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GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen KOOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von Kooperation (Coop) verstanden. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig an-gepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination / Redaktion: Gerd K. Schaumann
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24.10.2014

WirMarkt – Groupting statt Marketing?

Es macht viel Sinn nach neuen Wegen - mittels Coop - zu suchen.

Kundenfindung und Kundenbindung ist das herausragende Thema jedes Unternehmens. In Zeiten starken Wandels und wenig wirklicher Orientierung, wohin sich die Märkte der Zukunft entwickeln, bedarf es eher grundsätzlich neuer Lösungen. Das Reparieren am Traditionellen scheint viel Geld zu kosten und löst die Probleme der Unternehmen in Sachen Kunden immer weniger. Da helfen auch keine weiteren Milliarden Euros für neue Kampagnen, hilft kein „Erfinden“ neuer Marketing-Begriffe. Methoden,  die letztlich immer den Preis der Ware erhöhen, die Erträge der Unternehmen schmälern und das Kundenthema dennoch nicht zufriedenstellend lösen, werden auf Dauer eine Blickveränderung der Unternehmerschaft kaum verhindern.
Groupting ist die intelligente Antwort, die effektivere Variante zum Marketing. Sie hat den großen Vorteil, dass sie auf Cooperation am Markt setzt. Und sie entspricht damit genau dem, was Trendforscher schon längst ahnen: Menschen lieben Vertrauen-Transparenz-Mitwirkung. Und das sind wichtige Punkte beim Groupting.

Der Zukunftsforscher und Mitglied des Weltzukunftsrates, Prof. Rolf Kreibisch betonte – schon vor Jahren -  zu Recht, dass Kooperation ein lang anhaltender Trend ist, der sich nachhaltig und dynamisch aufbaut.
Das VerbändeNetzwerk Menschen Machen Wirtschaft (MMW) – „Experte in Sachen Kooperation“ hatte Wissenschaftler und Unternehmer zur Konferenz „Wenn Unternehmen mit Kunden kooperieren“ nach Leipzig eingeladen, um gemeinsam über Groupting - also Kooperation an den Märkten von Angebot und Nachfrage - zu diskutieren.

Gerd K. Schaumann, Vorstand bei MMW – dem Initiator des WirMarkt-Projektes, dem in Kürze die WirMarkt eG folgen wird – erläuterte zu Beginn der Konferenz das Anliegen von WirMarkt:

Alles hat im Grunde mit drei ganz einfachen Fragen begonnen, die wir – gleichlautend - an viele Unternehmer, Wissenschaftler und Marketingspezialisten gestellt haben. Die Fragen lauteten:

1. Was macht Sie so sicher, dass ihre Botschaft dort vernommen wird, wo sie gehört werden soll?
2. Würden Sie weiterhin viel Geld für eine Kundenfindungs-Methode namens Marketing ausgeben, die viel Geld kostet und selten Zufriedenheit dem Unternehmer schafft, wenn Sie eine wirksamere Methode hätten, die preiswerter und zugleich wirksam den gewünschten Adressanten erreicht?
3. Wären Sie bereit, dafür die eingesparten Kosten fair aufzuteilen, was beim Unternehmen Zusatzerträge bedeutet und beim Kunden Preis- und Servicevorteile?

Man mag es kaum glauben. Wir waren überrascht über das eindeutige Ergebnis: Über 90% der befragten Unternehmer bewerteten alle Fragen mit einem eindeutigen JA.  Allerdings hatten auch (noch) über 60% der Befragten Skepsis, ob dies wohl funktionieren könnte.
Das Resümee von MMW: Als seit Jahren „geübte Cooperierer“ haben wir – und unsere Mitgliedsverbände - diese Herausforderung angenommen und daraus ist dann das WirMarkt-Projekt entstanden.

Die AG „Die Vorteile des Groupting für Unternehmer“ – ganz überwiegend von Mittelständlern und Unternehmensgründern  besucht - befasst sich besonders mit folgenden Fragen:

A. Wie können die Angebote meines Unternehmens schneller und besser an die Kunden kommen, die tatsächlich aktuell daran Interesse haben?  
B. Gibt es eine Rückmeldung aus Sicht der Kundschaft, die für meine Produkt- und Absatzplanung sinnvoll ist und mich davor z.B. bewahrt, dass ich meine Produkte als „Restposten verschleudern“ muss, weil die Nachfrage nicht mit meinen Vorstellungen im Konsens war?
C. Ist WirMarkt so etwas Ähnliches wie Ebay – nur für den Gruppenmarkt? D. Wird für die Vermittlung zwischen Kunden und Anbietern von WirMarkt eine Provision gefordert? E. Wann ist der Start von WirMarkt eG und wie macht man mit?

