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GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen KOOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von Kooperation (Coop) verstanden. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig an-gepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination / Redaktion: Gerd K. Schaumann
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23.02.2021

Mehrwert bieten! – Nur so könnten die (genossenschaftlichen) Prüfungsverbände ihr „Prüfungs-Monopol“ retten.

 

Frage (Auszug)

Wir sind eine recht neue Genossenschaft und suchen Kontakt nach Frankreich, Spanien und Italien. Unsere Freunde in Frankreich möchten nun eine Genossenschaft in Deutschland gründen. Dabei wollen sie von uns beraten werden. In unseren Gesprächen haben wir erfahren, dass man in Frankreich z.B. nicht eine „Pflichtmitgliedschaft“ in einem Prüfverband eingehen muss. Wir haben nicht nur darüber gestaunt, sondern auch mitbekommen, dass in Frankreich viel mehr Lebendigkeit bereits bei der Gründung einer Genossenschaft besteht. Weil das bei uns in Deutschland alles immer komplizierter ist, wie anderswo, wird es zunächst keine Gründung der Franzosen in Deutschland geben. Nun, wir waren mit unserem Prüfungsverband nicht direkt unzufrieden, haben jedoch gemerkt, dass solche Prüfer sich kaum in den „Genossenschafts-Alltag“ hineinversetzen können. Sie „kleben“ förmlich an ihren Zahlen, aber echte Impulse haben wir bisher keine bekommen. Ein Mitglied unserer Genossenschaft ist Anwalt. Er hat uns erklärt, warum es in Deutschland überhaupt die (gesetzliche) Pflicht gibt, einem Prüfungsverband angehören zu müssen. Wir haben auch dazu unseren „Prüfer“ gefragt. Der hatte eine  – für ihn – einfach Auskunft: „Das ist halt so, weil es im Gesetz steht“. Diese Antwort hat uns irgendwie nachdenklich gemacht und wir haben intensiver recherchiert. Das Ergebnis war „desillusionierend“, das hat viel mit der Zeit des Faschismus zu tun. Wir würden jedem Genossenschaftler empfehlen, dazu mal die Bücher von Herrn Wilhelm Kaltenborn zu lesen (gern geben wir euch die Titel dazu. ..)

Was ist euere Meinung dazu und kennt Ihr Menschen, die positive Erfahrungen gemacht haben, die ein „Prüfungs-Monopol“ der Verbände rechtfertigen?

Wir werden in Kürze an einer europäischen Konferenz von Genossenschaften teilnehmen. Könnt Ihr uns bitte deshalb recht kurzfristig antworten?.

Uns ist auch unklar, warum es in Deutschland einen „EU-Sonderweg für Genossenschaften in Deutschland“ gibt und wann man das Genossenschaftsrecht endlich in Europa vereinheitlichen wird.

Gibt es eurer Sicht eine inhaltliche Rechtfertigung – und worin liegt die – dass man in Deutschland „zwangsweise“ einem Prüfungsverband angehören muss.

Gern hätten wir Literaturhinweise zu unseren Fragen, weil einige unserer Mitglieder überlegen, zu solchen genossenschaftlichen Themen „Bachelor- oder Master-Arbeiten zu schreiben. …

Wie ist die Stellung zu solchen Themen der „Genossenschafts-Institute“ in Deutschland. Wir haben gehört, dass diese Institute irgendwie von Außen „subventioniert“ werden, was nicht unbedingt auf „unbeeinflusste Forschung“ hindeutet. ….

FragestellerIn: Startup Genossenschaft im Bereich „Digitalisierung und Kommunikation“.

 

 Antwort (Auszug):

Ssenschaft in Deutschland muss

 

Allein euere Fragen ließen sich bereits zu einer „Bachelor-Arbeit“ ausbauen. …

Wir wollen versuchen, recht kurz zu bleiben, ohne das Wesentliche auszuklammern.

Wenn Ihr die Bücher von Herrn Kaltenborn bereits gelesen habt, brauchen wir darauf nicht weiter eingehen. Wir danken Herrn Kaltenborn für seine verdienstvolle Arbeit. Wir könnten es uns recht einfach machen, weil wir keine „historischen Altlasten“ kommunizieren müssen, unsere Verbandsorganisation ist erst in der „Neu-Zeit“ entstanden. ….

Lasst uns mit einer Frage beginnen:

Was könnte der Grund dafür sein, weshalb auch heute noch ein Relikt besteht, das in der Zeit des Nationalsozialismus seine besondere Bedeutung hatte:

·         Die immer noch ungewöhnlich intensive Staatskontrolle im Genossenschaftsbereich!

Aus Sicht der Staatsfunktion der NS-Zeit machte Kontrolle Sinn. …

Aber was ist der Sinn in der heutigen Zeit, wenn „Staatskontrolle“ nicht mehr im Vordergrund stünde?

Halten wir fest:

·         Vor 1934 gab es keine Staatskontrolle.

·         Erst die „Nazis“ führten sie ein.

