Willkommen

GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen KOOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von Kooperation (Coop) verstanden. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig an-gepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination / Redaktion: Gerd K. Schaumann
Posts mit dem Label EU-Petition pro Genossenschaftswesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label EU-Petition pro Genossenschaftswesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

22.03.2011

Eigentlich unvermeidbar – ERFOLG mit GENOSSENSCHAFTEN!

Wer etwas "unternehmen" möchte, sozusagen als Unternehmer sich selbständig betätigen will, benötigt die "richtige" Struktur in der er oder sie das Beabsichtigte umsetzen kann. Es soll also ein "Unternehmen" entstehen und das muss eine bestimmte Form haben, genannt "Rechtsform".

Der übliche Weg, die geeignete "Rechtsform" für das unternehmerische Vorhaben zu finden, wäre z.B. sich einen der zahlreichen Rechtsform-Vergleiche im Internet anzuschauen oder zu einem Gründungsberater einer Kammer (IHK / HwK) zu gehen oder einen Steuer-, Unternehmens- oder Rechtsberater danach zu fragen. Dort werden die üblichen Auskünfte erteilt,

  • welches Kapital man dazu braucht,
  • wie die steuerliche Situation ist,
  • welche Haftung, etc. besteht.
Alles durchaus nicht ganz unbedeutende Fragen, aber alle haben mit dem Eigentlichen kaum etwas zu tun, wie ERFOLG entsteht. (Wir verwenden den Begriff "Erfolg" insoweit neutral, weil jeder davon eine andere Vorstellung hat und haben kann - für den einen geht es eher um den hohen, den anderen eher um einen angemessen Überschuss, die eine sieht eher das Gelingen eines Projektes, eine andere eher das Erreichen eines sozialen oder kulturellen Effektes).

Nach der Rechtsformwahl kommt z.B.

  • die Planung der Umsetzung,
  • das erstellte Business- Konzept nebst Aussagen zum Markt,
  • Finanzierung,
  • Ertragsvorschau (mehrjährig), usw.
Alles wichtig und richtig, aber auch dies nur bedingt Garanten für Erfolg.

Und wenn das dann ebenfalls in Form gegossen ist, könnte es eigentlich losgehen - sofern man das Umsetzen in Richtung Erfolg allein oder im engsten Kreis bekannter Mitstreiter tun will. Will man das jedoch nicht allein tun, bedarf es der Mitwirkung fremder Personen und die müssen gesucht und gefunden und eingebunden werden, entweder mit Arbeitsvertrag oder auf anderer vertraglicher Basis (Freiberuflich, Kooperationspartner, usw.)

Und wenn das alles passiert ist, kann es losgehen - und wird ERFOLG?

Wenn jede Unternehmensgründung dies alles richtig gemacht hat, dann müsste doch auch eigentlich jede Unternehmensgründung Erfolg haben - hat sie aber nicht, wie die Zahlen von Insolvenzen in der Startphase unschwer erkennen lassen.

Für die Gründung einer Genossenschaft würden wir deshalb einen solchen Weg nicht unbedingt empfehlen wollen…

Sieht so aus, als wären wir gegen Genossenschaften? Natürlich nicht, aber uns liegt weniger daran, dass man sich (nur) für die Rechtform einer Genossenschaft entscheidet, weil man dann so täte, als sei eine Genossenschaft auch nur eine von vielen Rechtsformen. Wir würden es lieber sehen, dass die Entscheidung für eine Genossenschaft eine bewusste Entscheidung ist, bewusst deshalb, weil man bewusst Erfolg haben will, und das mit einer Genossenschaft sicherer geht, wie mit einer anderen Rechtsform!

Das geht jedoch nicht so, wie das üblicherweise (und vorstehend aufgeführt) abläuft. Nicht etwa, dass man nicht auch so eine Genossenschaft gründen kann. Kann man durchaus, aber dann bleiben die besonderen Wettbewerbsvorteile dieser Rechtsform irgendwie "auf der Strecke" und genau diese benötigen wir, denn die kann einfach keine andere Rechtsform so gut "garantieren", wie es eine Genossenschaft kann.

