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Wer Mitglied in einer Genossenschaft sein möchte, sollte auch bereit
sein, Verantwortung zu übernehmen. Ohne Selbstverantwortung kann Genossenschaft
kaum funktionieren. Banken und einige Wohnungsbaugenossenschaften zeigen,
wohin das führen kann. Wer sich als „Mit-Unternehmer“ versteht – und dabei
geht es bei Genossenschaft - wird „bestraft“, wenn er seine Verantwortung
vernachlässigt oder an Dritte „delegiert“. … |
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Der Mensch steht im
Mittelpunkt – Das ist CoopGo … |
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Frage: Manchmal haben wir den
Eindruck, dass sich „Genossenschafts-Gründer“ als „bessere Menschen“ fühlen.
Es mag sein, dass Genossenschaften dafür sorgen, dass sich keine „Kapitalherrschaft“
bildet, dass sich das (Privat-) Vermögen nicht weiter zugunsten Einzelner verschiebt.
Aber das ist uns zu wenig. … Für uns ist Genossenschaft
wirklich Kooperation zwischen Menschen, mit Menschen, für Menschen. Wie kann man erkennen, ob die „Manager“
von Genossenschaften begriffen haben, dass der Mensch im Mittelpunkt steht? Für uns ist Genossenschaft
auch Übernahme von Verantwortung für das Ganze, also eine Wirtschaft mit
Verantwortungskultur. Wie kann man erkennen, ob die „Manager“
von Genossenschaften begriffen haben, dass unser aller Leben im Mittelpunkt
steht? … |
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FragestellerIn:
Mitglieder einer politischen Jugendorganisation |
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Antwort: Eine Genossenschaft ist
eigentlich nichts anderes, als eine (weitere) „Rechtsform“. Wer sich statt
für eine GmbH für eine Genossenschaft – oder auch umgekehrt – entscheidet,
ist deshalb kein „besserer“ oder „schlechterer“ Mensch“. Der oder die
Gründer treffen zunächst nur die Entscheidung, wer der „Eigentümer“
des von allen Menschen erwirtschafteten Vermögens wird. Bei einer „GmbH“
gehört dies Vermögen den Gesellschaftern, bei einer Genossenschaft, den
Mitgliedern. Und weitere wesentliche Unterschiede sind nicht zu
vernachlässigen, wie z.B.: ·
Wer
entscheidet über die Unternehmenspolitik, wie z.B. Standortverlegungen,
Fusionen, Kooperationen mit anderen Unternehmen, die Art und Qualität der
Unternehmensführung, den Grundlagen des Entlohnungs- oder Managementkonzeptes,
usw. … Der wohl entscheidende
Unterschied zu einer Genossenschaft, liegt bei dem (gesetzlichen) Förderauftrag
zugunsten der Mitglieder. Wir betonen „gesetzlich“, weil natürlich auch eine
GmbH nicht vergisst, seine „Eigentümer“ zu fördern. Das machen diese (auch
ohne Förderauftrag) schon selbst recht gut. … Fairerweise sollte man sagen: ·
Auch
eine GmbH könnte sich einen besonderen „Förderauftrag“ geben. … Formulieren wir mal so: In einer GmbH haben nur die (Kapital-)
Eigentümer die Möglichkeit, wesentliche, wichtige, also grundlegende
Unternehmensentscheidungen zu treffen. Sie können, müssen aber nicht die „Nichteigentümer“
in solche Entscheidungen einbeziehen. … Die gesetzlichen Möglichkeiten
in einer Genossenschaft sind diesbezüglich nicht anders, nur eben wird nicht
nach „Beteiligungshöhe“ (Kapitalanteil), sondern nach „Köpfen“ entschieden. … Wir wollen das nicht
vertiefen, möchten jedoch auf das „Kaduzierungs-Prinzip“ bei einer GmbH hinweisen. Vereinfach gesagt, kann durch
Kapitalerhöhung eine Verschiebung der „Stimmverhältnisse“ erreicht werden,
was bei einer Genossenschaft ausgeschlossen ist. … Wir wollen keineswegs eurer (skeptischen)
Fragestellung ausweichen, weil wir sehr wohl sehen: ·
In
vielen GmbHs gibt es – bezogen auf die Mitarbeiter - hervorragende Management-
und Führungskonzeptionen, weil man erkannt hat, wie wichtig z.B. ein gutes
Betriebsklima ist. Genossenschaften sind nur
bedingt diesbezüglich vergleichbar, weil es sowohl Mitglieder gibt, die
zugleich Beschäftigte sind, wie auch Beschäftigte, die keine Mitglieder sind.