·         Aber auch nach 1949 war man immer noch der Auffassung, eine „Staatskontrolle“ zu benötigen!

Wenn das nicht nachdenklich macht. …

Abstrakt könnte man fragen:

·         Was ist heute das Staats-Motiv, um Genossenschaften in einen staatlichen Kontroll-Prozess zu halten?

Und erweitert könnte man fragen:

·         Warum diese Staatskontrolle jetzt sogar ausgedehnt wird, statt darüber nachzudenken, sie sukzessive zu minimieren, gegebenenfalls ganz aufzugeben?

Ein Blick auf fast alle EU-Staaten (außer Österreich) zeigt, dass das geht und wie gut das funktioniert.

Irgendwie merkwürdig:

·         In Ländern mit „Staatskontrolle“ „dümpelt“ der „Genossenschafts-Bereich auf niedrigem Niveau, vor allem die Zuwachsraten sind niedrig

·         In Ländern ohne „Staatskontrolle“ boomt – sozusagen - der Genossenschaftsbereich, „Geno-starup“ ist „in“!

Nun, der „Staat“ in Deutschland wird darauf verweisen, dass es ja Genossenschafts- und Prüfungsverbände gibt, die als „Eingetragene Vereine“ sich quasi selbst organisieren.

Es scheint so, als wären heute „Prüfungsverbände“ in freier Regie der Vereins- bzw. Verbandsmitglieder. Sind sie aber nicht. Das Recht der Mitglieder eines Verbandes sich „selbst zu verwalten“ ist nicht unerheblich eingeschränkt.

Das beginnt bereits damit, dass das „Prüfungsrecht“ staatlich verliehen wird und natürlich auch „zurückgenommen“ werden kann.

Jede Genossenschaft in Deutschland muss – um in das Register eingetragen zu werden und somit als „eG“ firmieren zu können - einem „staatlich beaufsichtigten“ Verband angehören.

Gehört sie keinem Verband an, wird sie „ausgetragen“. Sie ist dann zwar noch immer eine Genosenschaft, aber hat keine Haftungsbegrenzung mehr. …

Die „Staatskontrolle“ der Verbände äußert sich vielfältig.

Landesbehörden entscheiden über die Zulassung von Prüfungsverbänden und überwachen deren Tätigkeit. Im Rahmen einer sog. Qualitätskontrolle „überwacht“ zusätzlich die Wirtschaftsprüferkammer und auch andere „Quasi-Staatliche“ Einrichtungen werden tätig, wie z.B. die Verbraucherberatung. Auch wenn sie alle irgendwie „gerechtfertigt“ erscheinen mögen, greifen sie doch letztlich nicht unerheblich in die genossenschaftliche Souveränität ein.

Ist das beabsichtigt oder eher „zufällig“?

Die Alternativen sind offenkundig und lauten:

·         Entweder man vertraut den Menschen, dass sie im Rahmen von Selbstorganisation ihre originären Themen selbstverantwortlich regeln können, so wie das Vereinsrecht es vorsieht.

·         Oder man unterstellt, dass Menschen (irgendwie) unmündig und unfähig sind, ihre Mitgliedschaften selbst mit Leben auszufüllen. In diesem Bild orientiert man eher auf „Überwachung und Kontrolle“; letztlich die Staatskontrolle …

Nun, Länder wie Deutschland und Österreich taten sich mit Selbstorganisation und Vertrauenskultur schon immer etwas schwerer. …

Der Hinweis zur EU-Harmonisierung ist interessant. Eigentlich hätte er aus Deutschland längst selbst kommen müssen.

Diese Frage wäre berechtigt:

·         Warum ist wirkliche Selbstorganisation und Selbstverwaltung nicht längst eine Forderung der deutschen und österreichischen Genossenschaft- und Prüfungsverbände?

Fürchtet man sich und wenn ja, warum und was befürchtet man?

Einer EU-Harmonisierung – damit einer Pflichtmitgliedschaft für Genossenschaften in Prüfungsverbänden, wird man in Deutschland nicht dauerhaft „entgehen“ können.

Aber man könnte den „Druck“ hin zu dieser Forderung intelligent minimieren, z.B. durch eine andere Verbände-Politik. …

Wer mit etwas mehr Intelligenz statt borniertem Verbands-Ego sich solche Entwicklungen anschaut, muss einfach erkennen, dass die Verbände sich irgendwie selbst daran zu beteiligen scheinen, den Druck in Richtung „EU-Harmonisierung“ zu forcieren.

Das zentrale Stichwort heißt:

„Mehrwert“!

 

Angenommen, Mitglieder in einem Prüfungsverband sind vollends zufrieden mit dem „Service-Angebot“ ihres Verbandes in Bezug auf die Kosten und die Leistungen.

·         Würden diese Mitglieder aus dem Verband austreten, wenn die Pflichtmitgliedschaft aufgehoben wäre?

Nein, natürlich nicht, weil anzunehmen ist, dass dieser – auf Genossenschaften spezialisierte Sachverstand (Service) - im „Preis-Leistungs-Verhältnis“ nirgendwo vorteilhafter wäre.