Die Fragen wurden vom zuständigen WirMarkt-Manager Jürgen Rohde beantwortet.
Zusammenfasst die Aussagen:
WirMarkt hat mit Ebay nichts gemein, das Prinzip ist völlig anders.
So wird WirMarkt auch keinerlei Provision nehmen, mag der Zusatzumsatz noch so hoch sein.
Und WirMarkt empfiehlt und verkauft auch keine Produkte oder Dienstleistungen.

Die WirMarkt eG wird zu Anfang 2015 die Vorlaufphase beendet haben und dann als Verbraucher-Gruppen-Portal also „Groupting statt Marketing“ im vollen Umfange präsentieren.

In der AG Wirtschaftswissenschaft und Groupting wurde besonders die Frage diskutiert, ob denn WirMarkt erwarte, dass zukünftig Fächer wie Marketing und Werbung durch Groupting ersetzt werden und ob es schon so etwas wie eine Theorie von Groupting gibt?

WirMarkt-Manager Frank-P. Evertz fasste seine Antworten in der Botschaft zusammen, dass man nicht Gegenspieler von Marketing und Werbung sei oder werden wolle, sondern den Menschen eine Option zur Auswahl präsentieren möchte. Die Verbraucher sollen wählen und selbst entscheiden können, ob sie mehr Werbung oder mehr Wert vorteilhafter finden. Immerhin, so Evertz, geben Unternehmen in diesem Lande - Jahr für Jahr - etwa 80.000 Millionen EUR allein für Werbung aus. Ob diese Kosten, welche die Erträge der Unternehmen mindern und die letztlich bisher der Verbraucher trägt eingespart werden können, wird sich herausstellen. Bisher gab es keine Alternative zum Marketing, darauf zu verzichten, traute sich bisher kein Unternehmer. Das könnte jetzt allerdings anders werden, jetzt gibt es Groupting.

Olaf Haubold, Gründungs- und Aufsichtsratsmitglied der WirMarkt eG  (genossenschaftlicher Unternehmens- und Gründungsberater) machte deutlich, dass die WirMarkt-Initiative ganz im Sinne der Väter der genossenschaftlichen Idee ist. Vordenker, wie Schulze-Delitzsch und Raiffeisen, haben den Willen zur staatsfreien, gemeinschaftlichen Selbsthilfe durch Selbstverwaltung und Selbstverantwortung gut entwickelt und stets begrüßt. Eine umfassendere  Betrachtung des Themas „genossenschaftlicher Förderzweck“ – wie dies MMW vertritt - ist im WirMarkt-Projekt ebenfalls realisiert.   

Gerd K. Schaumann machte zum Schluss der Konferenz deutlich, dass Groupting auch bereits von der „Groupon-Gruppe“ erkannt wurde. Trotz deren herausragender Geschäftsergebnisse,  stelle WirMarkt allerdings keine „Groupon-Kopie“ dar, sondern funktioniere gänzlich anders.
Und:
WirMarkt eG gehört auch keinen ausgewählten Investoren, sondern allen Menschen,  die für 1,00 EUR Mitglied werden – und Wirtschaft Machen wollen.

Auf das Geschäftsziel  von WirMarkt eG angesprochen, antwortete Gerd K. Schaumann aus der Sicht des Aufsichtsrates von WirMarkt eG:
Wir wollen helfen, den Kooperationsgedanken in Deutschland mehr Glanz zu geben. Das setzt die „Messlatte“ für Wachstum recht hoch an.

Wachstum aus Sicht von WirMarkt heißt mindestens 5% der der Bevölkerung als Mitglieder zu begrüßen. Nicht so arg viel, fügte er hinzu, wenn man bedenkt, dass allein über 20 Millionen Menschen schon jetzt dem Genossenschaftswesen angehören, von den Millionen Menschen in Vereinen und Kirchen ganz zu schweigen.

MMW – selbst überrascht über den enormen Zuspruch zur Konferenz – kündigte an, dass in Kürze weitere Konferenzen folgen werden, diesmal jedoch in Regionen, um auch Regionalanbietern zu zeigen, dass es auch solche Anbieter lohnt, sich  über das WirMarkt-Konzept zu informieren.
(Informationen zum WirMarkt-Projekt sind unter info@menschen-machen-wirtschaft.de und www.wirmarkt-info.de zu erhalten.



16.02.2011

GENOSSENSCHAFTEN benötigen jetzt - eher mehr als weniger - ATTRAKTIVITÄT

Genossenschaften sind zweifelsohne in Deutschland (endlich) im Aufwind. Insbesondere Entwicklungen im Energiebreich zeigen, was alles machbar wird, wenn BÜRGER und GEMEINDEN sich zu einem konzertierten (wirtschaftlichen) Handeln befähigen. Das erfreuliche Ergebnis: ENERGIEGENOSSENSCHAFTEN sind fast in jeder Gemeinde inzwischen ein ernsthaftes Thema, bei zunehmend beschleunigter Umsetzung.