Aus unserer Sicht, spricht
viel dafür, allen Beschäftigten zumindest zu eröffnen, auch eine
Mitgliedschaft zu erwerben, weil erst dann deutlich wird, dass man erkannt
hat, dass aufgrund der Identität von Beschäftigung und Mitgliedschaft, so
etwas wie eine „Selbstverpflichtungs- bzw. Selbstverantwortungskultur“
entstehen kann (besser entstehen muss). Denn genau wegen dieser „Identität“
können sich die zu erwartenden „Beteiligungs-Vorteile“ für beide
Seiten entwickeln. Grundsätzlich kann gesagt
werden: ·
Genossenschaften
haben – im Gegensatz zu anderen Rechtformen – einen wichtigen VORTEIL, den
sie aber bisher – entweder nicht erkannt haben oder aus „engstirnigen“
Gründen nicht erkennen wollen: ·
Identität
schafft Vertrauen und Vertrauen schafft Identität und
daraus entstehen die „WIR-KRAFT-VORTEILE“, die diese Rechtsform sogar
wirtschaftlich überlegen machen (bzw. machen könnte) Selbstkritisch ist jedoch
anzumerken, dass es bisher nur wenigen Genossenschaften wirklich gelungen
ist, diese „WIR-KRAFT-VORTEILE“ zu erkennen bzw. dann auch zu realisieren.
Es nützt wenig, über „WIR“ nur
zu reden, es muss auch erkennbar und spürbar von den (teilnehmenden) Menschen
nachvollzogen werden; nicht nur ab und zu, sondern kontinuierlich. Nehmen wir dazu – beispielhaft
– zwei „Branchen“. Sie sind genau wegen dieses fehlenden „Identitäts-Bewusstseins“
sogar in die öffentliche Kritik gekommen: ·
Genossenschaftsbanken und ·
Wohnungsbaugenossenschaften, vor
allem solche mit aktivem „Verkauf“ von Genossenschaftsmitgliedschaften. Wer Mitglied in einer
Genossenschaftsbank hat einfach keine erkennbaren Vorteile aufgrund
seiner Mitgliedschaft. Natürlich bekommt das Mitglied „Rendite“ für seine (streng
limitierten) Genossenschaftsanteile. Was aber wäre der Förderzweck?
Zumindest bei den angebotenen „Geldprodukten“ sind keine erkennbar…. Wer Mitglied einer
Wohnungsbaugenossenschaft wird, sucht eigentlich – zeitversetzt - vorteilhaften
(Miet-)Wohnraum oder möchte günstig Eigentum erwerben. Identitätsbildend wäre
es z.B., wenn solche (eigentumsorientierten) Wohnungsbaugenossenschaften mit
ihren Mitgliedern ein gemeinsames „Realisierungs-Konzept“ vereinbaren
würden. Und die Mitglieder, die kein Eigentum erwerben wollen? Für diese
könnte man z.B. einen separaten „Fonds“ bilden, der dazu dient, einen “Mehrwert“
in Form eines (erhöhten) „Auseinandersetzungsguthabens“ zu bilden. Was
keinen Sinn macht ist, am Ende der Mitgliedschaft einen Vermögens-Verlust
aufgrund der Mitgliedschaft akzeptieren zu müssen … Fassen wir zusammen: ·
Von
einer GmbH erwarten und realisieren eigentlich nur die (wenigen) Eigentümer den
Gesamt-Vorteil (Geld- oder Vermögenszuwachs). Damit das besser oder
optimal geschehen kann, müssen sie den
Beschäftigten davon einen Teil abgeben und eine Art „Wohlfühlklima“
bieten. Die wesentlichen Unternehmensentscheidungen treffen aber stets
die Eigentümer allein. ·
Bei
einer Genossenschaft kann das ähnlich oder auch anders sein. Auch hier gibt
es eine „Erwartenshaltung“ aufgrund der Beteiligung. Wer jedoch zugleich
Mitglied und Beschäftigte/r ist, also eine (tätige) Identität besteht, hat
ganzheitlich Einfluss, sofern er/sie das erkannt hat und realisieren will. … Was könnte nun ein
wesentlicher Grund sein, weshalb es Genossenschaften nur gelegentlich gelingt,
den zu erwartenden „Wir-Kraft-Vorteil“ tatsächlich wirksam werden zu
lassen? Ein Merkmal dürfte darin zu suchen
sein, dass bisher keine (ganzheitliche)Kultur des Förder-Vertrauens in
Genossenschaften entstanden ist. Oder vereinfacht gesagt: ·
„Wir
machen das FÜR euch“ ist das dominante Führungsprinzip ·
„Wir
machen das MIT euch“, wird bisher nicht als der eigentliche „Wir-Kraft-Motor“
nachvollzogen bzw. akzeptiert. Wer könnte – eher müsste -dazu
„Impulsgeber“ sein? Nun, eigentlich sollten das
die Genossenschaft- und/oder Prüfungsverbände sein. Wer sich jedoch deren
Selbstverständnis näher ansehen möchte, der sollte sich gelegentlich mal mit „Prüfungsberichten“
befassen. Prüfungsverbände versuchen
sich eher darin, sich als „Quasi-Wirtschaftsprüfer“ zu definieren, statt
sich auf sachkompetente „Mehrwert-Empfehlungen“ zu konzentrieren, was
die eigentliche Aufgabe wäre. Pflichtprüfung und Pflichtmitgliedschaft
