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Frage (Auszug) |
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Wir sind eine
recht neue Genossenschaft und suchen Kontakt nach Frankreich, Spanien und
Italien. Unsere Freunde in Frankreich möchten nun eine Genossenschaft in
Deutschland gründen. Dabei wollen sie von uns beraten werden. In unseren
Gesprächen haben wir erfahren, dass man in Frankreich z.B. nicht eine
„Pflichtmitgliedschaft“ in einem Prüfverband eingehen muss. Wir haben nicht
nur darüber gestaunt, sondern auch mitbekommen, dass in Frankreich viel mehr
Lebendigkeit bereits bei der Gründung einer Genossenschaft besteht. Weil das
bei uns in Deutschland alles immer komplizierter ist, wie anderswo, wird es
zunächst keine Gründung der Franzosen in Deutschland geben. Nun, wir waren
mit unserem Prüfungsverband nicht direkt unzufrieden, haben jedoch gemerkt,
dass solche Prüfer sich kaum in den „Genossenschafts-Alltag“ hineinversetzen
können. Sie „kleben“ förmlich an ihren Zahlen, aber echte Impulse haben wir
bisher keine bekommen. Ein Mitglied unserer Genossenschaft ist Anwalt. Er hat
uns erklärt, warum es in Deutschland überhaupt die (gesetzliche) Pflicht
gibt, einem Prüfungsverband angehören zu müssen. Wir haben auch dazu unseren
„Prüfer“ gefragt. Der hatte eine – für
ihn – einfach Auskunft: „Das ist halt so, weil es im Gesetz steht“. Diese
Antwort hat uns irgendwie nachdenklich gemacht und wir haben intensiver
recherchiert. Das Ergebnis war „desillusionierend“, das hat viel mit der Zeit
des Faschismus zu tun. Wir würden jedem Genossenschaftler empfehlen, dazu mal
die Bücher von Herrn Wilhelm Kaltenborn zu lesen (gern geben wir euch die
Titel dazu. ..) Was ist euere
Meinung dazu und kennt Ihr Menschen, die positive Erfahrungen gemacht haben,
die ein „Prüfungs-Monopol“ der Verbände rechtfertigen? Wir werden in
Kürze an einer europäischen Konferenz von Genossenschaften teilnehmen. Könnt
Ihr uns bitte deshalb recht kurzfristig antworten?. Uns ist auch unklar,
warum es in Deutschland einen „EU-Sonderweg für Genossenschaften in
Deutschland“ gibt und wann man das Genossenschaftsrecht endlich in Europa vereinheitlichen
wird. Gibt es eurer
Sicht eine inhaltliche Rechtfertigung – und worin liegt die – dass man in
Deutschland „zwangsweise“ einem Prüfungsverband angehören muss. Gern hätten
wir Literaturhinweise zu unseren Fragen, weil einige unserer Mitglieder
überlegen, zu solchen genossenschaftlichen Themen „Bachelor- oder
Master-Arbeiten zu schreiben. … Wie ist die
Stellung zu solchen Themen der „Genossenschafts-Institute“ in Deutschland.