Natürlich sind wir darauf gefasst, dass die Vertreter der anderen Rechtsformen jetzt auf eine solch provokante Aussage irritiert und sarkastisch reagieren (müssen). Vieleicht ahnen sie bereits, wie sehr sie in Bedrängnis geraten können, wenn sich herumspricht, dass Gründungen von Genossenschaften erfolgreicher sind, ja sein müssen, wie andere Rechtsformen. Was natürlich auch für Genossenschaften nach der Startphase gilt....

Eine "kühne" These? Mitnichten - denn eine Genossenschaft birgt so etwas wie ein "Erfolgs-Gen" und das heißt "lebendige KOOPERATION".

Während fast alle übrigen Rechtsformen sozusagen "wider dem Prinzip der Natur" funktionieren (also nicht kooperativ gedacht und gemanagt werden), "fliesen" Genossenschaften quasi im einem kräftigen Kooperations-Strom, den die gesamte Natur als ihr Erfolgs-Konzept nutzt: Sie kooperiert nach innen und nach außen! Das macht die Natur so unschlagbar, so effizient, so nachhaltig - auf den Punkt gebracht: So erfolgreich!

Natürlich ist eine Struktur - als solche - nicht unwichtig. Aber mit dem ERFOLG hat sie eigentlich noch recht wenig zu tun. Womit sie jedoch etwas zu tun hat ist, es gibt Strukturen, die der Entfaltung von KOOPERATION eher förderlich oder eher hinderlich gegenüber stehen. Unstrittig ist die Struktur der Genossenschaft geradezu kooperations-freundlich angelegt, was aber noch nicht heißt, dass sie auch schon mit "Leben erfüllt" ist, also das "kooperative ERFOLGS-GEN" zur Entfaltung gebracht wurde....

Eine Genossenschaft als eine "gleichwertige Rechtsform" neben anderen zu sehen, halten wir deshalb für ungeeignet, weil dann "Äpfel mit Birnen" verglichen würden. Eine Genossenschaft genauso "traditionell", wie eine andere Rechtsform zu gestalten wäre ebenfalls unangemessen, weil man dann das entscheidende Erfolgs-Potenzial in einen vorgefertigten Rahmen pressen würde und dadurch die kooperative Erfolgs-Spur gebremst wäre.

Der Gründungs-Prozess einer Genossenschaft sollte eigentlich eher "konträr" zu dem verlaufen, wie man "traditionelle Unternehmen" gründet: Zunächst geht es um die Identifikation der Besonderheiten (die kooperativen Vorteile), dann darum, wie diese Besonderheiten effektiv zur Entfaltung gebracht werden können und dann erst geht es um den angemessenen Rahmen, die (geeignete) Struktur. Schablonen, wie Mustersatzungen, Mustergeschäftsordnungen und sonstige vorgefertigte Texte machen dann nur Sinn als Anhalt, nicht jedoch als Vorgabe...

Wir werden im Rahmen des Themas "Gründung" und "Unternehmensführung" darauf noch näher eingehen. Abschließend hier nur noch der Hinweis: Wer glaubt Genossenschaften

  • zu gründen,
  • zu führen,
  • zu managen,
wie irgendeine andere Rechtform, der schmälert nicht nur das besondere Erfolgs-Potenzial, die Überlegenheit dieser Unternehmensform, sondern der spielt auch damit den "Kritikern" in die Hände, denn die mögen nichts lieber, als dass das so passiert, weil sie dann gelassen - wie bisher - darauf verweisen können, dass ein gemeinschaftlich geführter Geschäftsbetrieb (§ 1 Abs.1 GenG) auch nicht erkennbar erfolgreicher ist, wie ein nicht gemeinschaftlich geführter Geschäftsbetrieb. Und genau diese Illusion gilt es zu entlarven.

Was kann also dem Genossenschaftsgedanken zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen?