In einem Verband legen die Mitglieder die Gebühren selbst fest, bei privaten Organisationen (Wirtshaftsprüfer, etc.) gelten ungleich höhere Gebührensätze.

Die Frage ist angemessen, weshalb (Prüfungs-) Verbände überhaupt „Angst“ haben, wenn die Pflichtmitgliedschaft in Verbände – gemäß einer EU-Harmonisierung – beendet würde.

Das kann eigentlich nur dann der Fall sein:

·         Wenn Prüfungsverbände meinen, in einem offenen Wettbewerb nicht bestehen zu können.

Es sollte eigentlich nicht schwierig sein, das Leistungsangebot von „Spezialisten“, wie es die Verbände sind (bzw. sein sollten), bereits jetzt – zugunsten ihrer Mitglieder - zu optimieren. Das gilt besonders für den Bereich „Prüfen“.

Hier ist ganz sicher eine Diskussion notwendig, wie aus einer „Überprüfung“ von bereits vollendeten Geschäftsabläufen, eine zukunftsbezogene „Mehrwert-Prüfung“ entstehen könnte. Dazu ist sicherlich eine neue Sichtweise erforderlich, die über „Zahlen-Korrektness“ hinausgeht.

Die Frage muss gestellt werden, welche Bedeutung die Menschen in einer Genossenschaft bezüglich des Geschäftserfolgs einer Genossenschaft haben?

Aufgrund der (Verantwortungs- und Handlungs-) „Gemeinschaft der Teilhaber“ entsteht ein latentes Potential der „Überlegenheit“, das bisher noch nicht hinreichend zur Entfaltung gekommen ist.

Wir nennen das – verkürzt gesagt – die „Energie hinter den Zahlen“ zu erkennen.

Es fehlt derzeit bei den Verbänden zu erkennen, dass die traditionelle „Prüfer-Qualifikation“ um neue Beratungsfelder erweitert werden könnte. Ob das zu einer diesbezüglichen Kompetenzerweiterung des Prüfers führen sollte oder ob dies eher eigenständig personell zu ergänzen wäre, muss hier nicht abschließend beurteilt werden.

Sicher ist aber, dass der Aspekt „Prüfen“ und „Beraten“ (in Verbindung mit der förderwirtschaftlichen Grund-Erfordernis) eher gleichwertig zu sehen sind wird zu diskutieren sein. Und „Prüfungsberichte“ von Genossenschaften müssen sich erheblich von „Wirtschaftsprüfungs-Berichten“ unterscheiden. …

Wir würden den Verbänden raten, bereits jetzt ihr Leistungsangebot so zu gestalten, „als ob“ das bestehende „verbandliche Prüfungsmonopol“ bereits aufgehoben wäre. …

Derzeit haben – soweit wir es übersehen – weder wichtige Verbände - noch der Staat ein Interesse, das Thema „Prüfungspflicht“ und „Pflichmitgliedschaft“ in Prüfungsverbänden zu liberalisieren.

Die absolute Mehrheit der EU-Staaten hat keine „Pflichmitgliedschaft“ in staatlich kontrollierten Verbänden und es gibt von dort auch keine Nachrichten, dass das

problematisch wäre. Kein Land der EU ist bereit, sich auf eine Anpassung in Richtung Deutschland oder Österreich einzulassen.

Im Gegenteil, sie erkennen deutlich:

·         Pflichtmitgliedschaft scheint den Genossenschaftssektor eindeutig zu behindern!

Die Anzahl der Neugründungen und der Gesamtzahl der Genossenschaft (bezogen auf die Gesamt-Bevolkerung) spricht eine klare Sprache:

·         Deutschland und Österreich sind aufgefordert, endlich den Sonderweg zu beenden oder Nachweise vorzulegen, die diesen Sonderweg rechtfertigen!

Danke für euere Frage und viel Spaß beim Kooperieren!    

 

Bewusstseins-Wandel ist „Taktgeber“ für den „Kooperativen-Wandel“!

Genossenschaft-Online ist eine Fachgruppe des SmartCoop ForschungsInstituts (SCFI) im  Bundesverband MMW. Unsere Berater sind: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts-u. Prüfungsverband, IWMC QuantenInsitut Internationale Wissenschafts- u. MedienCooperation und  CoopGo Bund Freie Genossenschaften.

Wir behalten uns vor – ausschließlich zum Zwecke der besseren Lesbarkeit – Fragen geringfügig abzuändern.

Kontakt: gks@menschen-machen-wirtschaft.de  

 

02.11.2019

Sind Genossenschaften – „Stabilisatoren“ für ein todkrankes System?


