als eine „Stützung des alten Systems“ bezeichnen? …

Sollte nicht Genossenschaft heute ein Konzept für einen eindeutigen Wandel der Wirtschaft darstellen?

Dabei geht es um Kooperation und Überwindung des „Getues“, dass Konkurrenz sinnvoll ist. …

Hätte man von der „Westwälder Erklärung“ nicht erwarte müssen, dass Forderungen an die Regierung gegangen wären, eine Alternative zur „Konkurrenz-Gesellschaft“ zu schaffen? …

Und wie sehen sie das, dass so etwas auch noch in die Schulen gebracht werden soll? Wird den Schülern nicht damit gelehrt, dass „Konkurrenz“, wenn sie in schicker Verkleidung auftritt, nur eine „nette“ neue „Mode“ist? …

Muss man jetzt nicht eigentlich von Genossenschaftsverbänden klare Aussagen erwarten, wohin sich diese „Gegeneinander-Gesellschaft“ entwickeln soll? …

Zeigt die „Forsa-Studie“ – zeigt nicht auch, dass nur 4% der Menschen den Herrn Raiffeisen überhaupt kennen?

Warum fragt nicht, warum das so wenige sind?

Könnte das auch damit zusammenhängen, dass man bisher mit seinem Namen nicht wirklich Neues und Interessantes verbinden kann.

Gibt es nicht andere Umfragen, die zeigen, dass mehr als 60% der Menschen der Menschen in unserem Land mehr Miteinander wünschen. Und das meinen sie nicht nur im Unternehmen, sondern im ganzen Land?

Hätte man sich nicht eher trauen sollen, solche Fragen von „Forsa“ stellen zu lassen? Leider hatten die Auftraggeber wohl daran mal gerade wieder nicht gedacht  …

Wir finden, das Getue um Herrn Raiffeisen ist einfach peinlich. Er wird als „Marken-Onkel“ missbraucht und alle fallen drauf rein.
Waren eigentlich die Feiern „Raiffeisen-100“ oder „Raiffeisen-150“ auch so „oberflächlich“? …

Wie beurteilen sie die Nr.5 Der „Westerwälder-Erklärung“ („Die demokratische Kultur beleben“)?  Interessant, oder?.
Ist es nicht interessant, dass zur Zielerreichung die Menschen in Genossenschaften aufgefordert werden, die Lösung lokaler Probleme in die eigene Hand nehmen? Und wie demokratisch ist das gemeint? …

Wie beurteilen sie,  dass gleichzeitig in zahlreichen Orten, die örtliche „Raiffeisen-Filiale“ geschlossen wurden bzw. noch weiterhin mehr geschlossen werden?
Wäre so auch Herr Raiffeisen vorgegangen? …

Wird nicht durch jede „Bank-Fusion“, den Bankgenossen der „geschluckten Bank“ ihr Vermögen sozusagen „enteignet“?

Wird so wirklich das Genossenschaftswesen in Deutschland weiterentwickelt, oder basteln nicht vielmehr die maßgeblichen Sponsoren dieser grandiosen „Raiffeisen-PR-Show“ (Bundesverband der Raiffeisenbanken und die „Konzernzentrale“ - DZ-Bank) bereits an eigenen Zukunfts-Bildern, die jedem überzeugten Genossenschaftler die Haare zu Kopf stehen lassen müssen? …

Würde der Herr Raiffeisen – wenn er heute dazu reden könnte, nicht sagen: Erspart mir bitte diese  „Peinlichkeit“?
Hätte Herr Raiffeisen nicht bereits den Antrag untersagt, Genossenschaften von der UNESCO schützen zu lassen?
Hätte er nicht vielmehr erkannt, dass nur das als „Weltkulturerbe“ zu schützen ist, was vom Untergang bedroht ist?

Sollen solche Aktivitäten nicht nur davon ablenken, zu zeigen, in welch problematischem Zustand die Vertreter von „Raiffeisen-200“ das deutsche Genossenschaftswesen – im Maßstab europäischer Länder – gebracht haben?

Hätte sich Herr Raiffeisen nicht geweigert überhaupt zu feieren, wenn er gewusst hätte, dass wir in Deutschland nur 8000 Genossenschaften haben, während – wir bei einem Vergleich zur Situation in der Schweiz – über 90.000 (!!!) Genossenschaften haben müssten? …

Ist es nicht eigenartig, dass in anderen Ländern – die keinen Raiffeisen hatten – die Realität in Bezug auf Genossenschaftsgründungen deutlich besser aussieht?
Ist das nicht eine komische Lage, zuzusehen, dass andere Länder wesentlich besser dastehen, obwohl man dort keine Raiffeisen-Nachfahren hatte? …

Nur gut, dass es immer mehr Menschen gibt, die nicht auf „Marketing-Maschen“ hereinfallen. Viele Genossenschaften denken auch (noch) nicht intensiver nach,  dienen als „Feigenblatt“ in „PR-Raiffeisen-Magazinen“ für Fortschritte, die keine sind. …

Was sagen sie zur Diskussion in unserer Genossenschaft, die darin gipfelte, dass man solchen Verbänden und Marketing-Agenturen, nicht überlassen kann, die Zukunft der deutschen Genossenschaften zu definieren?

Wird es nicht Zeit, dass mehr nachdenkliche Genossenschaften und bewusste Genossenschaftsmitglieder aufwachen, und deutlich machen, wie eine Alternative dazu aussieht?

Wie wichtig ist jetzt z.B. die Forderung nach einem Genossenschafts-Parlament?. …

Es kann doch nicht sein, dass diejenigen mit dem meisten Geld, einen Eindruck vermitteln können, der ganz und gar nicht dem Willen der Mehrheit der Menschen des deutschen Genossenschaftssektors entspricht.
Muss man jetzt nicht stattdessen die Regierung auffordern, eine eigene Befragung zur Lage der Genossenschaften in Deutschland zu starten um damit endlich einen breiten Diskurs der Genossenschaftsmitglieder in diesem Lande entstehen zu lassen? ….