Wir haben gehört, dass diese Institute irgendwie von Außen „subventioniert“
werden, was nicht unbedingt auf „unbeeinflusste Forschung“ hindeutet. …. |
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FragestellerIn: Startup
Genossenschaft im Bereich „Digitalisierung und Kommunikation“. |
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Antwort (Auszug): |
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Ssenschaft in Deutschland muss |
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Allein euere
Fragen ließen sich bereits zu einer „Bachelor-Arbeit“ ausbauen. … Wir wollen
versuchen, recht kurz zu bleiben, ohne das Wesentliche auszuklammern. Wenn Ihr die
Bücher von Herrn Kaltenborn bereits gelesen habt, brauchen wir darauf
nicht weiter eingehen. Wir danken Herrn Kaltenborn für seine verdienstvolle
Arbeit. Wir könnten es uns recht einfach machen, weil wir keine „historischen
Altlasten“ kommunizieren müssen, unsere Verbandsorganisation ist erst in der „Neu-Zeit“
entstanden. …. Lasst uns mit
einer Frage beginnen: Was könnte der
Grund dafür sein, weshalb auch heute noch ein Relikt besteht, das in
der Zeit des Nationalsozialismus seine besondere Bedeutung hatte: ·
Die immer noch ungewöhnlich intensive Staatskontrolle im
Genossenschaftsbereich! Aus Sicht der Staatsfunktion
der NS-Zeit machte Kontrolle Sinn. … Aber was ist
der Sinn in der heutigen Zeit, wenn „Staatskontrolle“ nicht mehr im
Vordergrund stünde? Halten wir
fest: ·
Vor 1934 gab es keine Staatskontrolle. ·
Erst die „Nazis“ führten sie ein. ·
Aber auch nach 1949 war man immer noch der Auffassung, eine „Staatskontrolle“
zu benötigen! Wenn das nicht
nachdenklich macht. … Abstrakt
könnte man fragen: ·
Was ist heute das Staats-Motiv, um Genossenschaften in einen staatlichen
Kontroll-Prozess zu halten? Und erweitert
könnte man fragen: ·
Warum diese Staatskontrolle jetzt sogar ausgedehnt wird, statt darüber
nachzudenken, sie sukzessive zu minimieren, gegebenenfalls ganz aufzugeben? Ein Blick auf
fast alle EU-Staaten (außer Österreich) zeigt, dass das geht und wie gut das
funktioniert. Irgendwie
merkwürdig: ·
In Ländern mit „Staatskontrolle“ „dümpelt“ der „Genossenschafts-Bereich
auf niedrigem Niveau, vor allem die Zuwachsraten sind niedrig ·
In Ländern ohne „Staatskontrolle“ boomt – sozusagen - der
Genossenschaftsbereich, „Geno-starup“ ist „in“! Nun, der „Staat“
in Deutschland wird darauf verweisen, dass es ja Genossenschafts- und
Prüfungsverbände gibt, die als „Eingetragene Vereine“ sich quasi selbst
organisieren. Es scheint so,
als wären heute „Prüfungsverbände“ in freier Regie der Vereins- bzw.
Verbandsmitglieder. Sind sie aber nicht. Das Recht der Mitglieder
eines Verbandes sich „selbst zu verwalten“ ist nicht unerheblich
eingeschränkt. Das beginnt
bereits damit, dass das „Prüfungsrecht“ staatlich verliehen wird und
natürlich auch „zurückgenommen“ werden kann. Jede
Genossenschaft in Deutschland muss – um in das Register eingetragen zu werden
und somit als „eG“ firmieren zu können - einem „staatlich beaufsichtigten“
Verband angehören. Gehört sie
keinem Verband an, wird sie „ausgetragen“. Sie ist dann zwar noch immer eine
Genosenschaft, aber hat keine Haftungsbegrenzung mehr. … Die „Staatskontrolle“
der Verbände äußert sich vielfältig. Landesbehörden
entscheiden über die Zulassung von Prüfungsverbänden und überwachen deren