sind auch deshalb in die „Diskussion“ gekommen, weil kaum erkennbar ist, dass
hier „Genossenschafts-Mehrwert-Experten“ in Aktion sind. Der Begriff „Betreuungsprüfung“
impliziert, dass latent ein „Wir-Kraft-Wissens-Transfer“ von Verband
zu Genossenschaft fließt und die Prüfung vor allem dazu dient, nachzuvollziehen
in welchem Umfange diese Erkenntnisse tatsächlich realisiert wurden oder
welche Gründe vorlagen, dies nicht umsetzen zu können. Der Mehrwert von
(genossenschaftlichen) Prüfungsberichten sollte sich vor allem auch nicht in „Statusfeststellungen“ erschöpfen, sondern
zu Beratungsempfehlungen führen. So gesehen ist auch eine
Qualitätssicherung durch eine Kammer für Wirtschaftsprüfungen – vorsichtig ausgedrückt
– nicht anderes wie ein „grandioses Missverständnis“. …. Wer über Wandel spricht,
sollte auch das eigentliche Problem beim Namen nennen: · Verhältnisse „fallen nicht vom Himmel“, sind
auch kein „Zufall“ oder ein „Versehen“. Verhältnisse haben Ursachen! Ja, man könnte nach dem „Staat“
rufen, Politiker oder Verbände kritisieren. Das hat man bisher gern getan. Und das daraus entstandene
Ergebnis kann jeder gern überprüfen. … Was
wäre also anders zu machen? Vielleicht den Menschen zu sagen,
dass Genossenschaft ohne Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung
(Selbstverantwortung) nicht funktionieren kann. Wer Teilhaber an einem
Unternehmen wird (und dabei handelt es auch bei einer Genossenschaft), kann
und sollte seine „Verantwortung“ nicht delegieren, auch nicht an Verbände. Wer „JA“ zu (Genossenschafts-)
Beteiligung sagt (in welcher Form auch immer), muss das auch mit Inhalt
füllen, muss sich z.B. über die Geschäftspolitik informieren, muss sich – sozusagen
- aktiv „einmischen“. Und wenn er/sie erkennen, dass das nicht gewollt
oder erwünscht ist, sollte man Konsequenzen ziehen, kündigen und sich (gezielt, nicht „zufällig“) eine
Genossenschaft suchen, die solche Kriterien erfüllt. Nicht der Staat, schon gar
nicht Verbraucherberatungen, Anwälte oder Verbände sind aufgerufen, das für
den- oder diejenigen zu korrigieren, was der/die es hätte eigentlich selbst
machen können, selbst machen müssen. … Wir benötigen keine
Stabilisatoren für eine „Entantwortungskultur“, wir benötigen
Institutionen und Politiker, die für (mehr) Selbstverantwortung werben
und dazu auch Voraussetzungen schaffen, z.B. mit einer Art Selbstverwaltung,
besser Selbstorganisation, vielleicht sogar einem „Kooperations-Rat“
oder ein „Genossenschafts-Parlament“. … Wir
haben JETZT die Wahl ! Konkurrierendes
Chaos oder Cooperative Intelligenz? |
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„CoopGo-Dialoge“ (MMWCoopGo
Bundesverband der Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft e.V.) Hinweis: Wir
behalten uns vor, Fragen – zwecks besserer Lesbarkeit – redaktionell
anzupassen. |
GENOSSENSCHAFTEN sind wesentlich mehr als nur eine weitere Unternehmensform - Ihr ERFOLG lebt von und mit engagierten MENSCHEN ... Modernes GenossenschaftsWesen versteht sich als IMPULSGEBER - FORUM - RATGEBER für eine wirklich FASZINIERENDE IDEE, die Viele und Vieles bewegen kann und wird ... - Dass das geht und wie das geht, wollen wir gemeinsam entwickeln! NEU: Sie können uns Ihre Fragen stellen ...
Willkommen
GENOSSENSCHAFTEN sind wichtiger Teil eines Modernen KOOPERATIONS-Wesens. Sie bilden die Struktur für einfaches, schnelles und effektives Zusammenwirken für MENSCHEN in unterschiedlichsten Situationen. Eine passende Struktur zu haben, ist eine gute Ausgangsposition. Wer in "GRUPPEN-VORTEILEN" denkt, hat ein wesentliches Prinzip von Kooperation (Coop) verstanden.
Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig an-gepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft.
Koordination / Redaktion: Gerd K. Schaumann
28.06.2020
Nicht jede Genossenschaft ist auch ein intelligenter „Coop“!
Labels: Kooperation, Genossenschaften, Gründung
Bankgenossenschaften,
EU-Harmonisierung,
Förderwirtschaft,
Genossenschaftsverbände,
Grundgesetz,
Menschen,
MitUnternehmer,
Selbstverantwortung
23.03.2020
„Runde Tische“ – Eine kooperative Initiative von CoopGo
In der Übergangszeit
der DDR gab es sie bereits: Die „Runden Tische“ (RT). Eine bewährte,
kooperative Einrichtung, die in einer Krisenzeit sich bereits sehr gewährt hat.