  • Mehr Werbung für Genossenschaften? - vielleicht;
  • mehr Gründerportale von Genossenschaftsverbänden? - vielleicht;
  • mehr Berichte über Genossenschaften? - vielleicht,
aber eben nur vieleicht, und mit dem Prinzip Hoffnung. Die Zahlen sagen jedoch etwas anderes aus. Es gibt - im Vergleich zu anderen EU-Staaten- in Deutschland einfach immer noch zu wenig Gründungen in Genossenschaftsform und zu wenig Erfolgsmeldungen über Genossenschaften.

Eigentlich kaum zu glauben, dass die Rechtsform, die als einzige quasi "evolutionskonform" aufzustellen und deshalb auch erfolgsorientiert zu entfalten ist, in der (deutschen) "Wirtschafts-Evolution" immer noch quasi zu ignorieren ist! - Aber das lässt sich ändern ....

10.03.2011

Friedrich-Wilhelm Raiffeisen - Hermann Schulze-Delitzsch und andere ...- Über die Tradition hinauswachsen

Über Traditionen zu sprechen, heißt aus Traditionen zu lernen. Dieses Lernen macht jedoch wenig Sinn, wenn kaum TRANSFER erfolgt. Wir meinen damit, dass die Ergebnisse dieser großem genossenschaftlichen VORDENKER nicht in ihrer Zeit verhaftet bleiben können, sondern von uns allen die Mühe erwartet wird, dieses geistige Gut in die JETZT-ZEIT zu übertragen. Formulieren wir dazu vielleicht eine entsprechende Frage: "Was würden diese Vordenker des Genossenschaftsgedankens uns heute empfehlen?"
Eine solche Frage mag für viele nicht angenehm klingen, würde das doch zugleich heißen, das gesamte - aktuell vorfindbare - Genossenschaftswesen, sozusagen auf den berühmten Prüfstand zu stellen. Und welchen Fragen könnten sich dann vielleicht die zeitgemäßen Herren Raiffeisen und Schulze-Delitzsch wohl zu stellen haben? Versuchen wir einige naheliegende zu finden:
Was mag der Grund sein, warum es in Deutschland nur etwa 6600 Genossenschaften gibt, während zugleich (geschätzt) über 50.000 Unternehmen (mit Sitz in Deutschland) als Limited und über 1 Million Unternehmen als GmbH firmieren (das Statistische Amt, das nur ab einer Umsatzgröße erfasst, spricht zwar nur von der Hälfte bei den GmbHs - verlässliche Zahlen gibt es kaum) Wie auch immer genau die Zahlen sein mögen, dies spielt weniger eine Rolle, uns geht es mehr auf die Zahlen der Genossenschaften, und die sind alles andere als "beeindruckend" ...
Was ist in der Schweiz anders als in Deutschland? Würde man die Genossenschaftsdichte der Schweiz (Einwohnerzahl in Bezug auf die Anzahl der Genossenschaften) auf Deutschland übertragen, müsste es in Deutschland gut 130.000 (!) Genossenschaften geben.
Warum ist das Genossenschaftswesen in Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Polen, England (um nur einige zu nennen) so vital, so verankert im Bewusstsein der Bevölkerung, aber auch ungleich besser im Staat berücksichtigt, als dies in Deutschland der Fall ist.
Warum wird bei Unternehmens-Gründungsberatungen und bei Übersichten zur "Wahl der geigneten Unternehmensform" noch immer die Genossenschaft quasi ausgeblendet, sogar von den öffentlich rechtlichen Kammern?
Die Fragenkette ließe sich leicht fortsetzen. Tun wir auch, aber jetzt in eine andere Richtung....
Woran mag es liegen, dass Raiffeisen- und Volksbanken so wenig in Richtung Genossenschaften (zu gründen) beraten und empfehlen? (Das zumindest ist ein oft gehörtes Argument und lässt sich sicherlich nicht auf alle R+V-Banken übertragen)
Und versuchen wir es weiter: Geben wir in einem Such-Portal, z.B. bei Google den Begriff "vorteilhafte Girokonten" ein, dann müssten man eigentlich vermuten, dass an den ersten 10 oder gar 20 Stellen nur Genossenschaftsbanken auftauchen, weil die doch den gesetzlichen Förderauftrag als "Genossenschaft" haben ... - Versuchen Sie es selbst, machen Sie den GenoTest ....
Woran mag es liegen, dass Genossenschaften (noch) nicht die spannendste, wegweisende Unternehmens-Philosophie haben, die quasi alle anderen Unternehmensformen in den "Schatten" stellen würde.
Weswegen sind Genossenschaften nicht die begehrlichsten Unternehmen ("Arbeitgeber"), wo jeder/jede Beschäftigte sich hindrängelt, um besonders dort tätig zu sein.
Warum haben Genossenschaften noch nicht (zumindest nicht wahrnehmbar) auf sich aufmerksam machen können, wenn es um die attraktivsten Arbeitsbedingungen geht, gute Verdienste und bestes Betriebsklima.
Spitzen wir es zu:
Wann wird es sein, dass Genossenschaften im Wirtschaftsleben unter Beweis stellen, dass KOOPERATION und GEMEINSCHAFT zu den Formen des Wirtschaftes gehören, die am Effektivsten, Sinnhaftesten und Fortschrittlichesten sind, sozusagen für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit stehen?
Man würde es sich zu einfach machen, jetzt von "Nestbeschmutzung" zu sprechen oder nach Gründen zu suchen, dass Geschehen kleinlich zu verteidigen bzw. zu rechtfertigen. Sollte es uns gelungen sein, Verbände, Institute, Organisationen und engagierte Menschen herausgefordert zu haben, kommen wir auf den richtigen Kurs und kommen dem Anliegen des "alten" Raiffeisen und Schulze-Delitzsch näher. Diese in die heutige Zeit versetzt, hätten sicherlich einiges zu sagen. Wir sind ziemlich sicher, dass sie uns kaum widersprechen würden ...
Versuchen wir also gemeinsam und selbstkritisch das ewige "Putzen" der Gedenksteine zu beenden und heben die sehr verdienstvollen Herren und Damen des Genossenschaftsgedankens in die Gegenwart. Nur so können wir die richtigen Antworten geben auf eine tragisch-komische Entwicklung des deutschen Genossenschaftswesens: Einstmals ein Land der genossenschaftlichen VORDENKER mit weltweiter Bedeutung, die Gründer-Generation genossenschaftlichen Handelns, die Raiffeisens und Schulze-Delitzschs .... und heute? Im europäischen Ausland quasi verspottet als "genossenschaftliches Entwicklungsland" ...
Das schmerzt? Vielleicht, hilft aber nicht weiter. Betrachten wir diese Bestandsaufnahme einfach als eine lohnende Herausforderung für alle, einschließlich derjenigen, die in direkter "Nachfolge-Tradition" zu den großen Meistern des deutschen Genossenschaftswesen stehen ...