Tätigkeit. Im Rahmen einer sog. Qualitätskontrolle „überwacht“ zusätzlich die
Wirtschaftsprüferkammer und auch andere „Quasi-Staatliche“ Einrichtungen werden
tätig, wie z.B. die Verbraucherberatung. Auch wenn sie alle irgendwie
„gerechtfertigt“ erscheinen mögen, greifen sie doch letztlich nicht
unerheblich in die genossenschaftliche Souveränität ein. Ist das
beabsichtigt oder eher „zufällig“? Die
Alternativen sind offenkundig und lauten: ·
Entweder man vertraut den Menschen, dass sie im Rahmen von Selbstorganisation
ihre originären Themen selbstverantwortlich regeln können, so wie das
Vereinsrecht es vorsieht. ·
Oder man unterstellt, dass Menschen (irgendwie) unmündig und unfähig
sind, ihre Mitgliedschaften selbst mit Leben auszufüllen. In diesem Bild
orientiert man eher auf „Überwachung und Kontrolle“; letztlich die
Staatskontrolle … Nun, Länder
wie Deutschland und Österreich taten sich mit Selbstorganisation und
Vertrauenskultur schon immer etwas schwerer. … Der Hinweis
zur EU-Harmonisierung ist interessant. Eigentlich hätte er aus Deutschland
längst selbst kommen müssen. Diese Frage
wäre berechtigt: ·
Warum ist wirkliche Selbstorganisation und Selbstverwaltung nicht längst
eine Forderung der deutschen und österreichischen Genossenschaft- und
Prüfungsverbände? Fürchtet man
sich und wenn ja, warum und was befürchtet man? Einer
EU-Harmonisierung – damit einer Pflichtmitgliedschaft für Genossenschaften in
Prüfungsverbänden, wird man in Deutschland nicht dauerhaft „entgehen“
können. Aber man
könnte den „Druck“ hin zu dieser Forderung intelligent minimieren,
z.B. durch eine andere Verbände-Politik. … Wer mit etwas
mehr Intelligenz statt borniertem Verbands-Ego sich solche Entwicklungen
anschaut, muss einfach erkennen, dass die Verbände sich irgendwie selbst
daran zu beteiligen scheinen, den Druck in Richtung „EU-Harmonisierung“ zu
forcieren. Das zentrale
Stichwort heißt: „Mehrwert“! Angenommen,
Mitglieder in einem Prüfungsverband sind vollends zufrieden mit dem „Service-Angebot“
ihres Verbandes in Bezug auf die Kosten und die Leistungen. ·
Würden diese Mitglieder aus dem Verband austreten, wenn die Pflichtmitgliedschaft
aufgehoben wäre? Nein, natürlich nicht,
weil anzunehmen ist, dass dieser – auf Genossenschaften spezialisierte
Sachverstand (Service) - im „Preis-Leistungs-Verhältnis“ nirgendwo
vorteilhafter wäre. In einem
Verband legen die Mitglieder die Gebühren selbst fest, bei privaten
Organisationen (Wirtshaftsprüfer, etc.) gelten ungleich höhere Gebührensätze. Die Frage ist
angemessen, weshalb (Prüfungs-) Verbände überhaupt „Angst“ haben, wenn die
Pflichtmitgliedschaft in Verbände – gemäß einer EU-Harmonisierung – beendet würde. Das kann
eigentlich nur dann der Fall sein: ·
Wenn Prüfungsverbände meinen, in einem offenen Wettbewerb nicht
bestehen zu können. Es sollte eigentlich
nicht schwierig sein, das Leistungsangebot von „Spezialisten“, wie es die
Verbände sind (bzw. sein sollten), bereits jetzt – zugunsten ihrer
Mitglieder - zu optimieren. Das gilt besonders für den Bereich „Prüfen“. Hier ist ganz
sicher eine Diskussion notwendig, wie aus einer „Überprüfung“ von
bereits vollendeten Geschäftsabläufen, eine zukunftsbezogene „Mehrwert-Prüfung“
entstehen könnte. Dazu ist sicherlich eine neue Sichtweise erforderlich, die
über „Zahlen-Korrektness“ hinausgeht. Die Frage muss