„Corona“ fordert zu neuem Handeln heraus!
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Frage
Als die DDR 1989/90 – im Übergang von „Alt“
zu „Neu“ - in einer relativen Orientierungslosigkeit stand und nach einem friedlichen,
demokratischen Wandel suchte, kam es
darauf an, allen – zumindest vielen – Bürgern ein demokratisches, offenes „Mitwirkungsforum“
zu bieten. So entstand eine neue Form von Kooperation. Wäre so etwas nicht
genau jetzt die richtige Form, eine wichtige Alternative zur drohenden „Allmacht-Besessenheit“
der Staatsbürokratie zu schaffen? …
Und weil es um Kooperation geht, wie
wären ihre Ideen?
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FragestellerIn: Freier Journalisten-Verbund
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Antwort
Diese
Idee ist bereits von anderen Seiten an uns herangetragen worden. Runde Tische
(RT) sind eigentlich nichts anderes als „SmartCoop“, also eine
intelligente Form der Kooperation.
Soweit
wir wissen, wurde das Konzept der „Runden Tische“ bereits von der „CoopGo-Bewegung“
aufgegriffen. (Sicherlich wird darüber auch bei www.genonachrichten.de
berichtet. …
Wir
wollen dem CoopGo-Konzept nicht vorgreifen, deshalb nur einige Hinweise, aus Sicht
der Kooperationsforschung:
· Runde
Tische der heutigen Zeit können – angesichts der Entwicklungen von Internet
und anderen Formen der Digitalisierung – für Transparenz und Mitwirkung der
Bürger sorgen, auch wenn oder weil - ob gerechtfertigt oder nicht – „öffentliche
Gruppenbildungen“ arg eingeschränkt werden bzw. sind. Das wichtige Grundrecht
der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit ist bereits eingeschränkt.
· Runde
Tische sind öffentlich, überparteilich, unabhängig und mit Menschen
unterschiedlichster Interessen und Qualifikationen besetzt.
· Auch die
Parteien und andere wichtige Öffentliche Einrichtungen (z.B. Kirchen,
Gesundheit, Sport, Gewerkschaften, IHK/HwK, Interessenverbände) sollten
vertreten sein.
· Es
können auch themen- oder bereichsbezogene Untergruppen gebildet werden
· Die
Runden Tische sollten – mindestens - auf 3 Ebenen tätig sein: Bund,
Länder, Kommunen
· Die RTs
übertragen per Video-Konferenzen ihre Sitzungen und nehmen Anfragen entgegen.
So entsteht Transparenz und Mitwirkung.
· Usw.
Wichtig
wäre es jetzt, dass die Parteien sich dazu äußern. Sie müssen den Menschen im
Land jetzt die Möglichkeit geben, Kooperation zu praktizieren. …
Dies
wäre die Zeit, dass eine – parteipolitisch nicht gebundene – Institution, wie
der Bundespräsident, ermutigende Alternativen der Bürger unterstützen.
Unternehmen,
besonders Genossenschaften oder Vereine, also Einrichtungen, die bereits grundsätzlich
offen für (mehr) Kooperation sind, sollten vorangehen und den Kontakt mit
ihren Beschäftigten bzw. Mitgliedern jetzt auf eine neue Ebene stellen.
Auch
Schulen könnten natürlich „Runde Tische“ einrichten. ….
Oftmals
sind „Krisen“ dazu geeignet, das (kooperativ) Neue auszuprobieren.
Nun so
ganz neu sind Runde Tische nicht. Wie wäre es damit zu beginnen, die Menschen
und Institutionen zu kontaktieren, die in den Jahren 1989/1990 – mitten in
Deutschland – bereits diese Form von Kooperation ausprobierten?!
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Hrsg.
SmartCoop
Forschungsinstitut (SCFI)
c/o
MMW CoopGo
Bundesverband
der Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft e.V.
(Hinweis:
Wir behalten uns vor – wegen der besseren Lesbarkeit – Fragen ggf.
geringfügig
zu korrigieren ohne den Inhalt zu verändern!)
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Labels: Kooperation, Genossenschaften, Gründung
Kooperationen,
Menschen in Coop,
Runde Tische
02.11.2019
Sind Genossenschaften – „Stabilisatoren“ für ein todkrankes System?