Muss man den zahlreichen Genossenschafts-Instituten an deutschen Universitäten nicht das Recht absprechen, wissenschaftlich „frei“ über Genossenschaften zu forschen? Hängen diese Institute nicht am „Tropf“ von starken Finanzierern aus dem Raiffeisen-Konzern, insbesondere der DZ-Bank und der sog. Raiffeisen-Stiftung? …

Hat vielleicht die PR-Kampagne „Raiffeisen-200“ doch ihr Gutes?
Wurde nicht wenigstens erreicht, dass jede/r GenossenschaftlerIn, der/die dies „Schau-Laufen“ sich anschaut und etwas nachdenkt,  selbst erkennen kann, dass Genossenschaften in einem „Konkurrenz-Umfeld“ sich niemals wirklich entfalten können? Aber leider wird dazu in der „Westwälder Erklärung“ nichts gesagt.

Würde nicht diese „Westerwälder-Erklärung“ - aus heutiger Sicht – von Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen ganz sicher nicht so geschrieben sein und auch nicht unterschrieben worden sein? …

Kommt es jetzt nicht darauf ab, dass die Mitglieder in Genossenschaften auch selbst das Wort ergreifen und sich mit neuen Inhalten und Perspektiven befassen, damit wir nicht nur endlich wieder im europäischen Umfeld ernst genommen zu werden, sondern wird auch deshalb, damit das Genossenschaftswesen hier wieder Gestalt-KRAFT bekommt, um die zu erwartenden dramatischen Problemen der nahen Zukunft (die auch die Westwälder Erklärung sieht, aber ohne Antworten überzeugende bleibt) kooperativ und nicht konkurrierend zu lösen?

Was ist von einem Raiffeisen-Konzern zu halten, der vermutlich Pläne in der Schublade hat, wie viele Genossenschaftsbanken noch wegfallen müssen, wieviel mehr Kunstdünger noch über Baywa oder „Raiffeisen-Landhandel“ zu verkaufen wäre, obwohl die Wasserwirtschaft hartnäckig seit Jahren warnt, wie Landwirtschaft noch „intensiver“ werden könnte usw.?
Wird sich diese „Verbands-Verirrung“ nicht früher oder später selbst überflüssig machen? …

Was halten sie von folgenden Prognosen?

A.   Die möglichen Organisatoren von „Raiffeisen-210“ werden sich peinlich berührt zeigen, wenn den Menschen dann die Inhalte von „Raiffeisen-200“ vorgeführt werden. Sie werden nicht verstehen, warum man so blind sein konnte, eine solche oberflächliche „Westerwälder-Erklärung“ überhaupt zu verfassen. …
B.   Genauso sicher sind wir auch, dass die Schüler, die heute in von „Raiffeisen“ inszenierten „Schülergenossenschaften“ tätig sind, dann eigene Genossenschaften gegründet haben, die – anders als vom „Raiffeisen-Konzern“ gedacht - längst dazu übergangen sind, Verantwortung für gesamtgesellschaftliches  Handeln zu übernehmen. Schüler  wollen eigentlich schon jetzt wirklich kooperieren lernen, müssen sich jedoch mit Lehrmaterial auseinandersetzen, das nur einen kleinen Ausschnitt von echter Kooperation abbildet. …
C.   Der „Raiffeisen-Konzern“, die „Raiffeisen-Gesellschaft“, die „Raiffeisen-Institute“, die Genossenschaftsakademie, etc., werden in 10 Jahren in dieser Form nicht mehr bestehen …

Was halten Sie von unserem zusammengefassten Ergebnis?

Die „Raiffeisens“ haben bereits jetzt ihren „Höhepunkt“ überschritten. Sie werden sich entweder in den nächsten Jahren drastisch verändern müssen, oder wurden „historisch entsorgt“. …  

Wir jedenfalls in unserer Genossenschaft, sehen zu einem Genossenschafts-Parlament – jetzt erst Recht – keine Alternative. Über Genossenschaften zu reden, gehört nicht - ausschließlich, weil undemokratisch - in die Hände von Verbänden, sondern – maßgeblich – in die Verantwortung der Mitgliedern. …

Wie sehen sie das? (Bitte antworten sie so, dass wir die Antworten veröffentlichen können!)

(Hinweis der Redaktion:

Wie jeder sieht, ist aus der Frage fast ein „Referat“ geworden. Wir haben lange überlegt, dies überhaupt als eine Frage anzusehen. Zumindest sind es zahlreiche Fragen auf einmal geworden. Wir waren im Redaktionsausschuss nicht einer Meinung. Einige im  waren skeptisch, weil Fragen und Feststellungen sehr eng nebeneinander lagen.  Letztlich gab Ausschlag für eine Veröffentlichung, dass hier eine interessante Gelegenheit besteht, die „CoopGo-Transform-Sicht“ – zu verdeutlichen. Die Fragesteller scheinen eigentlich bereits klare Vorstellung zu haben, was zu ändern wäre und wie das „Neue“ aussehen könnte. Doch ist das wirklich so? Die Fragen sind eher Antworten, in Fragen gekleidet. Aus „CoopGoTransform-Sicht“ wissen wir jedoch, dass ein „kooperativer Wandel“ sich nicht zuvörderst in Kritik, sondern eher im Aufzeigen „faszinierender Alternativen“ auszeichnen sollte.
Jetzt bedarf es der neuen Bilder, damit die Menschen erkennen, was gemeint ist, um sich dann bewusst – zwischen Alternativen - entscheiden können)