gestellt werden, welche Bedeutung die Menschen in einer Genossenschaft
bezüglich des Geschäftserfolgs einer Genossenschaft haben? Aufgrund der (Verantwortungs-
und Handlungs-) „Gemeinschaft der Teilhaber“ entsteht ein latentes
Potential der „Überlegenheit“, das bisher noch nicht
hinreichend zur Entfaltung gekommen ist. Wir nennen das
– verkürzt gesagt – die „Energie hinter den Zahlen“ zu erkennen. Es fehlt
derzeit bei den Verbänden zu erkennen, dass die traditionelle „Prüfer-Qualifikation“
um neue Beratungsfelder erweitert werden könnte. Ob das zu einer diesbezüglichen
Kompetenzerweiterung des Prüfers führen sollte oder ob dies eher eigenständig
personell zu ergänzen wäre, muss hier nicht abschließend beurteilt werden. Sicher ist
aber, dass der Aspekt „Prüfen“ und „Beraten“ (in Verbindung mit der förderwirtschaftlichen
Grund-Erfordernis) eher gleichwertig zu sehen sind wird zu diskutieren
sein. Und „Prüfungsberichte“ von Genossenschaften müssen sich erheblich
von „Wirtschaftsprüfungs-Berichten“ unterscheiden. … Wir würden den
Verbänden raten, bereits jetzt ihr Leistungsangebot so zu gestalten, „als
ob“ das bestehende „verbandliche Prüfungsmonopol“ bereits aufgehoben
wäre. … Derzeit haben –
soweit wir es übersehen – weder wichtige Verbände - noch der Staat ein
Interesse, das Thema „Prüfungspflicht“ und „Pflichmitgliedschaft“ in
Prüfungsverbänden zu liberalisieren. Die absolute
Mehrheit der EU-Staaten hat keine „Pflichmitgliedschaft“ in staatlich kontrollierten
Verbänden und es gibt von dort auch keine Nachrichten, dass das problematisch
wäre. Kein Land der EU ist bereit, sich auf eine Anpassung in Richtung Deutschland
oder Österreich einzulassen. Im Gegenteil,
sie erkennen deutlich: ·
Pflichtmitgliedschaft scheint den Genossenschaftssektor eindeutig zu
behindern! Die Anzahl der
Neugründungen und der Gesamtzahl der Genossenschaft (bezogen auf die Gesamt-Bevolkerung)
spricht eine klare Sprache: ·
Deutschland und Österreich sind aufgefordert, endlich den Sonderweg zu
beenden oder Nachweise vorzulegen, die diesen Sonderweg rechtfertigen! Danke für
euere Frage und viel Spaß beim Kooperieren!
Bewusstseins-Wandel
ist „Taktgeber“ für den „Kooperativen-Wandel“! |
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Genossenschaft-Online
ist eine Fachgruppe des SmartCoop
ForschungsInstituts (SCFI) im Bundesverband MMW. Unsere Berater sind:
DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts-u. Prüfungsverband, IWMC
QuantenInsitut Internationale Wissenschafts- u. MedienCooperation und CoopGo Bund Freie Genossenschaften. |
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Wir behalten
uns vor – ausschließlich zum Zwecke der besseren Lesbarkeit – Fragen
geringfügig abzuändern. Kontakt: gks@menschen-machen-wirtschaft.de |
GENOSSENSCHAFTEN sind wesentlich mehr als nur eine weitere Unternehmensform - Ihr ERFOLG lebt von und mit engagierten MENSCHEN ... Modernes GenossenschaftsWesen versteht sich als IMPULSGEBER - FORUM - RATGEBER für eine wirklich FASZINIERENDE IDEE, die Viele und Vieles bewegen kann und wird ... - Dass das geht und wie das geht, wollen wir gemeinsam entwickeln! NEU: Sie können uns Ihre Fragen stellen ...
Willkommen
23.02.2021
Mehrwert bieten! – Nur so könnten die (genossenschaftlichen) Prüfungsverbände ihr „Prüfungs-Monopol“ retten.
25.01.2021
Genossenschaften - Die Unterschiede können erheblich sein ....