Oder: Wenn es
noch keine Genossenschaften gäbe, müsste man sie jetzt erfinden (wie der
Raiffeisen), um die damals erstarkende Arbeiterschaft „abzulenken“. Nur wenn
man den Kritikern eine „scheinbare Alternative“ im System anbietet, kann man den
Widerstand gegen den abknickenden Kapitalismus noch eine Weile kanalisieren …
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DuoThinko – Denken
„trifft“ Wahrnehmen
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Wir könnten mehr wissen, wie wir
denken zu wissen –
Viele Menschen zeigen das bereits,
besonders die junge Generation
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Frage:
Unsere Hochschul-Gruppe verfolgt das „Spielchen“ mit den
Genossenschaften schon eine ganze Weile intensiv und grinsend. Wir haben uns deshalb
auch mit der Funktion der Genossenschaften in einem kapitalistischen System
beschäftigt. Schon vor 200 Jahren erkannte ein Herr Raiffeisen – der übrigens
auch antisemitische Thesen verbreitet hat – gut, dass man die Arbeiterklasse
dadurch schwächen könnte, indem man ihnen sogenannte
Selbsthilfeorganisationen ermöglichte. Das Genossenschaftsrecht wurde also
nicht geschaffen, um etwas zu verändern, sondern um etwas (altes) zu
stabilisieren. Auch die Faschisten haben das schnell erkannt und sich der
Genossenschaften bedient. Interessant ist, dass die bestehenden
Genossenschaftsverbände sich geradezu „anbiederten“, dabei den Nazis zu
Diensten zu sein. Damals wurden dann auch die „Prüfungsverbände“ geschaffen,
die bis heute dem System „zu Diensten“ sind; nur mit einem „neuen Auftrag“.
Ein wirklich intelligentes Konstrukt wurde damals geschaffen, um „indirekt“ Genossenschaften
kontrollieren zu können …
Heute lautet der Auftrag wohl anders: Sichere das Bestehen eines stark
schwächelnden, wahrscheinlich bereits todkranken Systems mit Namen
Kapitalismus; manche sagen auch – verschönernd – Konkurrenz dazu. …
Alle Rechtsbereiche, gleich ob AG, GmbH oder in welcher Form auch immer
können sich frei entfalten. Klar doch, sie sind Teil des bestehenden Systems.
Nur bei Genossenschaften wird ein „Verband“ gefordert, dem jede
Genossenschaft angehören muss. Dieser (Über-) Prüfungsverband wird staatlich
kontrolliert. Er ist abhängig vom Wohlwollen des Staates (Aufsichtsbehörden).
Dessen Aufgabe wiederum ist es, die Genossenschaften zu (über-) prüfen. …
Irgendwie top gelöst, um Genossenschaften in einem engen Korridor des
bestehenden Systems zu halten. …
Macht doch mal den „Selbst-Test“: Schreibt in eine Genossenschaftssatzung
rein, dass der Förderzweck der Mitglieder ist, aus dem bestehenden
Wirtschaftssystem auszutreten und ein wirklich kooperatives neues
Wirtschaften anzustreben. Und dass ihr untereinander „tauschen“ wollt und
deshalb kein „Geld“ fließt, sondern Wert gegen Wert verrechnet wird. …
Dann sucht ihr euch dazu einen „Prüfungsverband“ in Deutschland. Viel
Spaß bei dieser „Nummer“. …
Also für uns sind Genossenschaften einfach nur „Systemstabilisierer“,
solange, bis man uns vom Gegenteil überzeugt. Aber sie werden dem maroden
System auch nicht helfen, zu gesunden. Der Virus „jeder bekämpft jeden“ macht
entweder die Menschen kaputt oder die gesamte Existenz. … Alles nur eine Frage
von nur noch recht wenig Zeit …
Na klar, müssen wir auch in einer „nachkapitalistischen“ Welt tätig
sein. Dann könnten Genossenschaften durchaus gute Dienste tun. Sie sind halt
anpassungsfähig; kommt nur darauf an, wer sich ihrer bedient. …
Antwort:
Bitte seid nicht überrascht, wenn wir uns nicht intensiver auf eure –
durchaus interessante – Analyse nicht weiter einlassen wollen.
Das hat mehrere Gründe, die auch für euch interessant sein könnten, wenn
ihr kooperativen Wandel wirklich wollt.
Zunächst ist es für uns nicht so wichtig, was gewesen ist. Unser
aller Leben ist „JETZT“. Und nur aus diesem JETZT heraus können sich Kräfte
einer Neugestaltung entwickeln. Aus diesem JETZT entstehen auch die neuen
Bilder, entsteht eine neue Welt. …
Es macht wirklich keinen Sinn, historische Abläufe zu nutzen, um daraus „Zukunft“
zu bauen. Wir können nicht wirklich wissen, was und warum sich damals
wirklich „abgespielt“ hat. Es sind eher Vermutungen. Auch historische
Dokumente erschließen sich heute nur aus der Sicht von heute. Selbst
Zeitzeugen „bezeugen“ nur das, was ihr Verstand ihnen zur Verfügung stellt.
Heute wissen wir jedoch, dass der Verstand nur 3-5 % (wenn überhaupt
so viel) aufnimmt, was sich wirklich ereignet. Das war damals nicht anders! ….