Oder: Wenn es noch keine Genossenschaften gäbe, müsste man sie jetzt erfinden (wie der Raiffeisen), um die damals erstarkende Arbeiterschaft „abzulenken“. Nur wenn man den Kritikern eine „scheinbare Alternative“ im System anbietet, kann man den Widerstand gegen den abknickenden Kapitalismus noch eine Weile kanalisieren …    

DuoThinko – Denken „trifft“ Wahrnehmen

Wir könnten mehr wissen, wie wir denken zu wissen –
Viele Menschen zeigen das bereits, besonders die junge Generation



Frage:
Unsere Hochschul-Gruppe verfolgt das „Spielchen“ mit den Genossenschaften schon eine ganze Weile intensiv und grinsend. Wir haben uns deshalb auch mit der Funktion der Genossenschaften in einem kapitalistischen System beschäftigt. Schon vor 200 Jahren erkannte ein Herr Raiffeisen – der übrigens auch antisemitische Thesen verbreitet hat – gut, dass man die Arbeiterklasse dadurch schwächen könnte, indem man ihnen sogenannte Selbsthilfeorganisationen ermöglichte. Das Genossenschaftsrecht wurde also nicht geschaffen, um etwas zu verändern, sondern um etwas (altes) zu stabilisieren. Auch die Faschisten haben das schnell erkannt und sich der Genossenschaften bedient. Interessant ist, dass die bestehenden Genossenschaftsverbände sich geradezu „anbiederten“, dabei den Nazis zu Diensten zu sein. Damals wurden dann auch die „Prüfungsverbände“ geschaffen, die bis heute dem System „zu Diensten“ sind; nur mit einem „neuen Auftrag“. Ein wirklich intelligentes Konstrukt wurde damals geschaffen, um „indirekt“ Genossenschaften kontrollieren zu können …
Heute lautet der Auftrag wohl anders: Sichere das Bestehen eines stark schwächelnden, wahrscheinlich bereits todkranken Systems mit Namen Kapitalismus; manche sagen auch – verschönernd – Konkurrenz dazu. …
Alle Rechtsbereiche, gleich ob AG, GmbH oder in welcher Form auch immer können sich frei entfalten. Klar doch, sie sind Teil des bestehenden Systems. Nur bei Genossenschaften wird ein „Verband“ gefordert, dem jede Genossenschaft angehören muss. Dieser (Über-) Prüfungsverband wird staatlich kontrolliert. Er ist abhängig vom Wohlwollen des Staates (Aufsichtsbehörden). Dessen Aufgabe wiederum ist es, die Genossenschaften zu (über-) prüfen. …
Irgendwie top gelöst, um Genossenschaften in einem engen Korridor des bestehenden Systems zu halten. …
Macht doch mal den „Selbst-Test“: Schreibt in eine Genossenschaftssatzung rein, dass der Förderzweck der Mitglieder ist, aus dem bestehenden Wirtschaftssystem auszutreten und ein wirklich kooperatives neues Wirtschaften anzustreben. Und dass ihr untereinander „tauschen“ wollt und deshalb kein „Geld“ fließt, sondern Wert gegen Wert verrechnet wird. …
Dann sucht ihr euch dazu einen „Prüfungsverband“ in Deutschland. Viel Spaß bei dieser „Nummer“. …
Also für uns sind Genossenschaften einfach nur „Systemstabilisierer“, solange, bis man uns vom Gegenteil überzeugt. Aber sie werden dem maroden System auch nicht helfen, zu gesunden. Der Virus „jeder bekämpft jeden“ macht entweder die Menschen kaputt oder die gesamte Existenz. … Alles nur eine Frage von nur noch recht wenig Zeit …     
Na klar, müssen wir auch in einer „nachkapitalistischen“ Welt tätig sein. Dann könnten Genossenschaften durchaus gute Dienste tun. Sie sind halt anpassungsfähig; kommt nur darauf an, wer sich ihrer bedient. …  

Antwort:
Bitte seid nicht überrascht, wenn wir uns nicht intensiver auf eure – durchaus interessante – Analyse nicht weiter einlassen wollen.
Das hat mehrere Gründe, die auch für euch interessant sein könnten, wenn ihr kooperativen Wandel wirklich wollt.
Zunächst ist es für uns nicht so wichtig, was gewesen ist. Unser aller Leben ist „JETZT“. Und nur aus diesem JETZT heraus können sich Kräfte einer Neugestaltung entwickeln. Aus diesem JETZT entstehen auch die neuen Bilder, entsteht eine neue Welt. …
Es macht wirklich keinen Sinn, historische Abläufe zu nutzen, um daraus „Zukunft“ zu bauen. Wir können nicht wirklich wissen, was und warum sich damals wirklich „abgespielt“ hat. Es sind eher Vermutungen. Auch historische Dokumente erschließen sich heute nur aus der Sicht von heute. Selbst Zeitzeugen „bezeugen“ nur das, was ihr Verstand ihnen zur Verfügung stellt. Heute wissen wir jedoch, dass der Verstand nur 3-5 % (wenn überhaupt so viel) aufnimmt, was sich wirklich ereignet. Das war damals nicht anders! ….