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Frage: |
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Ich kenne viele Menschen, die
Mitglied einer Genossenschaft sind oder waren. Das war für meine Beteiligung
an der Gründung einer Genossenschaft sehr wichtig. Nicht etwa, dass ich „euphorische“
Antworten bekam (das war eher selten der Fall!), aber ich wusste recht genau,
worauf ich mich einließ, selbst Geno-Gründer zu werden. … Der absolute „Clou“ war jedoch,
als ich einen Mitarbeiter einer Genossenschaftsbank fragte, was der Unterschied
zwischen einer „Bank“ und einer „Genossenschaftsbank“ sei? „Da gibt es keinen“
… Und als ich ihn fragte, ob ich für unsere Genossenschaft ein Konto eröffnen
könnte, stellte er mi die Frage: „ Warum nehmen Sie keine GmbH“ … Mir geht es nicht um solche
Aussagen, obwohl auch die etwas „seltsam“ für einen
Genossenschafts-Bank-Angestellten finde, mir geht es eher um meine Erfahrung
und wie meine Kommilitonen darauf reagierten. Ich erinnere mich, wie darauf
ein wahrscheinlicher Mit-Gründer reagierte. Seine überzeugende Antwort war: „Wer ein Unternehmen gründen
will, muss genau wissen, was, wie und warum er etwas tut, denn schließlich
muss man bereit sein, Kooperation – nach innen und außen - zu „lieben“.
Zunächst haben alle gelacht, aber bald wurde uns deutlich, was er damit
meinte. Sinngemäß meinte er, dass mit der Unternehmensform auch eine
menschliche Grundhaltung zu Ausdruck käme. Entweder man denke und handele wirklich
im „Miteinander“ oder man tue nur so. Klar, dass für uns Genossenschaft heißt,
nach innen und außen als „Wir“ zu denken und zu handeln“. Anderen
Kommilitonen, die eine GmbH gründen, ist es eigentlich (fast) egal, wie und
womit sie erfolgreich sind, Hauptsache, der „Laden“ läuft und den „GmbH-Eigentümern“
geht es gut. …Leider finden wir auch in vielen Genossenschaften diese „GmbH“-Mentalität“,
dass es egal ist, wie das Klima ist, was man verkauft und wo man einkauft. … |
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Antwort |
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Eure
Erfahrungen waren wichtig. Ja, eine Genossenschaft ist anders als eine GmbH
(sollte es zumindest sein) und Ja, eine Genossenschaft ist noch lange keine
wirkliche Kooperation, auch wenn man das meinen könnte. … Deswegen
halten wir den „genossenschaftlichen Findungsprozess“ für sehr
wichtig. Die potenziellen Teilnehmer an der Gründung müssen synchron sein in
ihrer (kooperativen) „Erwartungshaltung“. Das betrifft sowohl den
zwischenmenschlichen Aspekt nach innen, wie auch den nach außen. „Kooperations-Kultur“
kann nicht dabei enden, nur zu sehen, dass es der (eigenen) Gruppe „gut geht“.
Es sollte auch eine Rolle spielen, womit man sein „Geld verdient“
(z.B. Zukunftsfähigkeit). Wichtig ist auch, z.B. zu definieren, wie die Beziehung
„Genossenschaft-Kundschaft“ gesehen wird. … Wir bezeichnen
alle – aber auch wirklich alle – menschlichen Beziehungen, (nach innen und
außen) sozusagen als „kooperatives Netzwerk“. Und dieses Netzwerk
solle eine hohe kooperative Gesamt-Qualität haben. Nehmen wir dazu
einige Beispiele: ·
Nach welchen
Kriterien wählt man Produkte und Lieferanten aus? ·
Wie berät man
Kunden? ·
Wie sieht das „Beschwerde-Management“
aus? ·
Was umfasst der Begriff
„Weiterbildung“ (fachlich und zwischenmenschlich) ·
Was bedeutet der
Begriff „Kooperations-Unternehmen“ und wo liegt der Unterschied zu einem „Konkurrenz-Unternehmen“?
usw. Natürlich ist
es in einem (noch) ganz überwiegend „konkurrenzbezogenem“ Umfeld nicht
einfach, eine „Kooperations-Kultur“ durchgängig erfolgreich zu halten.