Das Gestalten von Gegenwart und Zukunft quasi „per Rückspiegel“, ist
nicht nur das Problem der Menschen, die sich mit „Geschichtswissenschaft“
beschäftigen, sondern sogar das Problem der meisten Eltern und wohl auch der
Lehrer. …
Außerdem fällt uns auf, dass ihr „der“ Politik, „den“ Verbänden, „den“
Umständen, usw. mehr „Kraft“ zubilligt, wie ihnen eigentlich zusteht. Und
muss nicht irgendjemand „seine“ Kraft zunächst abgegeben haben, damit Situation
entstehen können, die ihr jetzt bemängelt? Nicht die „Institutionen“ sind das
Thema. Es sind die Menschen, die solche Situationen erst ermöglichen. …
Wir bitten euch dringen euere „Positionen“ zu überprüfen, denn ihr
beteiligt euch – bewusst oder unbewusst – daran, dass sich die Menschen ihrer
Potenziale nicht bewusst werden – oder bewusst provokant ausgedrückt – endlich
„aufwachen“ und sich ihrer wahren Kraft und Möglichkeiten bedienen. …
Alle Systeme, die bisher in der Menschheitsgeschichte in Erscheinung getreten
sind, funktionierten irgendwie nach dem gleichen Grundsatz mit dem Namen: „Wir
machen das FÜR EUCH“. Mögen die diversen „ismen“ (Systeme) auch noch so
nett propagiert sein, sie ALLE haben nicht darauf gebaut, den Menschen
sich ihrer wahren Potenziale bewusst werden zu lassen. Selbst Systeme
der Neuzeit vergessen das gern. …
„Die“ Regierung, Parteien, Verbände, …. auch viele Genossenschaften,
basieren genau auf diesem „Vergessen“. Dann ist der Schritt naheliegend, dass
„Führer“, „Geführte“ und letztlich „Verführte“
entstehen. Und dann kommt dazu der „Irrglaube“, dass irgendjemand von denen
es „neutral“ macht, sogar wisse, was für die „anderen“ gut oder richtig sei.
So jemand weiß immer nur genau, was für „ihn“ oder „sie“ selbst vorteilhaft
ist und überträgt diese Sicht auf „Die Anderen“.
So war und ist LEBEN eigentlich nicht gemeint.
Diese Sichtweise wird niemand gern eingestehen. Würde es trotzdem
geschehen, wäre die Ära „Wir machen das FÜR EUCH“ zu Ende – in allen
Lebensbereichen! …
Würde z.B. die Kirche ihre eigenen Texte wirklich zum Wohle der Menschen
interpretieren, würde sie z.B. einige „Jesus-Zitate“ (Bibel) ganz obenan
stellen. Er soll z.B. gesagt haben:
·
„Das, was ich kann, das könnt ihr auch und noch viel mehr“.
·
Und weiter: „Euer Glaube versetzt Berge“. …
Was ist damit gemeint?
Vereinfacht gesagt liegt darin die Sicht, dass JEDER Mensch die
Fähigkeit hat, sein Leben – bestmöglich und sinnerfüllt - selbst zu
gestalten. …
Wir vermuten, dass ihr nicht glauben könnt, dass das so ist, dass sich
z.B. Menschen sogar selbst heilen könnten, dass Menschen grandiose Erfinder
sein könnten, auch ohne akademische Titel, dass Menschen in Orchestern
hervorragend spielen können, ohne Noten zu kennen, dass Menschen ohne Handy
und andere Hilfsmittel sich – über alle Sprachdifferenzen und Entfernungen
hinweg – bestens verständigen können (Telepathie) …
Könnt oder wollt ihr so etwas wirklich glauben? Wollt ihr es überhaupt
wirklich wissen? Wenn ja, dann beginnt damit, euch nur noch auf das zu konzentrieren,
was „gehen soll“ und nicht auf das, was (noch) „nicht geht“. …
Wir wollen euch noch einige Hinweise für „Mutmachen“ geben. Zunächst
einige für die Aktualität und dann einige zur Perspektive.
Nehmen wir an, ihr wollt gemeinsam eine Firma gründen. Das Umfeld habt
ihr erkannt, ist derzeit „kapitalistisch“ und läuft im „Konkurrenz-Modus“.
Wir vermuten, ihr seid im Lande nicht die Einzigen, die das so erkannt haben
und anders möchten. …
Nun, zur Veränderung bedarf es Menschen, die bereit und befähigt sind
etwas ändern zu wollen. …
Dafür bedarf es des Willens und der Ziele.
Was also wären genau euere Ziele?
Kennt ihr bereits die Bilder, nach denen euere neu formierte
Gesellschaft funktionieren könnte?