16.02.2011

GENOSSENSCHAFTEN benötigen jetzt - eher mehr als weniger - ATTRAKTIVITÄT

Genossenschaften sind zweifelsohne in Deutschland (endlich) im Aufwind. Insbesondere Entwicklungen im Energiebreich zeigen, was alles machbar wird, wenn BÜRGER und GEMEINDEN sich zu einem konzertierten (wirtschaftlichen) Handeln befähigen. Das erfreuliche Ergebnis: ENERGIEGENOSSENSCHAFTEN sind fast in jeder Gemeinde inzwischen ein ernsthaftes Thema, bei zunehmend beschleunigter Umsetzung.

Nun weiss auch jeder, dass Genossenschaften keineswegs besonders durch den Staat gefördert werden. Das ist gerade im Energie-Sektor eigentlich schon verwunderlich, wenn man den Fördermut des Staates, im Rahmen des Umbaus zu effeizienteren, natürlichen Energieformen sieht. Eigentlich wäre es jetzt konsequent, staatliche Signale auch in Richtung geeigneter Umsetzungs-Strukturen zu geben, was z.B. heißen könnte, Energiegenossenschaften steuerlich attraktiver zu machen. Schaut man genauer hin, wäre dies umso mehr angebracht, weil in genossenschaftlichen Strukturen genau diese Menschen sich wiederfinden, die an der milliarden-starken (Um-) Verteilung im Energiebereich sonst nicht "teilnehmen" können....
Dazu zwei einfache Beispiele: Wer keine Dachfläche hat, weil er/sie kein Hauseigentümer ist, wird auch keine Förderanträge stellen können, genauso wenig, sich ein BHKW fördern lassen oder Strom ins Netz verkaufen können. Eher stehen die meisten in der Situation sich mit einer Stromsteuer auseinandersetzen zu müssen.