Manche Genossenschaften „knicken“ leicht ein und machen dafür den Wettbewerbsdruck
verantwortlich, wie z.B. Banken. Die Frage ist erlaubt: ·
Ist das Absicht oder
Unfähigkeit, einen „kooperativen Sonderweg“ intelligent zu
kommunizieren? Statt mittels „Kooperation“
bewusst zu „werben“, passt man sich eher in Richtung „Konkurrenz“ an, obwohl
man weiß, dass „Kooperation“ eindeutig der „Zukunfts-Trend“ ist … Wer ist dafür
verantwortlich? Die Vorstände,
die Aufsichtsräte, die Verbände oder die Politik? Seien Sie
nicht enttäuscht, wenn wir diese nicht an 1.Stelle verantwortlich sehen. Aus unserer
Sicht sind die Mitglieder (selbst) verantwortlich, denn die Ließen/lassen zu,
was geschah und noch immer geschieht…. Es geht bei Kooperation immer auch darum, (ganzheitliche)
„Selbst-Verantwortung“ zu sehen. Kooperation ohne Selbstverantwortung ist
kaum denkbar, kann eigentlich auch nicht (wirklich) funktionieren. Fazit: Kooperation
ist eben nicht nur einfach das „Gegenteil“ von Konkurrenz. Kooperation
ist/hat eine gänzlich andere Qualität, übernimmt stets Verantwortung für das
Ganze und fragt deshalb: ·
„Ist das zukunftsfähiger
Teil einer Gesellschaft, in der ich/wir wirklich gern leben möchte/n?“ –
jetzt und zukünftig? |
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Redaktion: AG
„CoopSpirit“ im IWMC QuantenInstitut
Kontakt: info@quanteninstitut.de Hinweis:
Fragen sind - redaktionell ggf. gekürzt - ohne den Inhalt zu verändern. |
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Unsere
Partner in Sachen Kooperation: SmartCoop ForschungsInstitut des
Bundesverbandes MMW (Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft e.V.) |
20.01.2021
Corona und Kooperativer Wandel
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Frage: |
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In unserer
Genossenschaft ist „Corona“ natürlich auch ein wichtiges Thema. Es gibt
inzwischen 2 Gruppierungen, die intensiv miteinander diskutieren. Die eine
Gruppe betrachtet eher die überwiegend positiven Effekte (z.B. zwischenmenschliche
Beziehungen), die andern haben Angst und Sorge um ihre berufliche Existenz.
Welche Erfahrungen bzw. Positionen habt Ihr dazu? … |
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Antwort |
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Wir könnten es abkürzen und sagen: ·
Erst „nach“
der „Corona-Zeit“ werden die eigentlichen „Folgen“ sichtbar werden und die „Diskussionen“
werden dann gänzlich anders geführt, als bisher … Aus Sicht von „Kooperation“ wird man sicherlich erkennen, das sich der „Gemeinschafts-Aspekt“
noch intensiver ausgeprägt hat. Man wir sicherlich sogar sagen können: ·
Wir haben viel
in puncto „Kooperation und Miteinander“ dazugelernt. … Der Begriff „Wirtschafts-Virus“, wie Corona/Covid auch oftmals
bereits bezeichnet wird, könnte sich sogar längerfristig „verfestigen“, weil
dort wohl nicht nur die größte (nachhaltige) Veränderung eintreten wird. Das
bisherige „Konkurrenz-System“ wird für nicht (mehr) „fortsetzungsfähig“
gehalten; seine „Trieb-Strukturen“ („Motivatoren“ sind einfach nicht nachhaltig
und „lebensbezogen“ … „Corona“ hat den interessanten Begriff „Lockdown“
eingeführt, sozusagen die Grundlage dafür geschaffen, dass – systembezogen –
letztlich: ·
Nicht mehr
über „Re-Start“, sondern eher über „Neu-Start“ nachgedacht, gesprochen und
entsprechend gehandelt wird. Wer hätte jemals gedacht, dass eine derart umfassende gesellschaftlicher