Wie sollte „regiert“ werden, wie produziert, wie verteilt, wie bezahlt,
wie versorgt, wie ausgebildet, wie Konflikte geklärt werden? …
Solche und viel mehr Fragen müssten beantwortet werden, um einen (kooperativen)
Wandel wirklich in Gang zu bringen. …
Wir wollen damit sagen, dass es nicht dabei bleiben kann, etwas abzulehnen,
sondern vielmehr darum geht, etwas – wahrscheinlich völlig - Neues
hervorzubringen. …
Die „Systemhalter“ (die, die keine Veränderung mögen) könnten sich eigentlich
über jeden freuen, der sie „kritisiert“. Warum? Nun die Aufmerksamkeit ist
dann auf das gerichtet, was nicht gewollt ist. Und wohin die Aufmerksamkeit
fließt, dahin fließt auch die Energie. In diese „Wandlungs-Falle“
treten viele Menschen ein und stabilisieren damit – unbewusst – das, was sie
eigentlich anders haben wollen. …
Bitte lenkt eure Aufmerksamkeit darauf, was ihr wirklich wollt
und vergesst das beliebte „Spiel“ von kritisieren und urteilen.
Viel wirksamer ist, die neuen Bilder zu „malen“ und so zu tun, „als
ob“ ihr bereits diese Ziele (Absichten) erreicht hättet. …
Vielleicht könnte man so beginnen:
Wie wäre es z.B. ein „Netzwerk des Gleichklangs“ zu bilden?
Ihr definiert, was ihr wirklich wollt, z.B. etwas (allgemein)
Nützliches herzustellen und anderen Menschen verfügbar zu machen. Ihr wollt
dies gemeinschaftlich tun und verbindet euch mit denen, die diese Vorgehensweise
teilen. …
Nun, ihr seid noch Teilnehmer innerhalb eines Systems, das ihr
eigentlich überwinden wollt. Na und? Jetzt definiert ihr, wie genau eure
Beziehungen nach innen und außen aussehen sollen. Ihr legt z.B. fest, was,
womit, wozu, wie, warum, etc. erstellt und angeboten werden soll. …
Daraus entstehen die ersten „Bilder“ von einer Gesellschaft, von
der ihr meint, dass sie der Zukunft entsprechen könnte. Ähnlich wie „Übungsfirmen“,
„spielt“ ihr die Abläufe (theoretisch) durch. Dabei „fühlt“ ihr hinein in die
entstehenden Potenziale. Wir sagen bewusst „fühlen“, weil wir über den Verstand
hinausgehen wollen. Der Verstand ist wenig geeignet, um wirklich Neues
entstehen zu lassen. Er nutzt nur das Bekannte und „bearbeitet“ dies
anders. …
Ihr benötigt jedoch etwas, was es bisher (noch) nicht gab!
Wirkliche Kreativität, Innovation oder „Genialität“ entsteht nicht aus
bereits „Bekanntem“. Dieses Wissen – das ihr benötigt - nennen wir Intuition
oder Inspiration. Es ist die Art, wie „Erfindungen“ in die Welt kamen
und kommen. Wenn nach langen intensiven Diskussionen der Verstand völlig „übermüdet“
war, machte – Albert Einstein - oft allein einen Spaziergang. Und genau
dabei kamen ihm die besten Ideen. …
Was kann uns das Lehren? Nicht der Verstand machte ihn zum „Genie“,
sondern etwas anderes. …
Wir sprechen ganz allgemein davon, sich den Zugriff zum „Quantenfeld“ zu
eröffnen. Man glaubt es kaum, aber unser Verstand ist der „Zensor“
zwischen „Normalität“ und „Genialität“.
Gern werden wir – falls Interesse besteht – dazu mehr sagen. …
Wir wollen noch auf euere Kritik an der möglichen Unternehmensform „Genossenschaft“
eingehen, denn mit Vereinen ist wirtschaftliches Handeln nur sehr bedingt
möglich. …
Eure Skepsis gegenüber Genossenschaften vermögen wir nicht unbedingt zu
teilen. Dennoch finden wir es richtig und wichtig, sich darüber klar zu
werden, dass Genossenschaften in der Vergangenheit durchaus eher zur
Stabilisierung von Konkurrenzsystemen diensten und nicht zu deren „Überwindung“.
…
Ob Herr Raiffeisen ein „Antisemit“ war, ist auch Vergangenheit, nützt
uns jetzt wenig. Auch ohne Herrn Raiffeisen gäbe es wohl heute so etwas wie
Genossenschaften, denn irgendwie muss es ja eine (gemeinschaftsbezogene)
Rechtform – auch in einem Konkurrenzsystem geben. …
Aber wozu dient sie oder wem dient sie und warum?
Ganz allgemein gesagt, soll sie wohl einerseits (kooperative)
Alternativen ermöglichen, andererseits aber auch verhindern, dass dies zu
einer grundlegenden „Systemveränderung“ führt. Das wäre die Funktion „System-Stabilisator“.
…
Aber wir sehen auch durchaus, dass mittels Genossenschaften ein „Systemwandel“
möglich wäre. Dafür müsste jedoch das Umfeld, in dem Genossenschaften wirken
verändert werden.
Nehmen wir beispielhaft die Pflichtmitgliedschaft in
Prüfungsverbänden.
Die Frage ist berechtigt, ob solche Verbände eher dem Staatswillen,
eher dem Willen ihrer Mitglieder oder gleichzeitig beiden „Vorgaben“
genügen (müssen).