Das Gestalten von Gegenwart und Zukunft quasi „per Rückspiegel“, ist nicht nur das Problem der Menschen, die sich mit „Geschichtswissenschaft“ beschäftigen, sondern sogar das Problem der meisten Eltern und wohl auch der Lehrer. …
Außerdem fällt uns auf, dass ihr „der“ Politik, „den“ Verbänden, „den“ Umständen, usw. mehr „Kraft“ zubilligt, wie ihnen eigentlich zusteht. Und muss nicht irgendjemand „seine“ Kraft zunächst abgegeben haben, damit Situation entstehen können, die ihr jetzt bemängelt? Nicht die „Institutionen“ sind das Thema. Es sind die Menschen, die solche Situationen erst ermöglichen. …

Wir bitten euch dringen euere „Positionen“ zu überprüfen, denn ihr beteiligt euch – bewusst oder unbewusst – daran, dass sich die Menschen ihrer Potenziale nicht bewusst werden – oder bewusst provokant ausgedrückt – endlich „aufwachen“ und sich ihrer wahren Kraft und Möglichkeiten bedienen. …

Alle Systeme, die bisher in der Menschheitsgeschichte in Erscheinung getreten sind, funktionierten irgendwie nach dem gleichen Grundsatz mit dem Namen: „Wir machen das FÜR EUCH“. Mögen die diversen „ismen“ (Systeme) auch noch so nett propagiert sein, sie ALLE haben nicht darauf gebaut, den Menschen sich ihrer wahren Potenziale bewusst werden zu lassen. Selbst Systeme der Neuzeit vergessen das gern. …

„Die“ Regierung, Parteien, Verbände, …. auch viele Genossenschaften, basieren genau auf diesem „Vergessen“. Dann ist der Schritt naheliegend, dass „Führer“, „Geführte“ und letztlich „Verführte“ entstehen. Und dann kommt dazu der „Irrglaube“, dass irgendjemand von denen es „neutral“ macht, sogar wisse, was für die „anderen“ gut oder richtig sei. So jemand weiß immer nur genau, was für „ihn“ oder „sie“ selbst vorteilhaft ist und überträgt diese Sicht auf „Die Anderen“.
So war und ist LEBEN eigentlich nicht gemeint.

Diese Sichtweise wird niemand gern eingestehen. Würde es trotzdem geschehen, wäre die Ära „Wir machen das FÜR EUCH“ zu Ende – in allen Lebensbereichen! …
Würde z.B. die Kirche ihre eigenen Texte wirklich zum Wohle der Menschen interpretieren, würde sie z.B. einige „Jesus-Zitate“ (Bibel) ganz obenan stellen. Er soll z.B. gesagt haben:

·       „Das, was ich kann, das könnt ihr auch und noch viel mehr“.
·       Und weiter: „Euer Glaube versetzt Berge“. …

Was ist damit gemeint?
Vereinfacht gesagt liegt darin die Sicht, dass JEDER Mensch die Fähigkeit hat, sein Leben – bestmöglich und sinnerfüllt - selbst zu gestalten. …

Wir vermuten, dass ihr nicht glauben könnt, dass das so ist, dass sich z.B. Menschen sogar selbst heilen könnten, dass Menschen grandiose Erfinder sein könnten, auch ohne akademische Titel, dass Menschen in Orchestern hervorragend spielen können, ohne Noten zu kennen, dass Menschen ohne Handy und andere Hilfsmittel sich – über alle Sprachdifferenzen und Entfernungen hinweg – bestens verständigen können (Telepathie) …

Könnt oder wollt ihr so etwas wirklich glauben? Wollt ihr es überhaupt wirklich wissen? Wenn ja, dann beginnt damit, euch nur noch auf das zu konzentrieren, was „gehen soll“ und nicht auf das, was (noch) „nicht geht“. …
Wir wollen euch noch einige Hinweise für „Mutmachen“ geben. Zunächst einige für die Aktualität und dann einige zur Perspektive.

Nehmen wir an, ihr wollt gemeinsam eine Firma gründen. Das Umfeld habt ihr erkannt, ist derzeit „kapitalistisch“ und läuft im „Konkurrenz-Modus“. Wir vermuten, ihr seid im Lande nicht die Einzigen, die das so erkannt haben und anders möchten. …
Nun, zur Veränderung bedarf es Menschen, die bereit und befähigt sind etwas ändern zu wollen. …
Dafür bedarf es des Willens und der Ziele.
Was also wären genau euere Ziele?
Kennt ihr bereits die Bilder, nach denen euere neu formierte Gesellschaft funktionieren könnte?
Wie sollte „regiert“ werden, wie produziert, wie verteilt, wie bezahlt, wie versorgt, wie ausgebildet, wie Konflikte geklärt werden? …
Solche und viel mehr Fragen müssten beantwortet werden, um einen (kooperativen) Wandel wirklich in Gang zu bringen. …