Zur Veränderung dieser Situationen kann eigentlich nur eine Energiegenossenschaft (teilweise) Kompensation bringen, und Kompensation in diesem Sinne bedeutet mehr Bürger-Interesse, was wiederum auch Interesse bedeutet, die beklagte "Politik-Lethargie" zu überwinden.

(Es würde sich wirklich  lohnen, nachzurechen, welchen "Umverteilungs-Effekt" die staatliche Energieförderung bedeutet; eine richtige Konzeption, aber ganz sicher nicht als Umverteilungs-Instrument gedacht ...)

In einer solchen Situation wirkt es geradezu komisch, wenn bei der EU über Klagen von Wirtschaftsverbänden beraten wird, (scheinbare) Vorteile von Genossenschaften zu "schleifen". Zwar ist Deutschland davon (zunächst) nicht betroffen, sondern Italien, Spanien und Frankreich, aber jeder ahnt, was eine entsprechende Korrektur in diesen Ländern im Rahmen einer sog. Harmonisierung für Deutschalnd bringen wird.

Die Bundesregierung wäre gut beraten, diesbezüglich eine klare Haltung zugunsten des Genossenschaftswesens zu demonstrieren.
Die Klage lautet denn auch etwas "schlitzohrig", dass es sich um einen Verstoß gegen den "fairen Wettbewerb" handeln würde. Was aber wäre z.B. daran unfair, wenn Genossenschaften steuerbegünstigt Jahresüberschüsse in eine besondere Rücklage einbringen könnten? Gerade bei Genossenschaften spielt die Selbstfinanzierungsmöglichkeit eine wichtige Rolle, weil es nur schwer vorstellbar ist, dass von Banken geforderte Sicherheiten überhaupt zu erbringen sind, weil es im eigentlichen Sinne keine "Kapitaleigentümer" gibt, und Banken wohl kaum bereit sind, für hunderte "Klein-Teilhaber" entsprechende Kleinst-Bürgschaften zu akzeptieren. Wenn man schon über "fair" redet, dann sollte man auch bereit sein, genauer hinzuschauen....

Eigentlich ist es viel einfach, als gedacht: Wenn die Bundesregierung  das Thema Kooperation bzw. Wirtschaftskooperation für politisch wichtig halten würde, wäre ihre Haltung schnell klar, wäre selbst eine Weiterung der Förderpolitik in Deutschland zugunsten von Genossenschaften möglich; die Rettung des Bankenwesens hat gezeigt, was geht, wenn man wirklich will ...

Das VerbändeNertzwerk Menschen machen Wirtschaft unterstützt nachhaltig die entsprechend laufenden Petiotionen in Richtung Erhalt dessen was in Italien, Spanien und Frankreich ist (mehr dazu unter http://www.gopetition.com/ ). Zugleich wird die Bundesregierung gebeten, das deutsche Kooperations- und Genossenschaftswesen in Richtung mehr Attraktivität zu entwickeln, mindestens diesbezüglich klare Absichten zu haben.

Letztlich geht es auch darum, dass das Genossenschaftswesen viele Menschen dazu befähigen kann, zu erkennen, wie man sich zugunsten seiner Region, Gemeinde, etc, engagieren kann, zumal das Vereinsrecht diesbezüglich kaum wirtschaftsbezogene Aktivitäten eröffnet. Insoweit wäre die Genossenschaft auch eine gute Ergänzung, um das Vereinsleben auf gesündere Beine zu stellen; wie wärs - neben Bürger- oder Energiegenossenschaften, z.B. mit VEREINS-GENOSSENSCHAFTEN ....?