Zulassung und Aberkennung der Zulassung obliegt dem Staat. Angenommen,
die Verbandsmitglieder würden wirklich von ihrer Souveränität Gebrauch
machen und in ihrer Satzung so etwas wie eine „Systemkorrektur“
einfügen. Was geschähe dann? Ihr ahnt die Antwort. Insoweit geben wir euch
durchaus Recht, dass Genossenschaften – zumindest indirekt –
systemkonform wirken müssen.
Dennoch glauben wir nicht, dass irgendein Verband es bereits einmal
gewagt haben könnte, das „auszutesten“. Eher ist eine Art vorauseilender „Gehorsam“
wahrscheinlich …
Es spricht einiges dafür – sofern es bei einer staatlich verordneten
Pflichtmitgliedschaft für Genossenschaften bliebe – darüber nachzudenken, dass
Genossenschaftsinitiativen, die wirklich kooperativen Wandel anstreben, auch
Einfluss in einem solchen Verband nehmen müssen. Sofern das nicht möglich
ist, könnte man auch an eine Neugründung denken. …
Aus der Perspektive „verbandliche Systemstabilisierung“ könnten auch
Initiativen Sinn machen, die konsequent eine Pflichtmitgliedschaft von
Genossenschaften in „staatlich beaufsichtigten Verbänden“ ablehnen und darauf
verweisen, dass dies „Relikt“ von 1934 nicht EU-konform ist. Bis auf
Österreich hat nur noch Deutschland diese Form „indirekter Staatskontrolle“
von Genossenschaften. Deshalb sind auch die genossenschaftlichen Verbände
solcher Länder wesentlich mutiger bezüglich ihrer politischen Forderungen.
Dies wiederum spiegelt sich auch in den deutlich höheren Neugründungen von
Genossenschaften wider.
Da es zur Genossenschaft derzeit vermutlich keine wirkliche Alternative gibt,
um gemeinsam und gemeinwirtschaftlich handeln zu können, also quasi
kooperativ Wirtschaft zu tätigen, würden wir derzeit das „kleinere Übel“
anbieten wollen, sich sehr genau solche Verbände anzusehen, vor allem deren „Staatsnähe“
genauer zu beurteilen. Im Rahmen der innerverbandlichen Willensbildung sollte
aktiv Einfluss genommen werden, z.B. durch Gründung einer Fachgruppe „kooperativer
Wandel“. …
Wir verweisen auch auf eine interessante Initiative des MMWCoopGo
Bundesverbandes hin, Artikel 20 des Grundgesetzes (Staatszielbestimmung) in Richtung
Kooperation zu konkretisieren, durch Einfügung nur eines einzigen Wortes („kooperativer“).
Allein die Diskussion – wahrscheinlich im Rahmen eines Volksbegehrens – würde
zeigen, welche Partei wirklich an einem kooperativen Wandel
interessiert ist oder nur eben an etwas intelligenter Systemstabilisierung
mittels eines „Feigenblattes“ namens Genossenschaft. ...
Fazit:
Intelligente Lösungen ergeben sich niemals durch „urteilen“, „verurteilen“
oder „kritisieren“. Denn all das sind eigentlich „System-Stabilisierer“.
Intelligent ist vielmehr, neue Konzeptionen zu entwickeln und „Sog-Kraft“
(durch wahre WirKraft“) zu erzeugen. Und all das sollte im „Mit-Stil“
(„wir machen das MIT euch“) und nicht im (alten) „Für-Stil“ („wir machen das
FÜR euch“) erfolgen. …
Und bitte bemüht euch um die Entwicklung des Bewusstseins, nicht
so sehr des Verstandes. Gerade Menschen, die ab dem Jahre 2000 geboren
wurden, sind sehr daran interessiert, bereit und fähig, wirklich kooperative
Strukturen und lebenskonforme Inhalte, in Erscheinung zu bringen. Sie
erkennen auch sehr genau, ob ein „Wir“ tatsächlich gemeint ist, oder nur
eben „taktisch“. …
Viel Spaß beim Mitwirken auf dem Weg zu einer kooperativen
Gesellschaft in unserem Lande. …
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erfolgen
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FragestellerIn:
Hochschulgruppe „Alternative Wirtschaft“
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Redaktion: FG DuoThinkO im IWC QuantenInstitut
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Hinweis:
SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI)
c/o MMWCoopGo Bundeverband der Cooperations- u.
Genossenschaftswirtschaft e.V.
Wir bedanken
uns beim IWMC QuantenInstitut für die Möglichkeit zur Veröffentlichung dieses
Beitrages. SCFI muss nicht mit den Inhalten von Beiträgen Dritter übereinstimmen.
Ausreichend ist, dass diese Beiträge Impulse zur Entwicklung eines
kooperativen Wandels implizieren..
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Labels: Kooperation, Genossenschaften, Gründung
Funktion der Genossenschaften,
Genossenschaften,
Kooperativer Wandel,
Prüfungsverbände,
Systemstabilisation
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