Wir wollen damit sagen, dass es nicht dabei bleiben kann, etwas abzulehnen, sondern vielmehr darum geht, etwas – wahrscheinlich völlig - Neues hervorzubringen. …
Die „Systemhalter“ (die, die keine Veränderung mögen) könnten sich eigentlich über jeden freuen, der sie „kritisiert“. Warum? Nun die Aufmerksamkeit ist dann auf das gerichtet, was nicht gewollt ist. Und wohin die Aufmerksamkeit fließt, dahin fließt auch die Energie. In diese „Wandlungs-Falle“ treten viele Menschen ein und stabilisieren damit – unbewusst – das, was sie eigentlich anders haben wollen. …
Bitte lenkt eure Aufmerksamkeit darauf, was ihr wirklich wollt und vergesst das beliebte „Spiel“ von kritisieren und urteilen.
Viel wirksamer ist, die neuen Bilder zu „malen“ und so zu tun, „als ob“ ihr bereits diese Ziele (Absichten) erreicht hättet. …  
Vielleicht könnte man so beginnen:
Wie wäre es z.B. ein „Netzwerk des Gleichklangs“ zu bilden?
Ihr definiert, was ihr wirklich wollt, z.B. etwas (allgemein) Nützliches herzustellen und anderen Menschen verfügbar zu machen. Ihr wollt dies gemeinschaftlich tun und verbindet euch mit denen, die diese Vorgehensweise teilen. …
Nun, ihr seid noch Teilnehmer innerhalb eines Systems, das ihr eigentlich überwinden wollt. Na und? Jetzt definiert ihr, wie genau eure Beziehungen nach innen und außen aussehen sollen. Ihr legt z.B. fest, was, womit, wozu, wie, warum, etc. erstellt und angeboten werden soll. …

Daraus entstehen die ersten „Bilder“ von einer Gesellschaft, von der ihr meint, dass sie der Zukunft entsprechen könnte. Ähnlich wie „Übungsfirmen“, „spielt“ ihr die Abläufe (theoretisch) durch.  Dabei „fühlt“ ihr hinein in die entstehenden Potenziale. Wir sagen bewusst „fühlen“, weil wir über den Verstand hinausgehen wollen. Der Verstand ist wenig geeignet, um wirklich Neues entstehen zu lassen. Er nutzt nur das Bekannte und „bearbeitet“ dies anders. …
Ihr benötigt jedoch etwas, was es bisher (noch) nicht gab!
Wirkliche Kreativität, Innovation oder „Genialität“ entsteht nicht aus bereits „Bekanntem“. Dieses Wissen – das ihr benötigt - nennen wir Intuition oder Inspiration. Es ist die Art, wie „Erfindungen“ in die Welt kamen und kommen. Wenn nach langen intensiven Diskussionen der Verstand völlig „übermüdet“ war, machte – Albert Einstein -  oft allein einen Spaziergang. Und genau dabei kamen ihm die besten Ideen. …
Was kann uns das Lehren? Nicht der Verstand machte ihn zum „Genie“, sondern etwas anderes. …
Wir sprechen ganz allgemein davon, sich den Zugriff zum „Quantenfeld“ zu eröffnen. Man glaubt es kaum, aber unser Verstand ist der „Zensor“ zwischen „Normalität“ und „Genialität“.
Gern werden wir – falls Interesse besteht – dazu mehr sagen. …

Wir wollen noch auf euere Kritik an der möglichen Unternehmensform „Genossenschaft“ eingehen, denn mit Vereinen ist wirtschaftliches Handeln nur sehr bedingt möglich. …

Eure Skepsis gegenüber Genossenschaften vermögen wir nicht unbedingt zu teilen. Dennoch finden wir es richtig und wichtig, sich darüber klar zu werden, dass Genossenschaften in der Vergangenheit durchaus eher zur Stabilisierung von Konkurrenzsystemen diensten und nicht zu deren „Überwindung“. …
Ob Herr Raiffeisen ein „Antisemit“ war, ist auch Vergangenheit, nützt uns jetzt wenig. Auch ohne Herrn Raiffeisen gäbe es wohl heute so etwas wie Genossenschaften, denn irgendwie muss es ja eine (gemeinschaftsbezogene) Rechtform – auch in einem Konkurrenzsystem geben. …

Aber wozu dient sie oder wem dient sie und warum?

Ganz allgemein gesagt, soll sie wohl einerseits (kooperative) Alternativen ermöglichen, andererseits aber auch verhindern, dass dies zu einer grundlegenden „Systemveränderung“ führt. Das wäre die Funktion „System-Stabilisator“. …
Aber wir sehen auch durchaus, dass mittels Genossenschaften ein „Systemwandel“ möglich wäre. Dafür müsste jedoch das Umfeld, in dem Genossenschaften wirken verändert werden.
Nehmen wir beispielhaft die Pflichtmitgliedschaft in Prüfungsverbänden.
Die Frage ist berechtigt, ob solche Verbände eher dem Staatswillen, eher dem Willen ihrer Mitglieder oder gleichzeitig beiden „Vorgaben“ genügen (müssen).
Zulassung und Aberkennung der Zulassung obliegt dem Staat. Angenommen, die Verbandsmitglieder würden wirklich von ihrer Souveränität Gebrauch machen und in ihrer Satzung so etwas wie eine „Systemkorrektur“ einfügen. Was geschähe dann? Ihr ahnt die Antwort. Insoweit geben wir euch durchaus Recht, dass Genossenschaften – zumindest indirekt – systemkonform wirken müssen.
Dennoch glauben wir nicht, dass irgendein Verband es bereits einmal gewagt haben könnte, das „auszutesten“. Eher ist eine Art vorauseilender „Gehorsam“ wahrscheinlich …
Es spricht einiges dafür – sofern es bei einer staatlich verordneten Pflichtmitgliedschaft für Genossenschaften bliebe – darüber nachzudenken, dass Genossenschaftsinitiativen, die wirklich kooperativen Wandel anstreben, auch Einfluss in einem solchen Verband nehmen müssen. Sofern das nicht möglich ist, könnte man auch an eine Neugründung denken. …