Umbauprozess in relativ kurzer Zeit möglich wäre? Aus Sicht des Kooperativen Wandels sind enorme Perspektiven erkennbar;
nutzen wir sie konstruktiv und nachhaltig, auch wenn die – kurzzeitigen –
Herausforderungen nicht einfach sind. … Die Jungen Generationen werden das zu würdigen wissen … |
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Redaktion: AG
„Coop-FAQ“ im IWMC QuantenInstitut Kontakt:
info@quanteninstitut.de Hinweis:
Fragen sind - redaktionell ggf. gekürzt - ohne den Inhalt zu verändern. |
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Unsere
Partner in Sachen Kooperation: SmartCoop ForschungsInstitut des MMW
Bundesverbandes der Cooperations- u. Genosenschaftswirtschaft e.V. |
18.01.2021
Kooperationswissenschaften und Kooperationswirtschaft – DIE historische Chance für Universitäten und Hochschulen
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Frage: |
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Wir würden gern
Kooperationswirtschaft studieren. Geht aber nicht, wird nicht angeboten. Auch
für Kooperationswissenschaften gibt es keine Studienangebote. In einer Zeit,
in der bereits das Wort „Kooperativer Wandel“ zum Alltagvokabular vieler –
besonders junger – Menschen zählt, ist es schon merkwürdig, daß Universitäten
bzw. Hochschulen nicht diese „historische“ Chance nutzen. Statt- dessen „konkurriert“
man lieber untereinander und „tüncht“ irgendwie das „Alte“ mit anderen „Farben“.
… Das ist eigentlich nicht wirklich „zukunftsfähig“ …. |
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Antwort |
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Wir wissen von
unserem Kooperations-Partner, dem Bundesverband MMW (Cooperations- und
Genossenschaftswirtschaft e.V.), dass bereits 2016 die damalige Präsidentin
der Kultusministerkonferenz positiv auf eine Initiative von MMW positv regierte: ·
(„Ich stimme Ihnen zu, dass die Stärkung der Kooperations- ein
zeitgemäßer, begrüßenswerter Ansatz ist, zu dem auch die Hochschulen einen
Beitrag leisten können). Sie verweist
natürlich auf die Hochschul-Autonomie. … Dennoch führt sie deutlich aus: ·
„Ich werde jedoch veranlassen, dass Ihr Schreiben den für das
Hochschulewsen zuständigen Ressorts der Länder zur Einbeziehung in die
dortigen Überlegungen zur Hochschulentwicklung übermittelt wird“. Deutlicher
kann man kaum mehr sein …. Was mag es
sein, dass so „Offensichtliches“ bisher nicht von den „wissenschafts-Betrieben“
aufgegriffen und zu einer „historischen“ Chance genutzt wurde? … Wir erkennen
eine Art „Kooperative Zeitenwende“ – und wer diese nicht nutzt, den
könnte das Leben „bestrafen“ … Unser Hinweis:
·
Wenn Euch etwas wirklich wichtig ist im Leben ist, dann
solltet Ihr bereits damit beginnen, die feste ABSICHT zu formulieren und die
Bilder des Neuen „lebendig“ werden lassen. … Übrigens, so
geht das, was zunehmend mehr Menschen nutzen, um etwas in „Erscheinung“ zu
bringen. ·
Die Quantenphysiker nennen es den „Beobachter-Effekt“; der „Placebo-Effekt“
erklärt sich ähnlich … |
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Redaktion: AG
„Coop-FAQ“ im IWMC QuantenInstitut Kontakt:
info@quanteninstitut.de Hinweis: Fragen sind - redaktionell ggf. gekürzt - ohne den
Inhalt zu verändern. |
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Unsere
Partner in Sachen Kooperation: SmartCoop ForschungsInstitut des Bundesverbandes
MMW der Cooperations- u. Genosenschaftswirtschaft e.V. |