Nun weiss auch jeder, dass Genossenschaften keineswegs besonders durch den Staat gefördert werden. Das ist gerade im Energie-Sektor eigentlich schon verwunderlich, wenn man den Fördermut des Staates, im Rahmen des Umbaus zu effeizienteren, natürlichen Energieformen sieht. Eigentlich wäre es jetzt konsequent, staatliche Signale auch in Richtung geeigneter Umsetzungs-Strukturen zu geben, was z.B. heißen könnte, Energiegenossenschaften steuerlich attraktiver zu machen. Schaut man genauer hin, wäre dies umso mehr angebracht, weil in genossenschaftlichen Strukturen genau diese Menschen sich wiederfinden, die an der milliarden-starken (Um-) Verteilung im Energiebereich sonst nicht "teilnehmen" können....
Dazu zwei einfache Beispiele: Wer keine Dachfläche hat, weil er/sie kein Hauseigentümer ist, wird auch keine Förderanträge stellen können, genauso wenig, sich ein BHKW fördern lassen oder Strom ins Netz verkaufen können. Eher stehen die meisten in der Situation sich mit einer Stromsteuer auseinandersetzen zu müssen.

Zur Veränderung dieser Situationen kann eigentlich nur eine Energiegenossenschaft (teilweise) Kompensation bringen, und Kompensation in diesem Sinne bedeutet mehr Bürger-Interesse, was wiederum auch Interesse bedeutet, die beklagte "Politik-Lethargie" zu überwinden.

(Es würde sich wirklich  lohnen, nachzurechen, welchen "Umverteilungs-Effekt" die staatliche Energieförderung bedeutet; eine richtige Konzeption, aber ganz sicher nicht als Umverteilungs-Instrument gedacht ...)

In einer solchen Situation wirkt es geradezu komisch, wenn bei der EU über Klagen von Wirtschaftsverbänden beraten wird, (scheinbare) Vorteile von Genossenschaften zu "schleifen". Zwar ist Deutschland davon (zunächst) nicht betroffen, sondern Italien, Spanien und Frankreich, aber jeder ahnt, was eine entsprechende Korrektur in diesen Ländern im Rahmen einer sog. Harmonisierung für Deutschalnd bringen wird.

Die Bundesregierung wäre gut beraten, diesbezüglich eine klare Haltung zugunsten des Genossenschaftswesens zu demonstrieren.
Die Klage lautet denn auch etwas "schlitzohrig", dass es sich um einen Verstoß gegen den "fairen Wettbewerb" handeln würde. Was aber wäre z.B. daran unfair, wenn Genossenschaften steuerbegünstigt Jahresüberschüsse in eine besondere Rücklage einbringen könnten? Gerade bei Genossenschaften spielt die Selbstfinanzierungsmöglichkeit eine wichtige Rolle, weil es nur schwer vorstellbar ist, dass von Banken geforderte Sicherheiten überhaupt zu erbringen sind, weil es im eigentlichen Sinne keine "Kapitaleigentümer" gibt, und Banken wohl kaum bereit sind, für hunderte "Klein-Teilhaber" entsprechende Kleinst-Bürgschaften zu akzeptieren. Wenn man schon über "fair" redet, dann sollte man auch bereit sein, genauer hinzuschauen....

Eigentlich ist es viel einfach, als gedacht: Wenn die Bundesregierung  das Thema Kooperation bzw. Wirtschaftskooperation für politisch wichtig halten würde, wäre ihre Haltung schnell klar, wäre selbst eine Weiterung der Förderpolitik in Deutschland zugunsten von Genossenschaften möglich; die Rettung des Bankenwesens hat gezeigt, was geht, wenn man wirklich will ...

Das VerbändeNertzwerk Menschen machen Wirtschaft unterstützt nachhaltig die entsprechend laufenden Petiotionen in Richtung Erhalt dessen was in Italien, Spanien und Frankreich ist (mehr dazu unter http://www.gopetition.com/ ). Zugleich wird die Bundesregierung gebeten, das deutsche Kooperations- und Genossenschaftswesen in Richtung mehr Attraktivität zu entwickeln, mindestens diesbezüglich klare Absichten zu haben.

Letztlich geht es auch darum, dass das Genossenschaftswesen viele Menschen dazu befähigen kann, zu erkennen, wie man sich zugunsten seiner Region, Gemeinde, etc, engagieren kann, zumal das Vereinsrecht diesbezüglich kaum wirtschaftsbezogene Aktivitäten eröffnet. Insoweit wäre die Genossenschaft auch eine gute Ergänzung, um das Vereinsleben auf gesündere Beine zu stellen; wie wärs - neben Bürger- oder Energiegenossenschaften, z.B. mit VEREINS-GENOSSENSCHAFTEN ....?