Aus der Perspektive „verbandliche Systemstabilisierung“ könnten auch Initiativen Sinn machen, die konsequent eine Pflichtmitgliedschaft von Genossenschaften in „staatlich beaufsichtigten Verbänden“ ablehnen und darauf verweisen, dass dies „Relikt“ von 1934 nicht EU-konform ist. Bis auf Österreich hat nur noch Deutschland diese Form „indirekter Staatskontrolle“ von Genossenschaften. Deshalb sind auch die genossenschaftlichen Verbände solcher Länder wesentlich mutiger bezüglich ihrer politischen Forderungen. Dies wiederum spiegelt sich auch in den deutlich höheren Neugründungen von Genossenschaften wider.

Da es zur Genossenschaft derzeit vermutlich keine wirkliche Alternative gibt, um gemeinsam und gemeinwirtschaftlich handeln zu können, also quasi kooperativ Wirtschaft zu tätigen, würden wir derzeit das „kleinere Übel“ anbieten wollen, sich sehr genau solche Verbände anzusehen, vor allem deren „Staatsnähe“ genauer zu beurteilen. Im Rahmen der innerverbandlichen Willensbildung sollte aktiv Einfluss genommen werden, z.B. durch Gründung einer Fachgruppe „kooperativer Wandel“. …
Wir verweisen auch auf eine interessante Initiative des MMWCoopGo Bundesverbandes hin, Artikel 20 des Grundgesetzes (Staatszielbestimmung) in Richtung Kooperation zu konkretisieren, durch Einfügung nur eines einzigen Wortes („kooperativer“). Allein die Diskussion – wahrscheinlich im Rahmen eines Volksbegehrens – würde zeigen, welche Partei wirklich an einem kooperativen Wandel interessiert ist oder nur eben an etwas intelligenter Systemstabilisierung mittels eines „Feigenblattes“ namens Genossenschaft. ...

Fazit:
Intelligente Lösungen ergeben sich niemals durch „urteilen“, „verurteilen“ oder „kritisieren“. Denn all das sind eigentlich „System-Stabilisierer“. Intelligent ist vielmehr, neue Konzeptionen zu entwickeln und „Sog-Kraft“ (durch wahre WirKraft“) zu erzeugen. Und all das sollte im „Mit-Stil“ („wir machen das MIT euch“) und nicht im (alten) „Für-Stil“ („wir machen das FÜR euch“) erfolgen. …
Und bitte bemüht euch um die Entwicklung des Bewusstseins, nicht so sehr des Verstandes. Gerade Menschen, die ab dem Jahre 2000 geboren wurden, sind sehr daran interessiert, bereit und fähig, wirklich kooperative Strukturen und lebenskonforme Inhalte, in Erscheinung zu bringen. Sie erkennen auch sehr genau, ob ein „Wir“ tatsächlich gemeint ist, oder nur eben „taktisch“. …
Viel Spaß beim Mitwirken auf dem Weg zu einer kooperativen Gesellschaft in unserem Lande. …
             
erfolgen

FragestellerIn: Hochschulgruppe „Alternative Wirtschaft“


Redaktion: FG DuoThinkO im IWC QuantenInstitut
(Internationale Wissenschafts- Cooperation für angewandte Quantenphysik) info@quanteninstut.de

Hinweis:
SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI)
c/o MMWCoopGo Bundeverband der Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft e.V.

Wir bedanken uns beim IWMC QuantenInstitut für die Möglichkeit zur Veröffentlichung dieses Beitrages. SCFI muss nicht mit den Inhalten von Beiträgen Dritter übereinstimmen. Ausreichend ist, dass diese Beiträge Impulse zur Entwicklung eines kooperativen Wandels implizieren..


20.07.2012

GENOSSENSCHAFTEN „barrierefrei“ gründen.


Umfrageergebnisse von MMW zeigen eindeutig auf, dass die von der SPD kritisierten „vergleichsweise hohen Rechtsformkosten“ durchaus bestehen. Ursächlich sind meist hohe Kosten für Gründungsprüfungen oder begleitende Beratungsvereinbarungen, deren Stellenwert von zahlreichen Befragten – zumindest nur teilweise – nachvollzogen werden kann.
Aber was wäre eine Lösung die schnell Abhilfe schafft?
Im VerbändeNetzwerk Menschen Machen Wirtschaft e.V. (MMW) wird die Gesetzesinitiative der SPD zur Erleichterung von Genossenschaftsgründungen grundsätzlich begrüßt (Gesetzesantrag 17/9976).
Die Frage ist nur – so Vorstand Gerd K. Schaumann – ob es einer solchen Gesetzesinitiative überhaupt bedürfe. Denn indirekt stellt die SPD die Verbände an den „Pranger“, die eigentlich zuständig wären, Genossenschaftsgründungen zu befördern.
MMW sieht – wenn überhaupt – dass eine Gesetzesinitiative zugunsten einer „Kooperativgesellschaft haftungsbeschränkt) nicht mehr im Jahr 2012 erfolgen würde.
Besonders pikant, dass die UNO das laufende Jahr zum „Jahr der Genossenschaften“ ausgerufen hat. Man wirbt landauf-landab mit dem Motto: „Genossenschaften – Ein Gewinn für Alle“, besonders engagiert bei den traditionellen und großen Genossenschaftsverbänden. Eine solche Werbung, so MMW, mag zwar ganz schön für viele gute Veranstaltungen und zur Imageförderung von Genossenschaften sein, hilft aber keinen Gründern über die finanziellen „Eintritts-Barrieren“ hinweg.
Seit Anfang des Jahres haben deshalb die im Deutschen GenoKoopBund, dem Dachverband in dem  FREIE und UNABHÄNGIGE Genossenschaftverbände und Prüfungsverbände kooperativ zusammengeschlossene sind, eine echte GENO-GRÜNDUNGS-ALTERNATVE für das Jahr 2012 angeboten. Einer der wichtigen Kerne dieser Botschaft an das UNO-Jahr 2012 ist die Initiative „Barrierefreie Genossenschaftsgründung“.
Das MMW-VerbändeNetzwerk Menschen Machen Wirtschaft koordiniert diese Aktivitäten. Das heißt bei MMW konkret folgendes: Abschluss von Rahmenvereinbarungen mit angeschlossenen Prüfungsverbänden, u.a. um „Rechtsformnachteile“ zu vermeiden. Dabei spielen die Kosten eine entscheidende Rolle.
Der Vorstand von MMW: Wir haben uns mit reformbereiten Prüfungsverbänden gemeinsam hingesetzt um – unter Abwägung aller gesetzlichen Erfordernisse – einen Gründungsstart hinzubekommen, der wirklich barrierefrei ist, und trotzdem erfolgversprechend. Dabei ist schnell klargeworden, dass weder ein umfangreiches Gründungsgutachten, noch eine teuere Startberatung, besondere Wirkung für den Unternehmenserfolg entfalten.  Zugleich wurden gezielt Unternehmensberater und Beratungsgruppen an Universitäten und Fachhochschulen angesprochen, die den Gründungprozess, kostengünstig und effektiv – auf Wunsch der Gründer - begleiten können.
Das Ergebnis: Alle Gründer sind bisher hoch zufrieden, und es spricht sich erfreulich schnell herum, dass so etwas geht, und offensichtlich sogar  ganz ohne Qualitätsverlust.
MMW bittet alle Gründer, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, sich – ganz marktkonform – diverse Angebote von Verbänden einzuholen. Es ist inzwischen in Deutschland möglich geworden, dass es auch einen – durchaus gesunden – Wettbewerb zwischen den Genossenschafts- und Prüfungsverbänden gibt.
MMW hat auch eine Marktrecherche gemacht, um notwendige Transparenz am „Gründer-Markt“ zu haben. Wie bei vielen Vergleichen nicht unüblich, besetzen die Marktführer nicht die Spitzenplätze. Den Vorwurf der Großen, dass „Gefälligkeitsgutachten“ gegeben würden, lässt MMW nicht gelten. Hohe Preise mit guter Qualität gleichzusetzen und niedrigere Preise mit Qualitätsminderungen zu assoziieren, wäre eine kühne These und ist bisher noch nirgends belegt worden, so der MMW Vorstand.
Wir wollen, so MMW,  im UNO-Jahr,  das richtige Motte „Ein Gewinn für ALLE – Genossenschaften“ ernst nehmen und es nicht – wie bereits von zahlreichen enttäuschten Gründern bereits ironisch angemerkt wurde – zu einem Motto verzerren lassen, das da vielleicht lautet: „Ein Gewinn für alle Genossenschaftsverbände“.
MMW fordert deshalb – parteiübergreifend – dass sich Parlamentarier mit den Genossenschaftsverbänden an einen Tisch setzen, um – noch im UNO-Jahr 2012 – zu einem „Solidarpakt zur Förderung barrierefreier Genossenschaftsgründungen“ zu kommen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht - so der Vorstand von MMW  - und haben mit mehreren Prüfungsverbänden „vergleichsweise  n i e d r i g e  Rechtsformkosten“ hinbekommen.